Beiträge von DarFay

    Hundebett in eine geschützt Ecke stellen, sobald er knurrt/bellt dort hin schicken (das kann er wahrscheinlich noch nicht, also eine Hausleine an den Hund ran und ihn freundlich ins Hundebett führen). Damit nimmst du ihn aus der Situation und vermittelst zudem, dass DU das "Problem" in die hand nimmst.

    Möchte noch einmal betonen: Unterbindest du das Knurren, lässt er es irgendwann und geht zu Schritt 2 über - Zähne benutzen. Knurren ist gut, es zeigt ohne Verletzungsabsicht, dass etwas nicht stimmt.

    Hier wird auch gebellt, meist mit geschlossenem Schnütchen, das klingt sehr putzig. Ein Knurrer rutscht auch mal mit raus. Sie bellt im Alltag nur, um jemanden zu verbellen. Wer weiß was im Traum passiert.

    Meine alten Hunde waren auch alles Dobermänner. Manchmal kam ich heim und die Ohren waren schon unten sowie die Rute, weil sie ein Kissen o.ä. kaputt gemacht haben und wussten dass es falsch war.

    Bevor noch mehr Leute mit einem Facepalm reagieren:

    Mir ist bewusst, dass meine Hündin nicht wusste das es falsch war und dass sie auch kein schlechtes Gewissen o.ä. hatte. Es hat nur immer so gewirkt 🤷

    Lass dich nicht vergraulen. Es kommen aktuell recht viele Forenthemen, die ähnlich sind wie deiner oder Rassen, die in falschen Händen landen (Coronahundeflut). Die Leute im Forum sind alle schon etwas angekratzt.

    Maja wird erwachsen und lässt sich nicht mehr alles gefallen. Dazu kommt ihr ungünstiger Rassemix, der zwei sehr unterschiedliche Hunde vereint und somit innere Konflikte erzeugen kann (Labbi will hin, Aussi will eigentlich weg/sonst Aggression - inneres Problem).

    Es heißt auch immer, wenn sich 2 Hündinnen richtig verkrachen, ist das eine lebenslanges Problem. Mit Pech werden die Angriffe mehr und mehr, Verletzung gab es ja bereits mehr als 1x. Das heißt: Eine abgeben oder für immer managen. Wahrscheinlich kommt ihr nicht drum rum, noch viel viel viel mehr selbst in die Hand zu nehmen. Eventuell auch getrennt Dinge zu machen (nicht mehr gemeinsam in den Garten etc.). Nie mehr gemeinsam allein lassen.

    Die Theorie der Rangordnung ist grundlegend Mist. "Rangordnung" variiert übrigens auch je nach Situation und Thema. Mal ist bei dem einen Hund A Vorreiter, mal Hund B bei was anderem. Das ist kein starres System. Und klar, anfangs darf der Althund nicht zu kurz kommen, man zeigt ihm, dass er durch den Neuling keine Nachteile hat. ABER das schleicht sich eigentlich aus. Am Ende sind alle gleich viel wert und du hast das Sagen und teilst fair ein. Auch das unfaire Bevorteilen kann Auslöser sein, dass euer jüngerer Hund "schlechte Laune" gegenüber dem bevorzugten Hund bekommt. Irgendwann knallts dann.

    Ich zupfe mal die interessanten Fragen heraus:

    Welche Rassen hattest du vorher?

    Warum der Dobermann?

    Wie sieht euer Tagesablauf detailliert aus (Pipirunde, Gassi, Übungen, Spielzeit, Schlafen, Nachtruhe etc.)

    Edit: Ok, Frage 1 und 2 sind damit geklärt. Dann noch Frage 3.

    Zur Abgabe: Vorher nicht mehr groß was machen. Wenn die neuen kommen, allesamt einfach auf den Boden setzen und Holly schauen lassen. Passt die Stimmung, zusammen aufstehen und entweder gemeinsam Gassi gehen oder direkt zum Auto. Immer mehr den Fokus auf die neue Familie rücken. Sie steckt Holly dann auch ins Auto. Keine großartige Verabschiedung, aber auch nicht einfach verstecken. Da sein, aber ohne beim Tschüss noch groß knuddeln oder zu weinen.

