Zur Stadtthematik wegen Büro: Meine Maus hats nie geschafft, in der Stadt klar zu kommen. Ich lebte in Berlin (Hintertür direkt im Wald und GartenInnenhof, Vordertür Stadt). Sie musste zwangsweise immer mal mit mir 5 Minuten bis zur Bahn laufen, um meine Eltern zu besuchen. Nach 2 Jahren war diese Strecke immer noch mit Stress verbunden (Öffis hingegen waren kein Problem). Bis heute ist jegliche städtische Strecke garnichts für sie. Kann also passieren, dass die Bürorunde nie gut laufen wird. Wie lange seid ihr denn im Büro? Vielleicht geht es sich ja aus, dass ihr vorher und nachher ins Grüne geht und im Büro eben nicht. Stadt ist schon hartes Programm mit viel zu vielen Reizen.
Beiträge von DarFay
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Irgendwie wieder ein Hund, wo ich mich frage, warum die Tierschützer sie in Einzelhaltung vermitteln. Ein Hund, der scheinbar noch nie was mit Menschen zu tun hatte und nun nur noch das vor der Nase hat. Da gehört ein souveräner Ersthund dazu, der zeigt, wie das neue Leben abläuft. Der zur Orientierung dient. Kein Wunder, dass Tierschutz so oft in Verruf gerät.
Ich drück die Daumen, dass ihr zusammenfindet. Meine nicht Angsthündin habe ich anfangs (6 Monate?) fast komplett in Ruhe gelassen. Sie hat beobachtet und beobachtet und beobachtet. Nähe hat sie sichtlich überfordert (Übersprungshandlung ohne Panik). Draußen gabs sehr oft Superleckerchen (Fleischwurst, Käse, Leberwurst). Wir saßen viel auf der Bank und haben andere angeschaut (mit Snacks nebenbei) oder waren im Wald, wo wir allem und jedem ausgewichen sind. Erst langsam wurden Distanzen abgebaut (nach einem Jahr lief man dann normal an allem vorbei). Sie hat nämlich auch Angst vor Fremdhunden (zeigt sich in Leinenaggression), bis heute. Schlecht sozialisiert lässt sich leider nachwirkend nur schlecht richten. Vertrauen über Distanz und Snacks brachte schrittweise Besserung. Niemand sieht heute mehr, dass sie eben keine sorgenfreue Welpenzeit hatte und in ihrem Kopf gern mal überreagieren würde. Alles Management. Also viel Erfolg und gaaaanz viel Tempo rausnehmen.
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#wedelnfürMia hat geholfen
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https://m.facebook.com/story.php?stor…149598455102061
Irre...
Wie kommt man auf die Idee in ein Tierheim einzubrechen und nen Hund übers Dach heraus zu bringen
Falls es wen interessiert: Hund ist wieder zurück im Tierheim, Dieb wurde gefunden.
https://www.deine-tierwelt.de/magazin/aus-ti…YHc87eToeW_A5ew
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Ich hab sogar als Mensch eure Wohnsituation noch nicht ganz verstanden.
Wie es da einem Hund geht, der seit einer Woche da ist und wahrscheinlich zuvor nicht in einem Haus und nicht mit so nahem Menschenkontakt gelebt hat, kann man nur mutmaßen.
Meine Vermutung: Sie hat noch genau keinen Plan, was das alles soll.
Was ich täte: dem Hund nur einen begrenzten Bereich zuteilen, in dem er aber auch sicher ist vor bedrängt werden.
Ein mir noch so unbekannter Hund würde bei mir nicht durch die Wohnung wuseln und dort dann "ständig" wechselnde Menschen treffen.
Ich würde auch nicht groß spielen oder sonstwas versuchen, sondern Alltag leben und Hund darf quasi zusehen, wird aber großteils in Ruhe gelassen.
Ob echter Straßenhund oder nicht: alleine das in einem Haus unter Menschen leben ist schon mal schräg genug, frisch verschleppt worden sein, keine anderen Hunde mehr, Daueraufmerksamkeit von diesen seltsamen Wesen mit der bis dato fremden Sprachmelodie, menschliche Anforderungen, die man erst verstehen lernen muss usw.
