Beiträge von DarFay

    Alleinbleiben ist quasi auf einen Raum begrenzt? Oder darf er überall herumtigern (sorry falls ich das überlesen habe)

    Du hast mich gestern noch auf was gebracht. Ich hab ihn bisher immer in mein Schlafzimmer getan, so wie Chako halt auch immer. Er war noch nie in der ganzen Wohnung alleine.

    Ich hab das gestern spät abends ganz kurz ausprobiert, und es hat geklappt.

    Heute hab ich das nochmal ordentlich ausprobiert und habe mein Handy aufzeichnen lassen. Ein mal 6 Minuten, und direkt nochmal 7,5 Minuten. Ich bin einfach aus der Tür heraus. Und er hat nichts gemacht! Gar nichts! Nicht mal gewinselt. Er stand zwar beide Male direkt vor der Tür, aber sonst nichts!

    Ich glaube ihm bereitet das "wegsperren" diesen Stress. Er war noch nie so lange alleine ohne etwas zu machen :shocked:

    Ach sehr cool. Das habe ich tatsächlich auch erst 1x gehört, dass die ganze Wohnung besser klappt. Sehr gut, sehr gut. Man muss eben viel probieren. Hoffentlich war das eine Schlüsselerkenntnis. :smiling_face:

    Heftig, heftig. Das wird kein leichtes Unterfangen.

    Alleinbleiben ist quasi auf einen Raum begrenzt? Oder darf er überall herumtigern (sorry falls ich das überlesen habe).

    Mir fiele noch ein (da er Futter ja scheinbar verweigert, was auf einen hohen Stresslevel hindeutet):

    • einen länger getragenen Pullover zu ihm legen, wenn man geht
    • Thundershirt, wird auch bei panischem Alleinsein verwendet - unterstützend dazu kann man die konditionierte Entspannung damit verknüpfen
    • genau schauen, ob das Haustür reinraus/ Anziehen/Ausziehen etc. wirklich was bringt - unseren Hund hat das nur verrückt gemacht
    • ein Hundegehege bauen (wo nix kaputt gehen kann), evtl einen XXXXL Kennel. Um mal zu schauen, ob eine noch größere Begrenzung evtl. hilft (dort getragenen Pullover rein, Ort mit Entspannung aufbauen etc.)

    Man muss halt jetzt schauen, was hilft und was nicht. Meine Hündin bekam auch ein rundum Routinepaket, damit es klappt. Neben Musik (damit sie nicht das Treppenhaus belauscht), dem getragenen Kleidungsstück von mir, einem Kong zum Ausschlecken und eine Schale Futter zum "triggern" auf mehr (damit der Kong dann geduldig geleert wird), gibts hier noch die Raumregel (immer der selbe Raum, wo sie allein bleibt). Sie hat sogar ihre "Alleinseincouch". Nach dem Umziehen musste dieses Sofa wieder in "ihren" Raum.

    Am Ende ist ihr am wichtigsten der Kong und mein Pullover auf einem weichen/erhöhten Schlafplatz.

    Es kann dauern, bis man die richtigen Methoden findet. Ich bin froh, dass neben der Fernbedienung bei uns beim Alleinbleiben nix geschrottet wurde. Das empfinde ich als wirklich anstrengend. Ich drücke euch total die Daumen. Diese Einschränkung kann einen mürbe machen.

    Diese faltigen Gesichter erinnern mich irgendwie gar nicht an etwas Niedliches (Kindchenschema). Vielmehr an alte Leute, meist sogar an alte, grimmige Männer. :lol: Und die finde ich nicht niedlich! Mops noch schlimmer als Bully. Hier sind die fledermausigen Ohren wenigstens echt knuffig. Auch vor meinem Wissen um ihren kranken Körperbau mochte ich die Knautschgesichter nicht. Hat also nichts mit meiner inneren Einstellung zutun. Mein Partner findet sie auch nicht hübsch, tatsächlich nennt er sie (aus optischer Hinsicht) "Unfall".

    Ich denke auch, dass der Hype um diese Rassen schon stark medial gemacht wurde. Was mir auf Tiktok an Videos angespült wird, weil solche Hunde kaum aufs Sofa springen können und dadurch lustige Aufnahmen entstehen... . Ein knuffiger Tollpatsch eben.

