Beiträge von DarFay

    Mein Weg war der gleiche (Ausweichen und auf Entfernung positiv üben) und wir kamen nach einem Jahr auf normalen Wegen aneinander vorbei.

    Man muss nur aufpassen, dass es Training und nicht Ablenkung ist. Den Keks gibts also nicht, nur weil der Hund mich nonstop anstarrt. Den Keks gibts, wenn der Hund den anderen Hund gezielt anschaut und per Marker oder Kommando wieder mich fokussiert (Augenkontakt). Denn vom Zielobjekt wegschauen, ist gar nicht so einfach! Darüber lässt sich dann kontinuierlich die Distanz senken. Merkt man, der Blick zurück zu mir fängt an zu stocken (ich muss 2x drum bitten), ist Schluss und die mögliche Distanz erreicht. Man muss eben dauerhaft immer etwas näher ran und weicht ansonsten bis dahin weiträumig aus.

    Ich glaube, viele scheitern am Knackpunkt: Der Hund muss den anderen Hund sehen! Das Lob gibt es fürs entspannte Blick abwenden zu mir. Das kann dann auch 10x der selbe Hund in 1 Minute sein. Blick-Ping-Pong. Nicht "Starr das Herrchen/Frauchen zu Tode".

    Ich hab Coromon gespielt, weil ich zurück zum alten Stil wollte. Das Game hat sehr viel Spaß gemacht und mich an die älteren Pokemon Spiele mit dem Luxus der neueren erinnert.

    Also Dragonflight find ich super :nicken: Mal schaun mit dem Diablo-Slam an dem einen WE, wenn ich es nicht vergesse, dann probier ich das aus :)

    Ja, der einzige Wermutstropfen. Dafür waren 2 Addons dafür nicht so toll. :dead: Wir sind gerade umgezogen und das Internet ist super grottig, morgen kommt was besseres. Wie soll ich so den neuen Patch spielen. Fies!

    Eigentlich eine rhetorische Frage: Warum ist das so, daß Rassemerkmale immer übertriebener werden, bis der Hund dann quasi eigentlich kaputt ist? Was treibt die Menschen an, sowas zu tun?

    Bei uns läuft ein junger Corgi rum, also sagen wir so, laufen kann man das gar nicht nennen, der hat eigentlich nicht mehr wirklich vorhandene Beine und seine Brust kehrt schon jetzt den Beton. Warum züchtet man sowas, für was soll das gut sein?

    Ich muss sagen, da sind die Zuchtverbände auch oft schuld. Wieso gewinnen oft die stark übertypisierten? Wieso haben es Züchter schwer, die noch auf Normalheit Wert legen. Es gibt auch im Forum Hunde - traumhaft. So wünscht man sich das. Aber denen werden Steine in den Weg gelegt, weil die Bewertungen vor der Zuchtzulassung ein echter Krampf sind. Gefühlt wird das starke "Rassemerkmal" schon verblendet gut benotet - bis es eben normal wurde, dass es zu extrem ist. Das fällt mir zumindest auf.

    Vielleicht interessieren dich ja Entwicklungsgeschichten. :sweet: Mal zu den Themen, die dich bewegen:

    Meine Rumänin ist Bürohund. Das funktioniert aber nur, in einem "ruhigen" Büro. Sie hasst Eindringlinge, also ein Büro mit ständigem Kundenbesuch würde rausfallen. Aber sonst klappt es super (wir haben selten Kunden und mein Hund liegt extra in einer sichtgeschützten Ecke - natürlich gabs viel Training, dass sie den fremden Besuch aushält. Aber täglich wäre das zu viel Stress.).