Eine Woche ist NICHTS. Da ist noch nicht mal der Transportstress aus dem System geschwemmt.
Ihr habt einen Hund Zuhause, den ihr nicht kennt, der euch nicht kennt. Ihr könnt sie noch nicht lesen, sie euch nicht.
Bei mir gäbe es die Welt in kleinen Dosen und Menschenkontakt nicht ganz so unbekümmert und schon gar nicht ein fremder Hund bewegt sich unter fremden Menschen einfach so in der Wohnung, bis wir uns besser kennen.
So ist es. Viel Ruhe und alles beobachten lassen. Meine Hündin hatte 4 Wochen rote Augen, weil sie alles aufsaugte und analysiert hat. Dabei war wirklich garnichts bei mir los, weder Besuch, noch Familie im Haus. Wir waren einfach gemütlich am Nichtstun. Die Draußenrunden hab ich übrigens nach Bauchgefühl angepasst. War sie sehr aufreget, schnüffelte lange an einer Stelle und man kam gefühlt kaum voran, gabs die 0815 Runde (fast 3 Monate Innenhof). Und an guten Tagen mit gut gelauntem Hund, gings mal in den Wald daneben (ca. 1x die Woche). Der war lange sehr spannend.
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Willkommen im Leben mit Hund!
Ich fühle mich bei deinen Texten wie zurück versetzt, als meine Straßenhündin aus Rumänien einzog. Habe damals auch viel gelesen und war am Ende teils verwirrt, was man nun wirklich macht.
Zum Bellen: Auslandshunde haben oft schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, besonders jene, die auch noch im Shelter saßen (das Einfangen kann recht brutal sein und traumatisch). Oftmals sind Männer wesentlich schlimmer für solche Hunde als Frauen. Bei euch könnten also 2 Dinge einwirken: Der Hund ist gegenüber fremderen Menschen (und Männern) hoch skeptisch, diese werden also verbellt. Zweitens steckt in vielen Rumänen Wach- und Schutzhund, da sie dort meist ausschließlich dafür gehalten werden. Wahrscheinlich hast du also einen Hund, der sein neues zuhause irgendwie verteidigen möchte, und zudem sehr unsicher dabei ist. Eine recht blöde Situation, da man solchen Angstaggressiven Hunden meist nicht ganz so schnell bei dieser Zwickmühle helfen kann. Da hilft nur zeigen, dass man alles Komische übernimmt. Dein Freund muss sich das Vertrauen erst erarbeiten (sie nicht anschauen, sich einfach in Entfernung mal auf den Boden setzen und nix tun, vielleicht paar Leckerchen zu ihr werfen, ohne zu schauen). Ansonsten möglichst Fremde vor allem Anfangs meiden (also KEIN Besuch die ersten Monate, der unnötig ist!) und ihr somit zeigen, dass du alles im Griff hast und sie solchen unheimlichen Menschen nicht ausgesetzt wird. Sowas dauert und geht womöglich nicht ganz weg (fehlende positive Sozialisation deines Hundes auf Menschen + Wachhund Gene).
Bellen bestärken?: Würde ich bei einem Hund, der jetzt schon zeigt, dass er mit Bellen blöde Dinge regeln will, NICHT unterstützen. Plane lieber so: Der Hund darf anschlagen (1-2 Mal Wuff), aber nicht hysterisch kläffen. Meine Hündin erfährt bei einzelnen unsicheren Bellern eine Bestätigung "Ok, Sunny. Ich habs gesehen" und dann führe ich sie aus der Situation weg. Wildes Kläffen wird mit "Nein" kommentiere und sie wird ebenfalls aus der Situation geführt. Anfangs, wo dein Hund die Begriffe natürlich nicht kennt, würde ich sie immer aus dem Stress retten. Sollte sie wie gesagt nur mal kurz Wuff machen (weil was komisch klang), loben und übernehmen (zB aus der Tür rausschauen, zurückkommen und mit "Alles ok" abhaken. Kläffen ebenfalls übernehmen, aber eben nicht fördern durch Lob.
