Beiträge von Cinderella1987

    Ich bin mit einem Shiba aufgewachsen und kann Dir nur folgendes berichten:

    Er hiess Kitsu und war der Inbegriff des Bösen für uns Kinder. Der hatte Null Komma Null Erziehung genossen und hat wegen ALLEM gebissen:

    Opa hat ihn nicht von seinem Teller essen lassen -> Krankenhaus mit x Stichen genäht worden.

    Oma hat den Napf nicht schnell genug hingestellt -> beim runter beugen ins Gesicht gebissen

    Kinder sind vom Tisch aufgestanden um irgendwo hinzugehen -> blutige Oberschenkel

    Wenn man aus dem Bad kam, musste man vorsichtig gucken ob der kleine Teufel nicht da war, sonst rufen bis ein Erwachsener kam.

    Die Haustür/Gartentor/Fenster durfte nie offen stehen, sonst war der Hund weg.

    Er war ein schlimmer Leinenpöbler, wenn er an den anderen Hund nicht kam, war es halt der Hundeführer den er gebissen hat.

    Und immer so weiter.

    Meine Großeltern haben immer gesagt, dass er das vierte Kind sei und der Standardspruch als er klein war: "So lass ihn doch". Und immer hatte der Mensch was falsch gemacht. Irgendwann hat es dann meinen Eltern gereicht. Der Hund durfte nicht mehr zu uns, wir nicht mehr zu Oma. Fand die Oma natürlich richtig mies und hat nen Hundetrainer organisiert. Da war er vielleicht 1,5 Jahre alt. Der Mann hat dann erst allein mit dem Hund gearbeitet und dann mit Oma und Opa zusammen.

    Ende vom Lied:

    Mit dem Trainer hat das kleine Biest sogar ne BH gemacht.

    Bei Oma war er genauso sche*** wie vorher.

    Opa wurde nicht wieder gebissen.

    Vor meinem Papa hatte er Angst.

    Wir Kinder hatten es leichter, aber es war nicht gut!

    Meine Cousine war sein letztes Opfer ein Tag bevor er starb.

    Dieser kleine, wunderschöne und echt unfassbar niedliche Hund war zeitlebens ein kleiner Terrorist. Er war uneinschätzbar, gefährlich für die Kinder und meine Großeltern haben absolut verantwortungslos gehandelt. Sah nur keiner in den 90igern so. Die Hälfte von uns Kindern hat Angst vor Hunden.

    Man hätte diesen Hund von Anfang an führen müssen und nicht die Welt nach ihm drehen lassen. Ich behaupte sogar, dass wir ihm völlig egal waren. Also nichts mit Bindung. Den Trainer mochte er tatsächlich. Ich seh vielen von Deinen Aussagen wieder und kann Dich wirklich nur sehr bitten, es nicht so weiterlaufen zu lassen. Er hat Dich auch gern, wenn Du Regeln aufstellst. Wahrscheinlich mag er Dich mit jeder Regel ein bisschen mehr.

    Sie nimmt die Ratschläge ja an.

    Es stört mich aber auch, dass man ihr mit einem jetzt etwas "schwierigeren" Welpen mit, manchmal, sehr gemeiner Wortwahl die Ratschläge erteilt. Das fängt ja schon damit an, dass man die Persönlichkeit der TE beleidigt und sie als Kröte bezeichnet. Wir wissen nichts über ihr Gewicht und ihr Essverhalten, das hat in diesem Thread überhaupt nichts zu suchen. Daraus entstehenden dann Diskussionen, in der einer sein Statement/seine Persönlichkeit/seine Wahl des Welpen, gegen den Anderen verteidigt. Das ist doch nicht hilfreich, für mich ist das eher eine:"Ha ha, was holst du dir so einen Welpen, selbst Schuld" - Einstellung.

    Wo hab ich sie denn als Kröte bezeichnet oder etwas zu Gewicht oder Essverhalten gesagt? Oder etwas zu ihr persönlich mich gesagt? Ich kenne sie doch gar nicht?!

    Ich habe meine Erfahrung geschrieben, sie antwortet, dass sie keinen Pudel hat sondern eine reaktiveren Welpen :ka:

    Der Grundratschlag von allen lautet: lass den Welpen draußen frei laufen, dass nimmt sie nicht an?! Die Kleine dreht drinnen auf und ist draußen gemäßigt. Das ist bei mir verkehrte Welt. Aber jeder wie er mag!

    Ich packe meinen Welpen nicht in eine Box. Mein Pferd im übrigen auch nicht. Schlimme gesundheitliche Probleme mal ausgeschlossen.

    Du hast vielleicht einen „krasseren“ Welpen mit dem Potential zum Nervenbündel als ich. Ich hab es mir in meiner Wahl halt so einfach wie möglich gemacht.