    Öffis fahren haben wir anfangs etwas geübt. 2 Endstationen vom Bus. Ich wohnte ebenfalls in Berlin - meine S-Bahn Station war Baumschulenweg (sagt dir bestimmt was?) ich wohnte Richtung Wald am Kanal (Köpenicker Landstraße). Hier endete der Bus und wir konnten die 2 Stationen in 5 Minuten zurücklaufen, entlang am Wald. Das habe ich 2x geübt. Danach noch S-Bahn. 2 Stationen, ausgestiegen und wieder 2 zurück. Bei jedem lauten Geräutsch gabs Leckerliregen. Bustür, S-Bahn-Tür, einsteigende Leute, S-Bahn Tüdeldü, einfahrender Zug, abfahrender Zug - LECKERLIS. Sie war da echt sehr schnell cool, wenn man sie entspannt unter die Beine geklemmt hat (auf dem Schoß sitzen ist nicht so ihrs). Ich bin später mit Zug in den Urlaub gefahren, da war alles pumpvoll und sie schlief im ICE Abteil mittig am Boden, umringt von 12 Füßen. Öffis war ihre Meisterdisziplin. :bindafür: Wer hätte das gedacht?

    Aber weißt du was nie ging. Also wirklich nie, nach 2 Jahren nicht. Die 2 Minuten Fußweg von der Wohnung zur S-Bahn. Autokreuzung, Menschen, fahrende Autos - diese große Mischung. Sie zog wie eine Irre nach vorn :flucht: , hechelte. Kaum auf dem Bahnhof angekommen, unter die Beine geklemmt ... alles easy. Aber dieser Laufweg. Also sie sitzt oder liegt und alles andere bewegt sich: Perfekt. ABER: Sie selbst muss laufen, während sich alles bewegt: Ohoh! Also ich bin ehrlich, die 2 Minuten musste sie durch, alle 2 Wochen gings zu meinen Eltern nach Brandenburg. Ich fing dann an, dass sie an der Hauswand klebend hinter mir laufen musste. Das nahm die Dynamik raus und es ging etwas besser. Aber bis heute kann dieser Hund nicht durch eine Stadt laufen, ganz egal ob Berlin oder eine Altstadt mit etwas weniger los. Keine Chance, die erhängt sich vor Stress. Das lies sich auch nicht wegtrainieren. Du siehst ja, 2 Jahre immer die selbe 2 Minutenstrecke ums Eck. Keine Verbesserung. Mittlerweile wohne ich übrigens in Österreich im Dorf. Aber nicht wegen dem Hund, das klappte auch in Berlin dank Wald vor der Tür.

    Achja, sie ist übrigens der absolute Einzelhund. :nicken: Sie lebte auf Pflegestelle mit einem anderen Hund und ich hatte auch kurz einen Pflegehund. Das schmeckt ihr nicht wirklich. Es würde gehen, wenn ich jetzt unbedingt einen wollen würde. Aber sie genießt ihr Prinzessinnendasein schon sehr. Futterneid ist hier auch ein großes Thema. Andere Hunde, die in die Nähe von Essen kommen, will sie einfach nur vermöbeln. Das müsste man immer managen.

    Ansonsten bekam ich sie stubenrein "geliefert" (war ja schon 2 Monate auf Pflegestelle) und sie ist in der Wohnung der Schattentyp. =) Ruhig, aber gern mittendrin. 22 Uhr geht sie von allein schlafen, 10 Uhr früh steht sie am liebsten auf. Sie hat tatsächlich ihre eigenen festen Zeiten. Aber wenn wir mal eher aufstehen (was unter der Woche ja nunmal so ist), "quält" sie sich mit raus (also 5 Minuten bevor wir gehen, bequemt die Madam sich dann auch mal hoch).

    Achja und das Alleinsein. Hier anfangs ein starkes Thema, ging nämlich nicht. Habe sehr viel probiert, gefilmt und Rituale aufgebaut (Musik, Kong, getragenes Kleidungsstück auf ihren Schlafplatz, "Bis später" sagen beim Gehen, Alleinbleiben in einem abgesperrten Raum - also nicht die ganze Wohnung verfügbar). Sie kann nun allein bleiben, aber die ersten 5-15 Minuten wird trotzdem gemotzt (sie heult wie ein Wolf in die Luft). Danach hält sie für Stunden die Klappe und schläft. Und mit Stunden meine ich Stunden. Ich kam mal durch ne Vollsperrung nicht heim. Sie war 10 Stunden allein. Durch die Kamera sehe ich ja alles. Sie schlief wie ein Stein.