    Und an alle die meinen das das normal oder halb so wild ist, ihr wart nicht dabei und habt das gesehen… Kira mutiert zu einer Bestie wo ich selbst richtig schiss bekomme.. wir waren heute im Garten da wollte sie durchs Gartentor durch und nem Auto hinterher… ich hatte zum Glück die Leine dran und konnte das verhindern… sie wird direkt frustriert Spring mich an und wollt mich beißen… da wird einem mulmig ..

    Darum raten dir hier viele bereits zur Abgabe. Der Hund ist noch 10 Wochen alt - also ein Welpe. Was glaubst du, wie mutig du noch bist, wenn der Hund 2 Jahre alt ist und wirklich seine Zähne in deinen Arm schmeißt? Schiss vorm eignen Hund ist der Anfang vom Ende. Du hast eine Rasse, die nunmal besonders oft seine Gefühle nach vorn und mit Zähnen ausdrückt. Die auch bekannt ist, bei Frust in deine Richtung zu reagieren. Das muss man mögen / ohne Angst lenken können. Ansonsten wird es für dich und für andere gefährlich. Darum gilt der Mali definitiv nicht als Anfängerhund, weil Fehler in der Erziehung sehr böse enden können. Und weil Hunde, die einmal gebissen haben, meist den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen (und am Ende kann der Hund am wenigsten dafür, darf es aber ausbaden). Darum die erhitzten Gemüter und der Gedanke zur Abgabe, dem Hund zu Liebe.

    Du solltest etwas auf die Bremse treten. Wenn ich folgende Stichpunkte lesen:

    3h Gassi am Tag

    Bekannter war schon mit Gassi

    Freundin mit rumänischem Hund getroffen

    Eher städtisch mit einigen Begegnungen (Hunde & Menschen)

    Und das in 5 Tagen.

    Du musst bedenken, was der Hund allen in wenigen Monaten erlebt hat. Rausgerissen aus dem alten Leben, reingesteckt in ein Neues (alte Halter), wieder rausgerissen und hinein ins Tierheim, erneuter Wechsel zu dir. Sowas ist nicht Ohne, auch wenn mans manchen Hunden nicht recht ansehen mag. Step 1 wäre: Lass den Hund allen Stress verdauen, sich richtig gut ausschlafen und die Welt entspannt verarbeiten. Wenn er aus einem Shelter aus Rumänien kommt, dann ist alles bei dir für ihn Neuland. Als würdest du ohne Erklärung in China ausgesetzt und 3h am Tag durch Peking geschleift. Ultra aufregend, aber extrem anstrengend, die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten. Da will man auch einfach mal nur Ruhe.

    Hundeanfänger meinen es ja gern gut und haben total viel Elan. Endlich der eigene Hund, los gehts! Die Welt entdecken oder schlendern, ganz egal, Hauptsache was mit dem Hund machen! Juhu! Das ist löblich, aber leider sehr oft viel zu viel. Auch bereits zu viele Freunde, die den noch gar nicht etablierten Gassigang wieder neuartig machen.

    Dann ist die Entfernung zum Zielobjekt/Hund schon zu nah. Das lässt sich meist ganz gut ausloten, wie weit man kommt, bis der Leinenpöbler unansprechbar wird. Alle Übungseinheiten passieren außerhalb des Radius, in dem der Hund sich schon komplett abgeschossen hat. Wenn du also den Fremdhund siehst (und dein Hund ihn auch), übst du quasi auf 100/200/300 Meter Entfernung, dass du spannender bist. Je nachdem, wo dein Hund noch auf dich reagiert. Sein Lieblingsspielzeug oder der tollste Snack, hauptsache die Aufmerksamkeit landet bei dir. Über viele Trainingseinheiten (Monate) kommt man so Schritt für Schritt näher an den Fremdhund ran, da dein Hund es länger aushält und zu dir gerichtet ist. Irgendwann kommt man ganz vorbei. So die Theorie zum "Du bist interessanter als der Hund". Vergiss niemals: Geht nur außerhalb des Radius, wo dein Hund nicht mehr reagiert. Sollte man doch mal reinstolpern, hilft kein meckern, kein Leckerchen und nix, nur möglichst unaufgeregt weiter gehen und Abstand gewinnen. Bedenke aber, dass jeder Ausraster euch zurückwirft. Weiche also besonders anfangs lieber großzügig aus.

