Beiträge von *Sascha*

    Cörki,
    so mal ins blaue, weil man ja doch immer die Situation gesehen haben und HF und Hund kennen müsste.

    Deine Schilderung hört sich für mich nach einem total unausgelasteten Hund, der auch nie gelernt hat zur Ruhe zu kommen und nach einem überforderten und inkonsequenten Hundeführer an.
    Da gab es wohl ein paar Probleme mehr als "nur" das Leinenproblem.

    In deiner geschilderten Situation hätte man das Aufmerksamkeitstraining bereits beginnen müssen, BEVOR die Haustür aufgeht. Ich öffne dem Hund doch nicht die Tür, wenn er nicht auf mich konzentriert ist und er auch noch ruhig vor der geöffneten Tür stehen würde. Dann würde ich definitiv einen solchen Hund nicht noch durch Spaziergehrufe auf 180 bringen, sondern mir die Leine schnappen und ZUM Hund gehen. Regt er sich auf -> Leine wieder weg.
    AUßERDEM ganz wichtig, den Hund vor Übungseinheiten bereits in Haus und Garten auslasten. Ebenso einen gesteigerten Wert auf Bleib-Übungen legen. etc. pp.

    P.S. Und was sollte das ständige SITZ? Kommandos sollte man nur geben, wenn der Hund sie auch ausführen wird/kann. Das gilt für SITZ genauso wie für KOMM. Der Hund soll doch nicht sitzen, sondern er soll sich auf dich konzentieren. Erst wenn die Konzentration da ist, können Kommandos folgen!

    Einmal staffys und auch agils Beiträge fett unterstreichen will. :gut:

    Und noch kurz eingeworfen:
    Die meisten "Probleme" manifestieren sich nur, weil der Hundeführer gerade keine Zeit zum trainieren hatte.
    Warum lässt man seinen Hund überhaupt erst länger als einen Wimpernschlag ziehen?

    Zitat

    Recourcen verteidigen, ne, das kann man nicht so sehen. Oft wird auch rangniederen Wölfen das Futter nicht weggenommen.

    Für Wölfe stimmt das auch, ABER Hunde sind keine Wölfe. Gerade darin, dass Hundegruppen im Gegensatz zu Wölfen eine ausgeprägte Futterrangordnung haben, unterscheiden sie sich sehr.

    Futterverteidigung lasse ich nicht zu, genausowenig aber auch Vertreibung vom Futter. Und dass mein Hund entscheidet, wer mit mir Kontakt aufnehmen darf? Nö, das wäre ja noch schöner.

    Ich dachte, du hast es aus dem Sitz versucht? Dann kann sie doch gar nicht rumlaufen :gruebel:
    Ich hab es immer so gemacht, dass ich die Hand wirklich solange unter die Schnauze gehalten habe, bis der Hund ganz wild auf das Leckerli war und es schon versuchte unter dem Daumen rauszulutschen und dann eben langsam heruntergeführt, die Schnauze sozusagen in der Hand. Wenn deine aufsteht, dann war deine Hand viel zu schnell am Boden.

    Leckerli in die Flache Hand nehmen, Daumen drauf und dem Hund unter die Schnauze halten. Hand langsam nach unten führen und auf dem Boden umdrehen -> Hund muss sich hinlegen um ans Leckerlie zu kommen. In dem Moment Hand umdrehen, Leckerli freigeben und "PLATZ".

    Wie alt ist dein Hund? Für einen jungen Welpen wäre das ein völlig normales Verhalten, da er sich eben noch nicht weit von seinem Zuhause entfernen mag.

    Irgendwo habe ich da schon mal einen Beitrag zu geschrieben.
    Wenn dein Hund zurück bleibt bau ein wenig Druck mit der Leine auf, nur so, dass es ihm gerade ein bißchen unangenehm ist und dann warte ... Wahrscheinlich wird er sich dann erst versuchen durch Gegendruck zu entziehen, sitz das aus und warte weiter ... solange bis er einen Schritt in deine Richtung macht, anfangs reicht auch schon eine Gewichtsverlagerung. SOFORT Leine locker und loben. Wahrscheinlich musst du dir so erstmal die ersten Schritte erarbeiten, aber jedesmal klappts ein bißchen schneller.

    Ja Steffen, das ist ein Unterschied, aber für dich. Dein Hund fühlt sich immer nur einfach gestört und wird deswegen genau das Verhalten zeigen, von dem er meint, dass es ihm das angenehmste Ergebnis bringt.

    Klar ist das Knurren ein völlig normales Hundeverhalten, aber der Hund soll ja lernen, welches Verhalten für ihn zielführend ist.
    Wenn er also knurrt und die Kinder lassen ihn daraufhin in Ruhe, lernt er doch gerade, dass Knurren (d.h. offensives Verhalten) Erfolg hat. Was ist, wenn das nächste Mal das Kind gerne an den Schrank möchte, der Hund aber davor liegt und sich gestört fühlt? Ist das dann auch noch in Ordnung, wenn er knurrt?
    Lernt er aber, wenn er knurrt muss er seinen Platz räumen, so war das Knurren für ihn nicht zielführend, ihm wird aber ebenso eine Handlungsalternative gezeigt, nämlich sich den Kindern durch weggehen (defensives Verhalten) zu entziehen.

    Nee, das ist nun wirklich nicht mit dem Spielknurren zu vergleichen.

    Klar müssen die Kinder lernen dem Hund seine Ruhe zu lassen, trotzdem darf er sie aber nicht gleich anknurren. Richtiges Verhalten des Hundes wäre für mich gewesen, er hätte das Sofa verlassen und sich eine andere Ecke gesucht.

    Deswegen wäre er bei mir hochkant vom Sofa "geflogen". Und den Kindern hätte ich einen längeren Vortrag zum Thema Respekt gehalten.