    Ihre größten Schwachstellen: Fremde Menschen, fremde (große) Hunde. Sie hasst Fremde. Kein Training der Welt konnte das komplett ändern. Bei Handwerkerbesuch gehe ich Gassi in der Zeit und mein Partner übernimmt den Handwerker. Als wir letztens umgezogen sind, bin ich zu jeder Wohnungsbesichtigung rausgegangen und er war bei der Führung durchs alte Haus dabei. Das geht mit ihr einfach nicht, ein NoGo, sie rastet komplett aus, wenn da wer reinkommt, den sie nicht kennt. Fremde Hunde genauso, da ist sie sehr übergriffig, wenn der andere Hund sich nicht benimmt. Und glaub mir, so ein Straßenhund ist knallhart aufgewachsen. Mein 30 cm Zwerg hat schon so manchen wohlbehüteten Körperklaus-Hund in den Boden gerammt, der meinte, er müsse ihr blöd kommen. :stock1: Da musste ich auch meine Sinne schärfen, um das immer zu merken. Schließlich wird sich nicht geprügelt, wir sind hier ja zivilisiert! Sie kann aber auch umgekehrt, wenn der große schwarze Hund mit Präsenz ihr zu nahe kommt, fängt sie auch mal an laut vor Angst zu schreien. Wer weiß was da mal los war in ihrer Kindheit. Aus diesem Grund weichen wir JEDEM Fremdhund aus, spontane Upsala Kontakte gibt es nicht, die will sie nicht. Da macht man sich eben auch manchmal unbeliebt oder wird isoliert. :( : Da hilft nur Kontakte gezielt knüpfen. Da entstehen total tolle Freundschaften kann ich dir sagen! Eine davon wird bald meine Trauzeugin. :nicken:

    So Roman Ende. Fakt ist, mit Hund wurde die Welt neu sortiert.

    das ist aber schon immer noch auch ein Singleplayer oder muß man das mit mehreren Leuten spielen?

    Grundsätzlich kann man es problemlos alleine spielen. Aber es wurden jetzt Weltenbosse implementiert, die man nur zu 30st oder so schaffen kann. Keine Ahnung. Daran werde ich mich wohl nicht beteiligen. Ist mir völlig egal.

    Und man kann, wie im letzten Teil auch schon, nicht mehr offline spielen. Geht nur online und es werden jetzt auch alle Leute auf der Karte angezeigt. Städte sind also etwas langsamer (in der beta) weil alle Leute geladen werden müssen. Finde ich ebenfalls überflüssig.

    Ja leider sehr blöde Änderungen, bin gespannt wo sich das hinentwickelt. Gibt ja auch den kostenpflichtigen Battlepass (trotz krassem Vollpreistitel). Dieses "Mmo-Feeling", weshalb andere zu sehen sind und deine Mobs umklatschen, ist ja auch nur, damit die Leute sich hübsche Klamotten für Echtgeld kaufen. Die bringen ja nicht so viel, wenn man alleine rumsteht. Schade. Geht in eine doofe Richtung, wie vieles was Blizzard so anfasst in den letzten Jahren.

    Blöde Frage, du redest von "er" weil Rüde oder weil Hund?

    Bei Stress muss man natürlich dringlicher Pipi. Hast du Enzymreiniger da? Sonst sieht der Hund seine bereits angepieselten Stellen womöglich als schönes Hundeklo (in einer sicheren Ecke, da freut sich das schüchterne Hundeherz).