Zum Fiepen: Meine Hündin hat sich anfangs nichts körpernahes getraut. Also habe ich alles, alles, alles gefördert, was sie irgendwann anbot. In jedem Buch steht, wenn nach dem Streicheln der Hund weitermachen will und z. B. mit der Pfote an dir scharrt, ignorieren! DU entscheidest. So ein Blödsinn, vieles passt einfach nicht zur Straßenhunden, was da steht. Das ich sowas nicht bei nem Labbi mach, der mich sonst den ganzen Tag mit seiner Pranke schlägt, weil er so kuschelfreudig ist, ok. Aber man sollte das immer auf die eigene Situation anwenden. Als meine anfing, beim Streicheln das Pfötchen zu nutzen, damit ich weiter mache, habe ich das IMMER unterstützt. Es war so toll, dass sie anfing, mir ihre Gefühle zu zeigen. Mein Pflegehund hingegen hat viel gefiept, was war schon anstrengend. Das habe ich wiederum nicht gefördert. Kommt immer darauf an, was man am Ende erreichen möchte und ob der Hund sowas nutzt, um zu übertreiben oder ob man zartes Verhalten fördert, das einem gefällt.
Ich hatte mir recht zügig eine Trainerin geholt. Das bietet für sich selbst Sicherheit und Ideen, die man umsetzt. Die Trainerin kann nämlich genauer erkennen, ob dein Hund eher ängstlich ist oder tatsächlich nur sein Territorium beschützen will. Mir gab das innerlich mehr Coolness, da man einfach nicht allein dasteht.
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Typischer Entzug, wenn du deinem Arbeitsjunkie nix mehr gibst, sucht er verzweifelt wo anders den Stoff (und zieht). Der Ausstieg ist nie einfach und ganz klassisch für engagierte BC-Neulinge. Nun entsteht für viele nämlich der Trugschluss "Er braucht mehr! Sonst langweilt er sich oder macht Blödsinn" und schon landet man wieder im Junkiekreislauf.
Darum ist Ruhe lernen die größte Herausforderung bei solchen Rassen. Wenn der Anfang dazu falsch gelegt wurde, wirds nun leider komplizierter (weshalb ein Trainer, der sich mit der Rasse auskennt, eine gute Stütze wäre). Wir hatten im Forum schon extreme Exemplare, die dann stundenlang hechelnd herumliefen und gar nicht mehr mit sich und der Welt klar kamen (wurde dann auch abgegeben, da der Hund wirklich psychisch komplett durch war). Also bitte ernst nehmen und womöglich Hilfe suchen. Der Entzug kann nämlich dauern und braucht eine gewisse Balance.
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Ich muss ja sagen, dass richtige Stehohren beim Collie irgendwie noch schöner aussehen, als die eigentlich gewollten Kippöhrchen.
Es ist nicht möglich, sowas gezielt in der seriösen Zucht zu finden, oder?
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Da ich recht eng gestrickt lebe, muss der Hund eigentlich gut passen. Damals wusste ich noch nicht, dass Rassen charakterlich so unterschiedlich sind und Tierschutzhunde aus dem Ausland so wundertütig sein können. Ich hatte den Trugschluss, dass mit Erziehung alles geht.
Mit DF hätte ich jetzt wahrscheinlich keinen Hund....
Meine Sunny war super anstrengend durch Leinenaggression und ist es heute noch gegenüber fremden Menschen. Aber sie ist mein größter Schatz. Es stört mich alles viel weniger als am Anfang. Management und Training haben sie rein äußerlich aber zum einfachsten Hund der Welt gemacht. Wir sind eben ein Team geworden, das Kleinigkeiten vom anderen lesen kann.
Wahrscheinlich zieht hier aber nur noch ein Rassehunde ein, der weder Mensch noch Hund blöd findet.
Einfach ein einfacher Wuschel.