Beiträge von DarFay

    Ich empfinde Rumänen meist eher skeptisch fremden Menschen gegenüber. Auch gegenüber fremden anderen Hunde sind sie oft nicht ganz einfach. Territorial sind sie auch häufig. Es geht tendenziell eben in die Richtung Wachhund.

    Manches entsteht aber auch durch den harten Lebenseinstieg auf der Straße.

    Darum ist es am besten, den Hund auf der Pflegestelle zu besuchen, statt Direktimport zu wagen.

    Beim Verein kann ich leider nicht helfen. Ich stehe zwar noch so halb in Verbindung mit dem von meiner Hündin, aber wenn man Probleme hat, glaube ich, werden die eher unfreundlich. Sowas stört mich leider an sehr vielen Tierschutzvereinen. Keim Verständnis wenn es auch mal nicht passt.

    Ich würde ihn für zwei, drei Wochen minimum zur Züchterin zurückbringen und sehen, ob sich das Verhalten im Rudel verändert. Es gibt sie, die Hunde, die ohne Halt durch andere Hunde nicht gut zurechtkommen. Das Leben so ist ja nach dem, was du beschreibst absolut nicht mehr in Ordnung.

    Sollte sich da auch nichts verändern, dann einen Untersuchungsmarathon, der hoffentlich was behandelbares ergibt.

    Ganz viel Glück!

    Ja, wenn man nichts findet ist die Idee tatsächlich sinnvoll, den Hund mal wo anders unterzubringen (mit freundlichem Rudel). Manchmal passt es einfach nicht und das muss man dann auch erkennen können. So wie es Einzelhunde gibt, gibts auch die Rudelhunde.

    Danke, das passt ja. Man liest halt überall, dass viel Fleisch drin sein muss, möglichst wenig Getreide etc. Da fühlt man sich schon komisch, wenn der eigene Hund von jedem hochwertigen Futter Durchfall bekommt oder es teils unverdaut wieder ausgeschieden wird.

    50:50 klappt hier sehr gut. Buchweizen und Hirse wird hier fleißig gegessen, gekochter Blumemkohl oder Brokkoli, frischer Salat und Möhre/Pastinake, Banane, Apfel und Beeren. Aktuell gibts für die nächsten 2 Monate vorgekocht Buchweizen (extra eingeweicht im Fleischsud), Blumenkohl mit Salat und etwas Apfel. Ich würde das an deiner Stelle nochmal testen (besonders zwecks Verträglichkeit). Und dann fettigeres Fleisch (so 15% - also kein mageres Putenfleisch oder sowas). Die Fettaugen auf dem Wasser verteile ich über das Futter. Man muss dann natürlich trotzdem planen, was bedarfsdeckend ist.

    Pedigree wird nicht grundlos gern auch als Superleckerli für den Rückruf gehandelt. Das ist vollgestopft mit Zucker und Lockstoffen/Aroma. Da wird es wahrscheinlich eh schwer, was anderes anzubieten. Ist wie ein Kind mit Burger und Pommes aufzuziehen und dann zu hoffen, dass es Putenbrust mit Karotten isst.

    Ich drücke euch die Daumen, noch mehr Alternativen zu finden.

    Ich hatte mal für sie gekocht, aber ihre Begeisterung für meine Kochkünste hielt sich in Grenzen.

    Ich hatte verschiedenes probiert: Hühnchen, Reis, Kartoffeln, Hüttenkäse, Karotten, Nudeln, Rindfleisch.

    Sie hat es aber immer nur ein oder zweimal gerne gefressen und dann stehen lassen.

    Ich frage, weil meine Hündin kein Nassfutter verträgt, weder Dose noch aus so einer Wurstfolie. Selbst wenn ich das einschleiche, sobald 80% das Nassfutter ist, knallt es leider hinten durch.

    Wie hat sie das gekochte denn vertragen?

    Hast du es gut durchgemischt? Kochsud drüber? Fleisch fettig genug?

    Meine würde Gemüse und Co einzeln auch nicht essen und nur das Fleisch rauspicken. Ich muss das immer vermengen (Gemüse und Co pürieren) und kippe lecker Fleischwasser mit ein paar Fettaugen drüber. oder Mal alles zusammen grob pürieren (wie Nassfutter eben so aussieht).

    Verstehe dich gut, würde mich mit dem schrottigsten Futter auf dem Markt auch unwohl fühlen. Besonders, wenn der Hund noch so jung ist und das dann vielleicht über 12 Jahre bekommt. Mit Pech hast dann eben im Alter die Probleme. Das äußert sich ja dann gern in organischen Problemen. Aber immer wieder Durchfall ist genauso Mist. Schwierig.