    Blasenentzündung könntet ihr mal noch beim Tierarzt testen. Einfach mit einer Schöpfkelle beim Pinkeln drunter halten. Klingt kompliziert, aber mein Hund hat das nicht mal bemerkt, obwohl sie nur 30 cm hoch ist und da wenig Platz unter ihr. :hust:

    Erstmal frage ich mich wirklich ganz ernsthaft, welche Intension dahinter steckt, einen Hund direkt aus dem Ausland als Ersthund und mit keinerlei Hundeerfahrung zu adoptieren.

    Kann nur aus meiner Warte sprechen, aber ich wusste damals nicht, dass Rasseeigenschaften und Ausland/Inland so massiven (nicht trainierbaren) Einfluss haben. Kam aus einem Katzenhaushalt, alle Tierschutz. Dachte vieles lässt sich trainieren und entwickelt sich dann sowieso passend. :klugscheisser: Naja, man lernt nie aus. Da muss man sich einfach auch als Mensch dann anpassen und nicht den Hund. Das war meine Lernerfahrung. Klappt nur leider nicht überall.

    Nein, der Verein hat ehrlich gesagt auf meine Sprachnachricht nicht reagiert. Vielleicht kommt das noch

    Hoffe nicht drauf. Die meisten Vereine sind bei Problemen unbrauchbar und man wird blockiert. Sie haben keine Plätze für Zurückgabe. Und sehen jeden, Der Probleme hat, als bösen Menschen: Die armen, armen Hunde.

    Zur Stubenreinheit:

    Trinkt dein Hund viel? Bei Stress trinken Hunde gern viel, eventuell muss er dann auch noch länger nachts pinkeln. Theoretisch checken erwachsene Hunde die Stubenreinheit aber sehr schnell. Mein Auslandsimport (Pflegehund) konnte das zackzack. Da musste man eher am in der Wohnung markieren feilen.

    Ersthund - Auslandsimport. Der erste Fehler. War der Hund auf Pflegestelle in deinem Land, oder quasi vom Foto wegadoptiert?

    Auslandshunde kennen deine Welt nicht, kennen Wohnung und Stadt nicht. Sie kennen es nicht, mit einem Menschen ohne Hundefreunde eingesperrt zu leben. Viele sind damit einige Wochen sehr überfordert und dadurch dann rastlos. Du kannst dir nicht vorstellen, wie überfordernd es sein kann, auf einmal eng mit einem Menschen zusammenzuleben. Er weiß nicht so recht, was er jetzt mit sich anstellen soll.

    Wer vom klassischen Leben mit Hund träumt (besonders als Ersthundhalter) ist beim Auslandimport einfach grundlegend komplett falsch. Wieder eine Orga, die einfach blind vermittelt. Solche Hunde gehören auf Pflegestelle (lese gerade, er war dort, aber nur eine Woche) oder zum Hundehalter mit Hunderudel. Um wenigstens etwas zu sehen, ob der Hund als Einzelhund überhaupt geeignet wäre oder eher der Mitläufer-Typ ist.

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    Ich habe selbst einen Auslandshund als Ersthundhalterin. Allerdings saß meiner 2 Monate auf Pflegestelle im eigenen Land und man konnte dezent sehen, wie sie mit der neuen Kultur klar kommt. Trotzdem hatte ich lange einen Welpenblues (Monate), weil sie an der Leine ausrastete und mich in der Wohnung mied. Ich habs durchgezogen! Massig Training, hunderte Euro Einzeltrainerstunden, social Walks und Bindungsaufbau. Nach ca. 9 Monaten waren wir eingespielt. Sie ist mein Engelchen, für kein Geld der Welt würde ich sie hergeben (6 Monate hatte ich den Gedanken anfangs jedoch im Kopf, heute unvorstellbar). Mir war jeden Morgen schlecht, ich habe geweint und war verzweifelt. Warum man so eskalieren kann, weiß ich nicht. Aber ich versteh dich.

    Mir half ein Trainer - einfach weil ich einen Ansprechpartner hatte und mir seine Tipps Halt gaben. Vielleicht probierst du das mal. Es ist tröstlich eine Verlassperson zu haben, auch wenn sie bezahlt wird.