Beiträge von DarFay

    Auf jeden Fall scheint der geringe Teil von ganz wenigen Züchtern doch ne Menge Hunde auszumachen, auf diesen Veranstaltungen sind ja doch viele unterwegs.

    Was eher daran liegt das sich auf diesen Veranstaltungen eben alle treffen die das schön finden.

    Und halt auch daran das der Schäferhund die absolut höchste Wurfzahl im VDH hat, und zwar seit Jahren stabil die höchste Zahl.

    2022 ist noch nicht drin in der Statistik, aber 2021 und 2000 waren es knapp über 10.000 Welpen im Jahr. Deutsche Schäferhunde führen die Welpenanzahl immer mit großem Vorsprung an.

    Wenn nun also 10.000 Welpen im Jahr fallen und dann eben auf so einer Show mal 300 rumlaufen ist das einfach ein minimaler Bruchteil der gesamten Anzahl.

    Wie kommt das eigentlich? Ich hab schon verschiedenst gelebt (Sachsen kleine Stadt, Brandenburg größeres Dorf, Berlin mittendrin, jetzt mehrere Gegenden direkt aufm Land) und ich sehe wirklich nirgendwo Schäferhunde. Leben die alle im Garten oder wieso ist die Rasse so beliebt und man sieht sie trotzdem nirgends. Gehen die alle an Polizisten? Leben die alle nur auf dem Hundeplatz? Oder werden andere Rassen häufiger ohne Zuchtpapiere gekauft?

    Vielleicht beruhigt dich das:

    Mein Hund kommt aus Rumänien, kennt also das Leben hier gar nicht mit Wohnung, Öffis und Büro.

    Sie wurde mit 1,5 Jahren hergebracht. Also schon komplett raus aus der typischen "Lernphase" am Anfang ihres Lebens.

    Trotzdem ist sie Bürohund, fährt entspannt Zug und Bus, kann haufenweise Kommandos, ist selbstbewusst im Leben und kennt alle Hausregeln.

    Du musst dir diese Prägezeit ein wenig anders vorstellen, das ist eher so eine Art "Gefühlsprägung". Du lehrst ihm Selbstbewusstsein, Ruhe und Sicherheit. Neue Erlebnisse sind toll, nicht doof, nicht stressig, nicht unheimlich. Sie sind gut. Auch in einem Jahr kann der Hund noch lernen, dass Busfahren gut ist. WENN er vorher gelernt hat, dass neue Dinge mit dir zusammen sowieso toll laufen. Das geht aber nur in Ruhe, mit Pausen zum Reflektieren. Darum ist das so wichtig, sonst lernt dein Hund aktuell nur eins: Die ganze Welt ist zum Ausflippen.

    Berichte uns gern, wies im Garten mit den Eltern läuft. :bindafür:

    Ich glaube gerade Pudelzüchter wurden zu Coronazeiten doch intensiv nach Welpen gefragt (aktuell sehr beliebt). Die Zeit, allen zu Antworten, ist überhaupt nicht da gewesen. Und Homeoffice ging häufig nach hinten los. Ich denke, die Zeit hat auch bei Züchtern beliebter Rassen Spuren hinterlassen.

    Ich kann dir nur einen Tipp zur Kontaktaufnahme mit auf den Weg geben: Starte direkt, warum dir genau dieser Züchter gefällt (du findest sie seriös weil XXX, du bist ein Fan von ihrer Einstellung YYY oder magst genau diese Aufzuchtsform weil ZZZ). Dann sieht man, dass du dich beschäftigt hast und nicht einfach nur 50 Züchter im Umkreis mit Copy Paste abklapperst.

    Ich fand Blue Merle vor 5 Jahren noch stockhässlich und hab mich immer gefragt, warum jemand diese komische Farbe mag. Und heute plane ich schon meinen Blue Merle Collie nach meinem jetzigen Hund. :lol: Ich weiß gar nicht, wann dieser Wandel kam, auf einmal war die Farbe wunderschön. Mal schauen ob in einigen Jahren überhaupt noch Blue Merles gezüchtet werden... wenn das Schlechtmachen so weiter geht (bishin zum allgemeinen Verbot?)