    Ob das die beste Methode für euch ist, müsst ihr natürlich herausfinden. Bei uns hat das super funktioniert, ich habe aber auch keinen Schäferhund. Das bereits empfohlene Buch "Leinenrambo" erklärt die Steps sehr ausführlich, falls du gern Lektüre dazu hast.

    Okay, danke schonmal für eure Antworten.

    Ich werde mal ein paar Tierheime anrufen und fragen,ob sie was geeignetes haben. Viele Hunde sind halt leider zu groß, alt, vorerkrankt oder benötigen Sachkunde. Zumindest die, die auf der HP's zufinden sind.

    Tierheime haben so gut wie keine Zeit (und auch kein Geld) immer topaktuell ihre Tiere zu promoten. Auf der HP findet man deshalb meist die Dauergäste (also die problematischeren "Notfelle"). Darum ist es immer ratsam, vor Ort zu schauen. Die einfachen Hunde sind nämlich meist nach einer Woche bereits vermittelt. Das wissen die Tierheime auch und schalten die Tierchen gar nicht erst auf ihre Seite. Das wäre Zeitverschwendung, meist haben sie für die Top Kandidaten eh mehr als nur eine Anfrage und wählen dann aus. Da ihr nämlich genau das sucht: Jung, freundlich, einfach, gute Größe. Der typische Dauerbrenner, den alle wollen. Also Termine machen oder besuchen (falls es ohne Termin geht) und sich einfach mal alles genau anschauen und nachfragen. (Manche nutzen auch Facebook, um Neuankömmlinge vorzustellen.)

    Alternativ: Pflegestellen besuchen. Auch hier kann man wunderbar schauen, was der Hund so treibt. Aber Vorsicht: Welpen sind oft noch lustig und vertrauensvoll. Ihre schlechte Kindheit oder Genetik (Schutztrieb, Jagdtrieb, Terretorialverhalten etc.) zeigt sich dann erst im Erwachsenenalter. Tierschutzwelpen bleiben Wundertüten. Weshalb wir hier im Forum seriöse Züchter im Verein ebenfalls als Tierschutz bezeichnen. Viele adoptierte Welpen werden mit 10-15 Monaten nämlich wieder abgegeben, da man sich vertan hat (Charakter/Genetik etc. passt doch nicht und wird erst in dem Zeitraum ersichtlich- da die Hunde erwachsen werden und zeigen was in ihnen schlummert). Die fristen dann als Problemhunde ihr dasein für 10 Jahre im Tierheimknast, da sie niemand mehr will - z.B. da Beißvorfall, weil falsch gehalten. Einen Hund versauen ist nämlich Antitierschutz, nur weil man gehofft hat, der Wundertütenwelpe passt ins eigene Leben, obwohl man total unflexibel bei Spezialeffekten wie Aggression nach vorn etc. ist.

    Und weil das ganze so negativ klingt, lasse ich noch ein: Viel Erfolg bei der Welpensuche und ganz viel Spaß mit eurem neuen Familienmitglied, sobald ihr es gefunden habt! Die Fellträger stellen gern das ganze Leben auf den Kopf. :bindafür: Wir berichten alle vom Worst Case, aber auch den muss man kennen. Sonst ist der Hund der leidtragende.

    1. Ich habe ca. 3 Monate im Tierschutz gesucht und dann nochmal über 1 Monat gewartet, bis sie herkam. Geantwortet hat bei mir immer jemand nach wenigen Tagen oder sofort. Es hat aber auch nicht immer gepasst (da Vollzeitjob).

    2. Ich war mehrmals kurz vorm Zurückgeben (die ersten 6 Monate), hab mich aber durchgebissen und den besten Hund der Welt bekommen. Es hat sich wirklich gelohnt, sie ist mir unglaublich wichtig.

    3. Ja, die Bedenken sind sehr gut begründet! Meine Hündin war überhaupt nicht so, wie ich mir einen Hund erhofft hatte. Überhaupt nicht verspielt, extrem eigenständig, mag keine fremden Menschen/Hunde, richtet ihre Aggression immer nach vorn und weicht nicht zurück. In meinen Träumen war ein Hund immer lustig, will alles mit mir machen und springt fremde Menschen freudig an oder spielt mit anderen Hunden fangen. Tja, das war nix und ist bis heute so. Außer ihr besseres Teamplay mit mir hat sich nichts daran geändert.