    So liefs bei meinem Pflegehund. Ich weinte dann als er weg war. :tropf:

    Oder man geht gedanklich als "Pflegestelle" ran und peppelt das arme Ding mal 1 Jahr auf und versucht zu retten, was zu retten ist. Danach behält man den Schatz oder sucht mit viel Zeit und Adleraugen eine passende Familie. Falls man retten möchte und flexibel ist. Aber einfach wird so ein Wuseltier mit schlechtem Start ins Leben sicher nicht. Wahrscheinlich auch Probleme beim Alleinbleiben.

    Ich möchte auch noch in den Raum werfen, dass ihr keineswegs niemals einen Hund haben solltet! Viel mehr solltet ihr nach einem entspannten erwachsenen Hund Ausschau halten, der bereits mit seinen 4 Pfoten im Leben steht. Entweder von einer Pflegestelle, die das gut beurteilen kann (möglichst ohne riesiges Rudel, denn ihr haltet den Hund dann ja wieder allein, das verfälscht sonst meiner Meinung nach). Gut sind auch "Scheidungsopfer", die einfach durch Trennung und unverschuldet ihre Familie verlieren. Vielleicht einfach ohne Zeitdruck irgendwann noch einmal die Fühler ausstrecken. Oder ihr überlegt euch eine Rasse, die zu euch passt und schaut dann auf "Rasse in Not" Seiten, ob ein erwachsenes Tier ein Zuhause sucht.

    Aber Schritt für Schritt. Nur als kleine Anmerkung, weil ihr meintet, ihr seid nicht für Hunde geeignet. Das stimmt so nämlich auch wieder nicht.

    Evtl hab ich es überlesen aber kanntet ihr sie vorher? Oder kam sie direkt aus dem Ausland zu euch?

    Sie kam direkt aus dem Ausland zu uns. Wir haben sie direkt am Flughafen übernommen. Würde ich nie wieder so machen. Nie wieder! Inzwischen finde ich das fast schon ein bisschen verantwortungslos. Es wundert mich, ehrlich gesagt, dass mit dieser Methode nicht viel mehr schiefgeht. Aber vielleicht bekommt man das von außen auch bloß nicht mit ...

    Geht schon öfter schief. Viele Hunde, die weglaufen, sind genau diese Kandidaten. Schief geht es meist in Bezug auf Herdenschutzhunde, die so adoptiert werden. Nur landen diese gern unvermittelbar auf einem Gnadenhof. Als Junghund sind sie nämlich süße, flauschige Teddys, die aber zu eigenverantwortlichen Bären werden und nicht mehr in Stadt und Wohnung passen. Deine kleine Holly kann ja grundlegend nicht viel anstellen, außer eben wie jetzt, ein kleiner ruheloser Geist sein. Alternativ gibts noch die Hunde, die dann wochenlang nicht aus ihrer Hundebox kommen wollen. Im Forum hat man schon viel mitbekommen.

    Edit:

    Sie kam direkt aus dem Ausland zu uns. Wir haben sie direkt am Flughafen übernommen. Würde ich nie wieder so machen. Nie wieder! Inzwischen finde ich das fast schon ein bisschen verantwortungslos. Es wundert mich, ehrlich gesagt, dass mit dieser Methode nicht viel mehr schiefgeht. Aber vielleicht bekommt man das von außen auch bloß nicht mit ...

    Ich verstehe jetzt ehrlich gesagt nicht, was das mit dem Auslandstierschutz zu tun haben soll. Eure kleine ist erst 4 Monate alt und somit noch fast ein Baby. Die Probleme die ihr habt, sind ganz klassische Probleme bei einem heranwachsenden Hund. Die hättet ihr auch beim Züchter gehabt.

    Die wirklichen Probleme mit Hunden aus dem Auslandstierschutz kommen erst im Erwachsenenalter, wenn der Hund sein "wirkliches" Wesen auspackt. (Rassebedingt, bzw. genetische Veranlagung als Wundertüte).

    Und genau das, ihre genetischen Eigenschaften packt Holly ja erst später noch aus, falls sie Wachverhalten oder sowas mitbringt. Aber selbst da: Kleine Hunde sind grundlegen einfacher im Sinne der Sicherheit für andere zu halten.