    Ich liebe ja auch Red Merle. Schade, dass Langhaarcollies die Farbe nicht haben. |)

    Ich kann dich gut verstehen. Man sollte schon auch irgendwie Freude aneinander haben.

    Bei Abgabe sehe ich allerdings keine Privatperson. Da ist der Wanderpokal oder das Endstation Tierheim quasi zu 99,9 % vorprogrammiert. Die Hilfsseiten sind nett, aber wahrscheinlich wird es auch hier sehr schwierig. Ich glaube, besonders Malis gibt es wie Sand am Meer, die händeringend einen Maliprofi als Auffangstation und Resozialisierung brauchen. Da wartet ja leider keiner auf deine Anfrage.

    Wenn es finanziell möglich ist, würde ich auch noch einmal tiefer in den Hund schauen. Wobei das auch alles an Herkunft, Aufzucht, Erlebtem liegen kann.

    Ansonsten klingt es so, als wäre dein Hund gar nicht so unzufrieden und kann so wenigstens ein entspanntest, wenn auch langweiliges, Leben führen. Klar, es geht immer besser. Aber diese eine Person zu finden, die da irgendwas "retten" kann, klingt sehr schwierig. Ich würde es wahrscheinlich einfach so lassen, wie es ist. Arbeite an deinem Mitleid für den Hund und denk dir lieber, dass es nun eben so ist und es hätte für ihn auch wesentlich schlimmer enden können.

    Oh nein, ich habe euch durch den anderen Thread immer verfolgt und Daumen gedrückt. Ein Wunder, wie sich der Süße immer wieder aufgerappelt hat, eine Kämpfernatur. Es tut mir so leid. :( :streichel:

    Wie alt ist er geworden?

    Ich habe den Thread gerade mal von vorn gelesen, was für eine Berg- und Talfahrt. Ich fühle mit dir und kann auch verstehen, wenn man jetzt emotional sehr aufgewühlt ist. Ich schicke dir Kraft aus der Ferne. Der Moment jetzt ist genauso schwer, wie der letzte Weg und die Zeit danach. :streichel:

    Vor 3 Wochen starb meine Oma, 2 Tage davon unter Qual. Ich hatte mir sehr gewünscht, dass man auch Menschen helfen kann, wenn das Unausweichliche vor der Tür steht. Versuch also aus allem irgendwo das Gute zu suchen (ja, schwierig.. ich weiß :verzweifelt: ). Du kannst helfen, ihr hattet eine tolle Zeit, du hast alles getan, leider endet das Leben und das nicht immer fair. Krebs ist einfach ein riesiger Mist! Also nochmal: :streichel:

    Medizinisch kann ich leider nicht helfen. Lungenmetastasen hatte ein 24 jähriger Kumpel (ursprünglich Nierenkrebs). Vor lauter Husten hat er irgendwann Blut gehustet (durch den gereizten Hals) bis er die letzten 4 Tage im Krankenhaus lag und eine Beule aus seinem Bauch ragte. Er war bis zur letzten Sekunde optimistisch, das irgendwie zu packen. Ständig hustend und mit Schmerzmitteln zugedröhnt ist er irgendwann nicht mehr aufgewacht, als die Augen zugingen. Da half garkeine Medizin. Aus der Not heraus hat er sich aus Hoffnung zur Heilung sehr speziell ernährt (irgend so einen chinesischer Guru an der Hand.) Kein Kaffee, kein Zucker dies nicht und das nicht. im Nachhinein eine Verschwendung seines letzten halben Jahres (ab Diagnose Nierenkrebs). Denn er dürstete regelrecht nach einer brühwarmen Tasse Kaffee - die er nie mehr bekam. Also verwöhn deinen Wuff mit allem was du hast. Naja und das, was du ja eh schon oft gelesen hast.