Beiträge von Enterprise

    Hallo ihr Lieben,

    ein kurzes Update: Ich habe die Zusage und habe mich jetzt mit dem künftigen Arbeitgeber auf 35 (statt 40) Stunden verständigt - inklusive ein Tag Home Office. Wir werden dann einfach ab Herbst rumprobieren, welche Konstellationen gut funktionieren (zum BEispiel, dass der Mann und ich leicht versetzt zur Arbeit gehen und der Hund damit nicht so lange alleine wäre).

    Was ist denn eurer Erfahrung nach so das Maximum, worüber man besser nicht gehen sollte beim Alleinlassen? Oder gibt es sowas gar nicht?

    Gassiverweigerung hatten wir heute auch. Normalerweise ist es ein klares Zeichen fürs Rausgehen müssen, wenn Nemo sich in den Türrahmen meines Arbeitszimmers setzt. Also hol ich Leine und Zeugs und will zur Tür raus, da legt er sich wieder hin. Selbst als ich schon selbst vor der Tür bin und ihn rufe, zieht er nur eine Augenbraue hoch, als wolle er sagen "Dein Ernst????".

    Das war gegen viertel vor zwölf. Jetzt sind es knapp 30 Grad laut wetter.com draußen und er liegt irgendwo in der Wohnung rum. Der kühle Kong konnte immerhin etwas reißen, aber ansonsten erspar ich ihm das Draußen erstmal bis zum späteren Abend.

    Morgen fahr ich mit ihm in unseren Garten, dann kann er dann in seinen Pool springen. Soll ja wohl noch heißer werden.

    Ich finde es grundsätzlich wichtig, dass das Kind nach der Schule eine Möglichkeit hat, mit jemand zu kommunizieren, falls gewünscht. Das war bei uns zuhause auch so gelebte Praxis. Das muss ja nicht unbedingt die Mama sein, sondern kann grundsätzlich auch der Papa sein. Aber m.E. muss man da auch ein wenig aufs Kind schauen, wie die Bedürfnisse sich da so entwickeln. Das ist individuell sicher sehr verschieden und da will ich nicht grundsätzlich eine Aussage treffen.

    Hier ist es so, dass unsere Tochter einfach gewohnt ist, dass meist jemand da ist - aber das eigentlich gar nicht mehr "nutzt". Wir haben nach der Schule meist eine gemeinsame Kaffeepause etabliert, aber auch die will sie nicht an jedem Tag haben. Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass in der 7. Klasse (noch G8) wesentlich mehr Unterricht am Nachmittag stattfindet als jetzt. Aber das weiß ich dann erst im September. Wie auch immer: Hier ist es eigentlich so wie von @Maxzimmer beschrieben: In der Regel findet die Tochter es wesentlich interessanter, wenn sie allein zuhause ist und ich erst später komme, weil ich zum Beispiel auf Außenterminen bin. Dazu kommt der Sport und das ziemlich häufige spontane Verabreden mit Freundinnen.

    Insofern ein klares Ja, was das Organisieren rund um den Hund angeht - da sehe ich auch eher die "Priorität".

    Das mit der Mittagspause ist so eine Sache. Zum einen ist es in aller Regel so, dass man nicht länger als sechs Stunden am Stück (im Betrieb) arbeiten darf, sonst muss man Pause machen (bzw. bekommt sie abgezogen). Zum anderen ist die Mittagspause zumindest in einer anderen Abteilung des Unternehmens, die mir durch Aufträge gut vertraut ist, etwas, das gemeinsam gemacht wird. Deswegen muss ich jetzt mal die Personalerin fragen, wie wir da die exakte Stundenaufteilung vornehmen müssten/könnten, damit das mit dem Abzug nicht passiert. Kann man ja auch flexibel halten, das man einmal in der Woche mit essen geht oder so.


    Ich tue mich daher sehr schwer das "normal" zu finden, sein 11-jähriges Kind tagtäglich den ganzen Nachmittag alleine und somit sich selbst zu überlassen.
    Nicht umsonst muss ein Mann seiner Frau Ehegattenunterhalt zahlen bis das Kind 12 Jahre alt ist, damit die Frau beim Kind zuhause sein kann und nicht Vollzeit arbeiten muss damit das Geld reicht.

    Nöh. Muss er nicht. Unterhalt zahlen muss man nur für ein Kind, alles andere lässt sich vertraglich auch anders regeln. Aber das ist jetzt OT ;-) Und ob ich jetzt ein solches Rollenmodell grundsätzlich unterstützen wollen würde, auch.

