Beiträge von *Sascha*

    Bleibt von allein stehen, setzt sich oder legt sich.

    da würde ich mit meinen Hunden umdrehen^^, weil das keine wirklich positive Reaktion Deines Hundes ist.

    Ja, auf einen verharrenden bzw. sich hinlegenden (lauernden) Hund würde ich auch niemals weiter zugehen, solange er nicht festgehalten wird und zwar egal wie sozialverträglich mein eigener Hund ist.

    Vielleicht haben wir hier ja den Grund gefunden, warum Rabe sich so häufig der Aufforderung des Anleinens/Festhaltens ausgesetzt sieht, obwohl aus seiner Sicht gar kein wirklicher Handlungsbedarf besteht.

    Es gibt doch kein Kontaktverbot. Man kann sich doch in Hundeauslaufgebieten treffen und diee Hunde spielen lassen. Man kann auch spontan oder abgesprochen in der Gruppe spazieren gehen und man kann auch mit zufälligen Begegnungen nach Absprache einen Kontakt eingehen. Das einzige, was hier gefordert wird, ist, dass man dabei bitte nicht ungefragt Dritte involviert. Und dann gibt es doch auch noch so eingezäunte Miniflächen, die gut überschaubar sind. Die kann man doch auch nutzen, wenn man noch keine ausreichende Kontrolle über seinen Hund hat.

    Es geht hier lediglich darum, dass man seinen Hund nicht ungefragt zu jedem vorbeikommenden Hund hinlaufen lassen sollte, ohne dass man dies vorher abgesprochen hat.

    Ich finde es aber bedenklich wieviele Hunde offenbar auch auf weitläufigen Flächen und mit viel Platz zum Ausweichen selbst mit gelegentlichen Artgenossenkontakt überfordert sind. Ich kenne das aus meiner Umgebung nicht in dem Ausmass, wie es hier verkündet wird, und denke, es ist grösstenteils menschengemacht.

    Es geht tatsächlich auch anders.

    Naja, ich habe mich nun an die geschilderten Bedingungen gehalten. Man läuft durch ein weitläufigeres Gebiet und muss mit regelmäßigen Kontakten mit verschiedenen unbekannten Hunden rechnen. Die einzige Bedingung ist, dass die Hunde nicht beschädigend beißen dürfen. Das heißt mein Hund muss in der Lage sein jedem noch so aufdringlichem, prollenden, mobbendem, jagendem oder Streit suchendem Hund so zu begegnen, dass es nicht zu einer unschönen Situation kommt. Mindestens so lange, bis ich den anderen Hundehalter zum hoffentlich funktionierenden Abruf auffordern konnte. Selbst wenn die Mehrheit der Hunde hier mit der überwiegenden Mehrheit der Begegnungssituationen gut klar kommt, ist die Anforderung auf einer solchen Freilauffläche, dassbsie bitte mit allen erstmal klar kommen müssen, da hat keine Auswahl erfolgt. Deswegen beißt sich die Feststellung für mich gar nicht. Die meisten Hunde sind sehr wohl in der Lage mit den meisten Hunden gut zu Kontakten, aber dievwenigsten werden das wirklich immer können. Mein alter Hund Sascha hatte eine wirklich hohe Sozialkompetenz und ich habe nie erlebt, dass er jemals einen Streit gesucht hätte oder mit einem anderen Hund von seiner Seite aus nicht kompatibel gewesen wäre und twar ohne dass ich da etwas in der Situation hätte steuern oder verbieten müssen. Aber trotzdem kam es drei oder viermal in seinem Leben zu einer Rauferei und zwar, weil der andere Hund ihn nicht dulden wollte. Wenn wir hier schreiben, dann gehen wir hier nicht bon den überwiegenden völlig unproblematischen Kontakten aus, sondern wir erinnern uns an die Kontakte, die eben nicht gut liefen und genau die möchten wir vermeiden und unseren Hunden nicht zumuten. Warum auch? Was ist so schwer daran, wenn sich Hundehalter vor einem direkten Kontakt ihrer Hunde miteinander abstimmen.

    Bei uns in der Hundeschule lernen alle Hunde, dass sie natürlich mit fremden Hunden kommunizieren dürfen, aber für eine direkte Kontaktaufnahme eine Freigabe notwendig ist. Das macht das Leben aller so viel entspannter und einfacher.

    Ich finde die Frage recht schwierig, weil ich mit Timur natürlich solche Flächen nicht aufsuche. Wahrscheinlich würde ein Großteil der Hunde ihn aufgrund seiner Präsenz sowieso meiden. Hündinnen und auch die allermeisten kastrierten Rüden sind in der Regel immer unproblematisch. Bei intakten Rüden ist es unterschiedlich. Es gibt durchaus auch größere Rüden, denen er Respekt zollen kann und deeskaliert, kleinere Rüden nimmt er in der Regel nicht als Konkurrenten wahr. Problematisch sind in der Regel prollige Rüden bzw. Rüden, die sich aus seiner Sicht nicht angemessen benehmen oder sogar aktiv Streit suchen. Ich habe tatsächlich noch nie gesehen, dass Timur da jemals nachgegeben hätte. Diese Konfrontationen werden daher durch mich verboten und dann lässt er es auch.

    Ganz grundsätzlich lasse ich aber nur sehr selten Begegnungssituationen zu, da ich hier gar keinen Mehrwert sehe und bei Timur immer zu berücksichtigen ist, dass er rassetypisch je größer die Gruppe ist, in der wir laufen, er fremde Hunde eben auch als fremd betrachtet.