    Hier haben dir nur aber auch Menschen geschrieben mit nem Border oder anderen Rassen, die dieselben Anlagen haben wie deine. Wenn du keinen Ratschlag hören möchtest, oder sie alle nicht so sind wie du Dir das vorstellst, warum fragst Du dann?

    Ein Welpe muss draußen laufen dürfen. Das befriedigt nicht nur das Bewegungsbedürfnis, sondern auch den Kopf. Dann kann man schlafen. Und eine Welpen in seinem Radius einzuschränken und ihm so den Platz zu geben um runter zu kommen, kann man entweder mit ner Box, einer Hausleine, einem langweiligen Raum oder einem Welpenauslauf machen.

    Mein Weg ist das Badezimmer und nicht die Box. Auch anbinden würde ich niemals einen Welpen. Da hält man die Leine fest.

    Wenn Dir hier 10 Hundehalter sagen, dass es keine Lösung ist 20 Minuten mit dem Welpen an der Leine zu laufen, haben sie vielleicht Recht. Durfte sie in den ganzen zwei Wochen nie frei auf einer Wiese laufen?

    Wenn aber eh alles falsch ist was alle dir sagen :ka:

    So im Nachhinein denke ich, dass ich mir wahnsinnigen Stress gemacht habe mit dem Baby. Die ersten zwei Wochen waren für mich echt nicht schön. Wenn ich deine Posts lese, dann war ich tiefenentspannt und das ist echt nicht böse gemeint! Ich bin genauso verkopft an die Welpenerziehung gegangen.

    Wenn die Kleine doch dein vierter Hund ist, dann hast du dreimal mehr Ahnung als ich es hatte, als der Pudel hier eingezogen ist. Darum beneide ich dich schonmal sehr, weil Du zumindest weißt, was Dein Baby mal werden soll und können muss. Die anderen Hunde waren doch genauso, wie Du es wolltest. Warum, und auch das ist absolut nicht böse gemeint, muss jetzt alles so nach Schema ablaufen? Ich hätte so so so gern einen Welpen um es diesmal besser zu machen, genieß die Zeit mit ihr doch. Lass sie draußen laufen und spielen und danach pennt ihr auf dem Sofa. Noch hat sie doch einen Folgetrieb. Einen so jungen Welpen muss man doch gerade frei laufen lassen.

    Meiner wollte auch am Anfang absolut nicht schlafen, da hab ich meine Gartenliegenauflage auf den Boden gepackt und ihn mit mir „gezwungen“ kleine Schläfchen zu machen. Ich hab’s null mit der Box, irgendwas stört mich so sehr daran. Eine Freundin hat die Auflage ins Bad gelegt und da „geschlafen“ weil es nicht soviele Reize gab.

    Ich find es toll, dass Du eine Trainerin hast, der Du so bedingungslos vertraust. Auch da bist du mir weit voraus. Hatte und habe ich nicht. Hat zum Glück auch so geklappt und ich glaube ganz fest an gesunden Menschenverstand und Intuition und Lernbegierde.

    Ich habe einen extrem entspannten Großpudel. Wir haben uns nie damit beschäftigt, ob das was wir machen Zuviel ist. Er hat oft ziemliches Programm, so wie ich es hier lese ist es gut, dass bei der Hundewahl der Verstand gesiegt hat und kein Aussie eingezogen ist.

    Wir gehen an Tagen ohne Ausritt 1,5-2h am Tag Gassi, er ist Bürohund mit Kundenverkehr und dazu sind wir quasi jeden Tag im Stall und haben da auch immer Menschen, Tiere, Sensationen.

    Wenn wir reiten gehen, dann zwischen 1 und 4 Stunden. Mal nur er, mal mit anderen Hund. Mal langsam, mal schnell.

    Wir haben oft kleine und sehr kleine Kinder und (viele) Hunde um uns und sind auch so viel unterwegs. Ob bei Oma im Heim, bei Mama in der Innenstadt, bei Freunden oder in fremden Ställen. Klar gehen wir auch mal wandern oder machen einen Ausflug und sind den ganzen Tag unterwegs.

    Ein Beispielwochenende(dieses Wochenende):

    Morgengassi mit Freunden, deren Hündin und der zweijährigen Tochter auf meinem Pony

    Danach eine gute Stunde Ausritt zu dritt mit der besten Pudelfreundin in allen Gangarten

    Dann Besuch in einem anderen Stall zum unterrichten.

    Dauer von allem ca 6 Stunden.

    Danach haben wir hier zusammen mit meiner Schwester den Weihnachtsbaum geschmückt und er war nochmal 15 Minuten zum lösen raus.