    Sunny kam allerdings auch mit 1,5 Jahren zu mir und nicht als Welpe. Und sie war (sehr weit weg) auf Pflegestelle, weshalb man zumindest minimal was zu ihr sagen konnte. Also keine Blindadoption eines Hundes, der im Zwinger bewertet wurde.

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    Allgemeine Empfehlung: Tu es nicht. Kein Hund aus dem Ausland an einen Hundeanfänger. Auch kein Welpe. Du weißt nämlich nicht, was in dem Hund steckt. Besonders in Rumänien beispielsweise entpuppen sich viele Welpen später als Herdenschutzhunde. Du musst wissen, Aufzucht macht nicht den kompletten Anteil bei Hunden aus. Vieles ist Genetik. Kannst du mit allem Leben, was dein Hund eventuell mitbringt? Schutztrieb beispielsweise. Das macht Besuch extrem anstrengend, da der Hund keine Fremden reinlassen möchte. Es Bedarf schon Erfahrung, dass so ein Hund nicht zur Gefahr wird (besonders mit einer gewissen Größe). Jagdtrieb + Eigenständigkeit = für immer angeleint. Wäre das ein Problem für euch, wenn der Hund nie von der Leine darf?

    Besonders mit Kindern ist die Empfehlung ein Gang zum seriöser Züchter einer Rasse, die zur Familie passt. Also mit genetischen Eigenschaften, die sich gut eingliedern lassen. Denn nichts ist anstrengender als ein Hund, den man verbiegen will oder wo man sich selbst verbiegen muss. Eine Familie, die oft Besuch bekommt und/oder wo viele fremde Kinder vorbeikommen, sollte dringend einen Hund holen, der nicht seine Familie vor Fremden verteidigen möchte.

    Ein weiteres Problem: Deprivationsschäden. Viele Welpen im Tierschutz sind dort im Zwinger geboren oder wurden mit wenigen Wochen aufgesammelt. Sie haben also in der Zeit, bis sie zu euch einreisen (15 Wochen) nichts gelernt (oder meist nichts Gutes). In den meisten Fällen sind solche Hunde ihr Leben lang dadurch geschädigt. Sie lernen schlechter, sie sind unsicher mit ihrer Umwelt, sie brauchen sehr viel Management, um mit ihrer neuen, viel bunteren Welt klarzukommen. Wer nie gelernt hat, positiv zu lernen, der steckt für immer in einem inneren Konflikt bei neuen Lernerfahrungen. Google Deprivationsschaden einfach mal. Gerade als Neuling ist nämlich genau das schwer: Herauszubekommen, welcher Welpe ausreichend aufgewachsen ist.

    Was ich damit sagen will: Auslandshunde sind wie Lotto. Besonders, wenn man selbst unerfahren ist und nicht weiß, worauf man achten soll. Ich selbst habe diesen Fehler gemacht und blind einen Hund geholt. Auf dem Foto sah sie sehr niedlich aus, die Pflegestelle gab einige Infos und am Ende war ich total überfordert mit diesem doch untypischen, nach vorn gerichteten Hund. Ich kann nur froh sein, dass sie kleiner ist (33cm) und dadurch mit ihr gearbeitet werden kann, ohne dass sie mich quer über die Straße zieht, weil sie dem Hund von gegenüber zeigen will, dass er sich zu verpissen hat. Wie gesagt, mittlerweile sind wir super eingespielt und im Management läuft es super. Aber das ist das Stichwort: Management. Sie ist kein einfacher Mitläufer.

    Fazit: Auslandshunde können super toll sein oder überhaupt nicht passen. Wer also unflexibel in seinem Leben ist (Kinder! Arbeit!) geht bitte zum Züchter seines Vertrauens oder zum Tierschutz um die Ecke und besucht seinen Hund mehrmals. Denn am Ende zahlt der Hund das ganze Chaos, weil er für immer im Tierheim landet, wieder zurückgeschickt wird (ja, auch das ist Praxis bei Zurückgabe) oder er unglücklich verbogen wird, um zu passen. Das hat niemand verdient.