Süße Maus, hab mir die 2 Fotos angeschaut.
Wie alt ist sie, oder habe ich das überlesen?
Was macht ihr denn so täglich, hast du einen kleinen Tagesablauf für uns?
Habe hier meine Rumänin sitzen, in ihr steckt laut Gentest was windiges mit HSH und Schäferhund. Sie ist sehr territorial und fremden Hunden/Menschen gegenüber extrem skeptisch, was bei falschem Management in Kläffen (und Treiben mit Attacken gegen Beine) mündet. Anfangs hat sie viel gebellt: Hausflur lief der Nachbar, draußen lief ein Mensch, Hundehalsband klapperte die Marke, TV, Klingel etc. Sie ist draußen sehr beschäftigt mit schnuppern und markieren, Gassi in der Nähe von zuhause ist sie im Jobmodus. Den Garten überwacht sie liegend auf der Bank mit Leidenschaft. Erinnert mich also alles an deine Beschreibungen - nur haben wir das Kläffen im Griff.
Das war langes Training von einem 3/4 Jahr. Wir haben JEDEN Hund/Mensch gemieden und sind zur Not umgedreht. Sie läuft grundlegend am Rand und ich stehe immer zwischen dem Fremden. Leckerlis waren sehr hilfreich. Das funktioniert aber nur mit genug Abstand, wo die Erregung noch gering genug ist. Und wenn es 100 Meter sind. Hier wurde mit Leckerlis nicht abgelenkt, sondern bestätigt (Klicker haben wir auch anfangs verwendet). Das heißt: Sie schaut zum Ziel - klick - Sie schaut zu mir - Leckerli. Es war also gewünscht, dass sie das Ziel in Ruhe sieht und sich abwenden kann. Leckerlis reinstopfen, ohne dass der Hund das Objekt um das es geht sieht, bringt garnichts. Sollte der Hund ausrasten, geht man aus der Situation (umdrehen oder einfach weiter, was eben schneller und unaufgeregter geht). Dann hat der Mensch den Moment verpasst und zu viel gewollt. Darum meidet man zu nahe Kontakte, was die anfänglichen Monate etwas seltsam aussehen kann, wenn man dümmlich vor jedem wegrennt. 
Ich glaube euer Timing passt eventuell nicht. Gleichzeitig muss man aber auch vom Typ zum Hund passen. Wenn der dich nicht ernst nimmt, wird das auch nichts. Dann hat der Hund nicht genug vertrauen und übernimmt das Ruder.
Ich kann dir ein Buch empfehlen, was hier sehr hilfreich war: Leinenrambo von Sabrina Reichel.
Erklärt schön die Gefühlslage des Hundes und wie man sie für sich nutzt.
PS: Achja, wir hatten eine private Trainerin. Sie nahm immer ihre zwei Hunde mit und wir liefen eine Stunde rum. Ihre Hunde knüpften dann Kontakt mit Fremdhunden und meiner musste warten. Sie konnte sich also ein wenig anschauen, wie das so läuft, dass man nicht jeden umbringen muss. Letztendlich habe ich aber akzeptiert, dass sie Fremdhunde einfach scheiße findet. Ist ok, sie muss keinen Kontakt haben, dafür soll sie aber die Schnute halten und wir gehen konfliktfrei vorbei.