    Morgen gehen wir morgens reiten zu dritt und danach zu Mama essen. Vielleicht besuchen wir noch kurz die Oma. Und am Nachmittag in ich kurz bei Freunden.

    Der schläft in der Zwischenzeit, hat aber Null Stress dabei. Der schläft auch überall.

    Und ich bin mir sicher das ich ihn lesen kann. Er ist nicht aufgeregt, er schläft ruhig und verhält sich ganz normal. Kein Fiepen, Rennen oder sonst was. Der pennt ganz ruhig bei mir aufm Sofa.

    Wir machen sonst nicht viel. Kein Hundeplatz (mehr), ein bisschen spielen jeden Tag und wenn ich Lust hab, üben wir ein bisschen Tricks. Er benimmt sich immer, ist fast immer ohne Leine und trotzdem in meinem Dunstkreis.

    So sehen unsere Wochen und Wochenenden eigentlich immer aus. Bin ich krank (sonst bleib ich nicht zuhause), bleibt er auch ne Woche ruhig aufm Sofa. Dann reicht auch mal 30 Minuten Gassi am Tag. Danach will er aber schon wieder laufen.

    Ich denke seinen Job als Begleithund könnte er nicht besser ausführen. Deshalb nie wieder was anderes als ein Pudel :herzen1:


    Ich find es ganz ganz ganz ganz toll was Du machst. Sowohl die Arbeit, den Fleiß und die Kohle, als auch das Zurückstellen deiner selbst. Hut ab vor Dir und Deiner Leistung!

    Nur meine Gedanken dazu: Ich könnte es defintiv nicht. Ich liebe meinen Hund sehr und er ist jetzt auch schon einige Jahre da. Der würde nur im extremsten Notfall ausziehen. Aber mit einem Hund zusammen leben, der mich dazu zwingt meine Beziehungen zu Familie, Freunden, einem potentiellen Partner und vielleicht gewünschten Kindern zurück zu stellen, dass könnte ich nicht. Da wäre ich lieber ohne Hund, als ohne meinen Mann und meine wichtigsten Menschen. Und zusätzlich zu diesem KO-Kriterium für mich, kommt ja noch alles was Du leistes. Und wenn man dann die besch******* Zeiten momentan mit einrechnet, bis Du ein Held.

    Deswegen: Ich bewundere Dich sehr und Deine Einstellung zu ihr und die Verantwortung die Du bereit bist zu tragen. Das kann man Dir nicht oft genug sagen! Nicht-Hunde-Meschen sehen gar nicht was Du da leistest.

    Ich gehöre auch zu denen, die total Verkopft an die Welpensache gegangen sind. Die ersten zwei Wochen waren die Hölle. Ich wollte alles unbedingt richtig machen! Und dann habe ich mir fest in den Hintern getreten und einfach die Zeit genossen und den Plan mal an Seite gelegt. Und aus ihm ist ein ganz ganz toller Hund geworden. Wie du das jetzt schon 10 Wochen erträgst, ist mir echt ein Rätsel! Man darf auch mal was falsch machen. Da gibt es kleine Fehler, die werden verziehen. Und dann gibt es große Fehler, die traumatisieren und sind schädigend. Die dürfen einfach nicht passieren.

    Es ist doch nur ein kleines Hündchen, dass die natürlichen Bedürfnisse befriedigt haben möchte. Essen, Schlafen, soziale Kontakte und einen Menschen. Später kommt noch die Auslastung. Alles andere sind doch deine Anforderungen an den Hund. Da muss die kleine Kröte doch nicht Deinen Ehrgeiz ausbaden! Ein paar Dinge muss sie natürlich lernen! Nützt ja nichts. Nur ob Kämmen und Ohren gucken momentan die oberste Priorität sind, musst Du entscheiden.

    Deine Bitte nach einer Anleitung, wie jetzt vorzugehen ist, kann ich nachvollziehen. Wird Dir aber keiner geben. Das musst Du für Dich und Deinen Welpen ausmachen. Du kennst sie doch jetzt schon. Dazu ein bisschen gesunden Menschenverstand und Bauchgefühl und dann wird das!

    Jetzt den Auslauf aufzubauen und sie dann 1,5h da zulassen und Du gehst weg, kann nichts werden! Dasselbe mit der Box. Man steckt doch kein Lebewesen, vorallem kein Baby in eine Situation und erwartet, dass es einfach sofort funktioniert. Das muss Dir aber doch bewusst sein? Von sie latscht Dir permanent hinterher, zu ich stopf sie da rein und guck alle paar Stunden nach ihr, ist vielleicht ein bisschen krass. Ein seichterer Übergang wäre vielleicht zielführender!