    Wie gesagt. Ich halte es für ein Kind in der weiterführenden Schule durchaus für zumutbar, auch mal allein zu sein. Zumal die Kinder es in dem Alter ja auch einfordern. Es ist ja durchaus normal, dass beide Elternteile arbeiten. Und ab einem bestimmten Alter ist es ohnehin nicht mehr interessant, ob Papa oder Mama zuhause sind.

    Noch zum Thema Flexibles Arbeiten: Home Office wird fast von der ganzen Abteilung genutzt, in der Form, dass ein Tag zuhause verbracht wird. Ich hatte den Eindruck, dass der Abteilungsleiter lieber andere Modelle hat - und genau da will ich anknüpfen. Also zum BEispiel jeden Tag eine bestimmte Stundenzahl Präsenz und den Rest zuhause.

    Und nein, ich brauche den Job nicht. Es wäre interessant, toll, aber angewiesen bin ich darauf in der Tat nicht. Das war eher Zufall jetzt. Insofern werde ich einfach noch ein bisschen handeln.

    Erstmal danke bis hierher für euren vielfältigen Input!

    @Sambo71 Nein, einen Garten haben wir leider nicht, zumindest nicht hier in der Stadt.

    @Doxiepoo Das wäre dann wahrscheinlich die Haftpflichtversicherung, die zuständig wäre, oder? Gute Idee, ich frage mal nach. Andererseits will man natürlich auch keine schlafenden Hunde wecken... VIelleicht steht davon ja was in den AGB.

    @Beaglebine Das "Nachbauen" ist im Prinzip keine schlechte Idee. Aber praktisch ist es ja so, dass ich jetzt meine Arbeit erledigen muss - und das geht natürlich nur von zuhause aus in aller Regel. Deswegen dürfte das etwas schwierig werden. Allein sein an sich kann er glaube ich ganz gut, er ist kein Hund, der währenddessen Dinge zerstört oder das Haus zusammenjault. Er wartet einfach und döst, so ist mein Eindruck.

    Das mit dem Auslasten halte ich eigentlich jetzt schon so, weil natürlich auch Home-Office für Nemo bislang bedeutete, dass er während meiner Arbeit Ruhe zu halten hatte. Er ist häufig noch nicht mal im gleichen Raum gewesen, sondern liegt meist im Flur. Insofern können wir da sicher dran anknüpfen - vielleicht muss man einfach ein paar Dinge auch auf sich zukommen lassen. Ich werde das aber im Auge behalten und das Dummytraining noch regelmäßiger einbauen.

    @Dackelbenny und @CubeQueen Die Tochter geht ab dem Herbst in die 7. Klasse und dann auch nicht mehr in die OGS. Sie ist dann - je nach Stundenplan, den ich natürlich noch nicht kenne - möglicherweise auch hier und da zuhause mit dem Hund allein. Aber das ist ja jetzt auch schon so, ich sehe da überhaupt keine Probleme. Den rechtlichen Aspekt habe ich da jetzt nicht so gesehen.

    In der Tat würde ich das mit dem RAusgehen auch nicht zur REgelmäßigkeit werden lassen, sondern eher für den NOtfall (so hat sich das hier eingeschlichen, der Hund hatte dringende Bedürfnisse angezeigt udn das Kind ist dann mit ihm raus, weil ich nicht da war). Sie hat dafür außerdem einige Regeln - und der Regelfall sollte dann eher der sein, dass ich dann mit dem Hund gehe, wenn ich wieder komme.

    Das mit der Flexibilität ist ein gutes Stichwort, wir haben uns da jetzt ein MOdell überlegt, das ich vorschlagen will. Das würde ganz gut passen und im Bestfall wäre der Hund sogar nur 4-5 Stunden allein.

    Ich merke aber gerade: Es ist immer gut, wenn auch mal andere drauf gucken. Denn gerade, während ich das schreibe und ihr mich nach der Kinderbetreuung fragt, fällt mir ein, dass unsere Kindersitterin (die wir kaum noch brauchen) auch mit Hund rausgegangen ist. Das wäre eine gute Option, der Hund kennt sie, sie kommt mit ihm klar und wir hätten etwas für den Notfall. Wie heißt es so schön: Gut dass wir drüber gesprochen haben :bindafür:

    Wenn deine Tochter da ist, um den Hund kurz rauszulassen, würde ich das durchaus möglichst täglich nutzen. Denn auch wenn er gut lange einhalten kann, ist es doch auf Dauer gesünder für Blase und Prostata, wenn er das nicht täglich (außer nachts ) tun muss.

    Das ist richtig und sie macht es auch gern. Aber ich weiß halt nicht, wie das mit der Haftung aussieht (die Tochter ist erst elf).