    Mein Bauchgefühl war blockiert, als mein erster Hund vor 6,5 Jahren einzog. Ich hatte mich durch die Vorfreude schon sehr lange intensiv mit Büchern beschäftigt und im Forum herumgelesen und herumgefragt. Das Ergebnis war ein hässlicher "Welpenblues" (auch wenn sie kein Welpe war). Total Überforderung, weils nicht wie in den Büchern lief und ich das Gefühl hatte, alles falsch zu machen.

    Mit meiner Trainerin zog dann endlich nach 3 Monaten ein Sicherheitsgefühl ein. Aktive Unterstützung. Ich schob meine Theorie in eine dunkle Ecke und blendete alles aus. Fing von vorn an. Das Bauchgefühl krabbelte hervor und das Hundetraining und Hundeverständnis gewann.

    Leider kann man seinen Wissensüberfluss nie ganz vergessen. Manchmal steht es schon im Weg (auch beim Thema Gesundheit Hund). Gelegentlich wäre ich gern blöd und uninformiert. :headbash: Aber dafür weiß ich, dass es meinem Hund wirklich gut geht und ich sie gut deuten kann.

    Das Geheimnis ist glaube ich eine gesunde Mischung aus Wissen und Bauchgefühl. Denn jeder Hund ist anders, aber manche Grundlagen sind trotzdem allgemein hilfreich.

    Süße Maus, hab mir die 2 Fotos angeschaut.

    Wie alt ist sie, oder habe ich das überlesen?

    Was macht ihr denn so täglich, hast du einen kleinen Tagesablauf für uns?

    Habe hier meine Rumänin sitzen, in ihr steckt laut Gentest was windiges mit HSH und Schäferhund. Sie ist sehr territorial und fremden Hunden/Menschen gegenüber extrem skeptisch, was bei falschem Management in Kläffen (und Treiben mit Attacken gegen Beine) mündet. Anfangs hat sie viel gebellt: Hausflur lief der Nachbar, draußen lief ein Mensch, Hundehalsband klapperte die Marke, TV, Klingel etc. Sie ist draußen sehr beschäftigt mit schnuppern und markieren, Gassi in der Nähe von zuhause ist sie im Jobmodus. Den Garten überwacht sie liegend auf der Bank mit Leidenschaft. Erinnert mich also alles an deine Beschreibungen - nur haben wir das Kläffen im Griff.

    Das war langes Training von einem 3/4 Jahr. Wir haben JEDEN Hund/Mensch gemieden und sind zur Not umgedreht. Sie läuft grundlegend am Rand und ich stehe immer zwischen dem Fremden. Leckerlis waren sehr hilfreich. Das funktioniert aber nur mit genug Abstand, wo die Erregung noch gering genug ist. Und wenn es 100 Meter sind. Hier wurde mit Leckerlis nicht abgelenkt, sondern bestätigt (Klicker haben wir auch anfangs verwendet). Das heißt: Sie schaut zum Ziel - klick - Sie schaut zu mir - Leckerli. Es war also gewünscht, dass sie das Ziel in Ruhe sieht und sich abwenden kann. Leckerlis reinstopfen, ohne dass der Hund das Objekt um das es geht sieht, bringt garnichts. Sollte der Hund ausrasten, geht man aus der Situation (umdrehen oder einfach weiter, was eben schneller und unaufgeregter geht). Dann hat der Mensch den Moment verpasst und zu viel gewollt. Darum meidet man zu nahe Kontakte, was die anfänglichen Monate etwas seltsam aussehen kann, wenn man dümmlich vor jedem wegrennt. :pfeif:

    Ich glaube euer Timing passt eventuell nicht. Gleichzeitig muss man aber auch vom Typ zum Hund passen. Wenn der dich nicht ernst nimmt, wird das auch nichts. Dann hat der Hund nicht genug vertrauen und übernimmt das Ruder.

    Ich kann dir ein Buch empfehlen, was hier sehr hilfreich war: Leinenrambo von Sabrina Reichel. :paketliebe: Erklärt schön die Gefühlslage des Hundes und wie man sie für sich nutzt.

    PS: Achja, wir hatten eine private Trainerin. Sie nahm immer ihre zwei Hunde mit und wir liefen eine Stunde rum. Ihre Hunde knüpften dann Kontakt mit Fremdhunden und meiner musste warten. Sie konnte sich also ein wenig anschauen, wie das so läuft, dass man nicht jeden umbringen muss. Letztendlich habe ich aber akzeptiert, dass sie Fremdhunde einfach scheiße findet. Ist ok, sie muss keinen Kontakt haben, dafür soll sie aber die Schnute halten und wir gehen konfliktfrei vorbei.