Beiträge von *Sascha*

    Finde ich ja gerade lustig McChris
    Ich schreibe normal langsam und du zügig ohne Hektik und ich glaube, wir meinen beide das Gleiche, hatten nur unterschiedliche Bilder im Kopf.
    Dass sich HSH an Hunde gewöhnen, die regelmäßig vorbeilaufen, das kann ich bestätigen. Sowohl an die Unauffälligen, die dann nur noch eines Blickes gewürdigt werden, als auch die Auffälligen, die dann ritualisiert und grollend den Zaun entlang begleitet werden.
    Bei 2m Abstand zum Spazierweg, fände ich es aber eher verwunderlich, wenn die Hunde auf einen fremden Hund nicht deutlicher reagieren würden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Hunde bisher fast nur Erfahrungen mit rücksichtsvollen Hund-Halter-Gespannen gemacht haben, ist ja eher gering, leider.

    Wenn du nicht vorbeigehen musst, also es für dich keinen Aufwand bedeutet, da nicht vorbeizugehen, dann würde ich das auch nicht machen. Das heißt aber nicht, dass du nicht vorbeigehen darfst oder kannst, aber man muss ja auch nicht unnötig Stress provozieren. Wenn du vorbeigehst, dann nimm deinen Hund auf die abgewandte Seite, halte ihn kurz und gehe mit möglichst großem Abstand normal langsam vorbei und sprich die Hunde nicht an.

    So ist es, dass man sich über die Forderung den Hund NACH dem Vorfall direkt vor Ort durch die Polizei zu erschießen, empört, hat nichts, aber auch gar nichts mit der Frage zu tun, ob man eine Euthanasie dieses Hundes befürwortet.
    Ich habe das für mich ja schon häufiger hier beantwortet, Beutefangverhalten gegenüber Menschen geht für mich überhaupt gar nicht.

    Wahrscheinlich irgendwann mal in der Vergangenheit durchaus reagiert, dann lange Zeit nicht - und plötzlich hüpfen 45+ Kilo in die Leine.

    Wer dann nicht richtig aufpasst, hält den Hund nicht mehr.

    Oder der wahrscheinlichere Fall. Hund reagiert immer, aber Besitzer kann ihn normalerweise halten und geht solchen Situationen normalerweise aus dem Weg. Und von Maulkörben hat man halt noch nix gehört.
    Kann aber natürlich auch sein, dass ihr Recht habt und der Hund bisher immer eher unauffällig war und jetzt plötzlich aus dem Nichts attackierte.

    Das macht auch Sinn. Schau doch mal wo SinL oder Hellhoundfoundation so ihre Hunde her haben. Richtig, auch aus Tierheim. Warum? Die Frage beantwortet sich glaube ich von selbst.

    Es macht doch auch Sinn, schwierige Hunde auszugliedern und entsprechende Trainer zu bezahlen, die professionell und gezielt mit diesen Hunden arbeiten.
    Seit ein paar Jahren gibt es z.B. auch die Initiative Tierheimcoaching (Link: Initiative Tierheimcoaching). Bei der Initiative geht es explizit darum die Mitarbeiter im Tierheim zu schulen, auch selbst mit aggressiven Hunden arbeiten und sie einschätzen zu können und bietet eine spezielle Workshopreihe an. Und auch einige andere Trainer fahren regelmäßig in Tierheime um Einschätzungen vorzunehmen und Tierheimmitarbeiter entsprechend zu schulen.

    Eine Hund der getötet oder schwer verletzt hat, der gehört für mich durchaus eingeschläfert und nicht auf Lebenszeit verwahrt.

    Um diese Hunde dreht sich mMn auch die Problematik gar nicht. Es gibt sicherlich auch Grenzfälle, wo ein Tierschutzverein oder ein Trainer privat entscheidet einen Hund nicht mehr zu vermitteln, aber trotzdem nicht zu töten, sondern einfach zu behalten, weil man die entsprechenden Bedingungen bieten kann. Viele Trainer haben in ihren Zwingeranlagen solche Hunde. Gerade für manchen HSH am Ende nicht die schlechteste Option. Das Problem sind ja die Hunde, die man vermitteln könnte, wenn es genügend geeignete Stellen gäbe. Also die Hunde, die im Tierheim oder beim Trainer sitzen, dort ein relativ normales Hundeleben habe, aber häufig jahrelang auf eine Vermittlung warten oder auch nie vermittelt werden

    Zitat

    Aber wohin mit jenen, die durchaus ein nächster Kandidat sein könnten. Und zwar bevor jemandem was passiert. Und die gehören eben für mich nicht kategorisch getötet.


    Es gibt ja durchaus eine Infrastruktur, diese Hunde aufzufangen. Es sind nur einfach zu viele Hunde und mMn kann es eben mittelfristig keine Lösung sein, noch mehr Plätze bereitzustellen. Denn für mich gehört doch auch die Chance auf eine Vermittlung auch irgendwie dazu. Es kann doch nicht die Lösung sein, Hundeabgabezentren einzurichten, in denen die unerwünschten Hunde dann von Tierpflegern betreut werden und das alles wird dann durch die Allgemeinheit bezahlt?

    Danke *Sascha*

    Es geht um Präventation für eben diese genannten Hunde. Zum Schutz der Allgemeinheit bevor es zu einem schweren oder gar tödlichen Vorfall kommt!!!

    Ich spreche von den bissigen Langzeitinsassen im Tierheim oder bei entsprechenden Trainern. Ich spreche nicht über die Hunde, die zu gefährlich sind, sie jemals zu vermitteln.
    Wobei eben dieses "zu gefährlich" sicherlich hier unterschiedlich eingeschätzt wird. Ich sehe nur nichts von diesen angeblich 1000en von Hunden, die in den Tierheimen nur geschiebert werden können. Ich kann aber auf jeder Tierheimseite Langzeitinsassen finden, die Beißvorfälle hatten und situativ beißen würden. Die aber, wenn die Gegebenheiten stimmen, gut händelbar sind, normal in der Gruppe Spazierengehen (auch durch belebte Innenstädte) und ein Vertrauensverhältnis zu ihren Bezugspersonen aufbauen.

    auf Steuerkosten

    Die Frage ist auch, wer soll das alles bezahlen?


    Die das befürworten, fragt mal zum Spaß jemanden, der ein kleines, mittelständisches Gewerbe hat und selbstständig arbeitet, was das Finanzamt so an Steuer von ihm will. Ich red gar nicht von Sozialabgaben für Angestellte. Der springt euch ins Gesicht.

    Meiner Meinung nach geht es immer noch darum, die Anzahl dieser Hunde, die auffällig abgegeben werden, zu verringern. Eben genau damit privater Tierschutz funktionieren kann und nicht die Menge der Hunde eine individuelle Hilfe unmöglich macht.
    Und ich rede hier von den Hunden, die situativ zubeißen, teilweise unverträglich mit Artgenossen sind, eher nicht zu Kindern oder anderen Tieren in den Haushalt können, die keine Anfängerhunde sind, Hunde, die immer irgendwie auch gemanagt werden müssen, die aber unter den richtigen Umständen ein absolut lebenswertes Hundeleben auch bei Privatmenschen führen könnten, wenn man auf sie und ihre Bedürfnisse besser eingehen kann und den Erziehungsauftrag ernst nimmt.

    Ein Beispiel für eine Tierheiminitiative:
    Trümmis der Nation