    Wir gehen aber z.B. sehr gerne in der Gruppe spazieren und hier auch mit ihm fremden Hunden und auch ihm eher unsympathischen Rüden. Das ist kein Thema und er macht das sogar sehr gerne. Allerdings nicht, weil er "spielen" will, sondern weil er dabei seinen rassetypischen Neigungen also der Sicherung nachgehen kann.

    Das was typischerweise als Hundefreilaufkontaktverhalten bezeichnet wird, beschränkt sich bei ihm auf ein Abchecken der Hündinnen auf Läufigkeit. Danach liegt sein Fokus wie immer und überall im außen. Seine Gruppe, seine Verantwortung. Sind alle Hunde damit beschäftigt sich miteinander oder mit ihren Besitzern zu beschäftigen, so kehrt er ihnen den Rücken zu und beobachtet die Umgebung.

    Ich finde es ja etwas irritierend, dass Hunde, die im Freilauf sicher unter der Kontrolle ihres Besitzers stehen als problematisch gelten, weil sie evtl. aus irgendwelchen Gründen keinen oder nur ausgesuchten Kontakt zu Artgenossen haben sollen. Dagegen Hunde, die im Freilauf scheinbar nicht immer kontrollierbar sind bzw. ganz aktiv und ohne Erlaubnis andere Hunde und ihre Halter aufsuchen und diese belästigen, die unproblematischen sein sollen?

    Würde mein Hund einfach zu fremden Menschen, Hunden oder anderen Tieren hinlaufen, dann würde ICH das als Problem wahrnehmen. Hat dagegen jemand seinen Hund an der Leine oder hält seinen freilaufenden Hund einfach nur unter Kontrolle, dann tangiert mich das als Passant ja überhaupt nicht, ergo sehe ich da keinen problematischen Hund.

    Als Reiter habe ich gelernt, dass man beim Passieren anderer Menschen in den Schritt durchpariert, einen angemessenen Abstand hält UND den netten Gruß nicht vergisst. An diese einfachen Umgangsformen halte ich mich auch sonst. Ob mit dem Pferd, dem Auto, dem Fahrrad, dem Hund oder als einfacher Spaziergänger.

    In diesen 20/40 Fragebögen steht übrigens auch dass man sich bei einer Rauferei zwischen zwei Hunden nicht einmischen sondern sich von den Hunden entfernen soll.

    Von daher ist es nicht verwunderlich wenn "sachkundige" Hundehalter erst eingreifen wenn es zu spät ist.

    Das ist jetzt nicht auf Rabe gemünzt, viel mir nur gerade ein zu dem Thema.

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    Vielleicht sollte man neben Kotbeuteln auch immer einen passenden Plastiksack mitnehmen um den Hundekadaver einzutüten.

    Ja und? Das dient dem Eigenschutz und ist mMn als allgemeiner Rat an einen durchschnittlichen Hundehalter durchaus richtig und berechtigt. Jeder kann trotzdem individuell anders handeln und sich selbst in Gefahr bringen, das tue ich durchaus auch, aber das ist dann eine individuelle persönliche Entscheidung mit der man sich erstmal einfach nur selbst in Gefahr bringt und das häufig auch unnötig. Was nicht abstreitet, dass das Eingreifen auch Hundeleben retten kann oder den Hund vor schweren Verletzungen schützt, wenn tatsächlich eine Verletzungsgefahr vorlag.

    Im NRW 20-40er Sachkundenachweis gibt es unter der Rubrik Recht übrigens eine Frage, die genau auf die Frage, ob in Hundeauslaufgebieten grundsätzlich spielerische Kontakte zwischen den Hunden zuzulassen sind, eine Antwort gibt.

    Frage: Unter welchen Umständen kann ich meinen Hund in der Öffentlichkeit mit anderen Hunden spielen lassen?

    A. Im Hundeauslaufgebiet immer.

    B. Wenn ich mit dem anderen Hundehalter abgeklärt habe, dass Spielkontakt erwünscht ist und beide Hunde frei laufen können.

    C. Niemals an der Straße, an der Leine oder wenn sich andere Menschen oder Tiere durch die spielenden Hunde belästigt fühlen oder gefährdet werden könnten.

    D. An der Straße nur, wenn die Hunde an der Leine sind. Sie könnten sonst beim Spielen auf die Fahrbahn laufen.

    Richtige Antworten: B und C

    Falsche Antworten: A und D

    Irgendwo schließt sich hier ja auch der Kreis zum anderen Thread und der Frage danach, warum es wohl Hundehalter gibt, die durchaus Freilaufflächen aufsuchen, aber eben nicht den Kontakt zu jedem anderen freilaufenden Hund suchen.

    Und du bist immer noch der Meinung, dass es schön wäre unsere Hunde mal "spielen" zu lassen?

    Ich kenne meinen Hund, ich weiß mit welcher Art Hund er in Streit geraten wird, wenn der andere Hund ihm den Kontakt aufzwingt und nein danke, darauf kann ich verzichten. Es hat mich viel Mühe gekostet, dass er bestimmte Typen Hund auch im Freilauf nach Verbot auch auf gemeinsamen Spaziergängen ignorieren kann. Aber die Voraussetzung dafür ist, dass auch der andere Rüde keine übergriffigen bewegungseinschränkenden Verhaltensweisen zeigt.