War jetzt fast zwei Stunden weg. Der Mister hat sich wieder den Weg in die Küche verschafft. Somit ist Kennel davor auch schon wieder gestorben. Ich werde ihn dennoch immer wieder dort davor stellen. Vielleicht gibt es sich irgendwann wieder.
Er hat auch nicht ganz so viel angestellt. Meine Gassibauchtasche hat er geleert. Die Hundetüten verteilt.
Das war ein wenig Protest.
Ich habe bei meinem Hund festgestellt: Je weniger er in der Wohnung "machen" kann, desto besser bleibt sie allein.
Sie weiß genau wie Türen aufgehen und hat sich immer Wege gesucht, um an die Türklinke zu kommen. Denn körperlich ist sie ganz knapp zu klein für das Öffnen ohne Hilfsmittel (gott sei Dank). Als sie dann drei mal in meiner Abwesenheit die Tür geknackt hat, lief Alleinsein gar nicht mehr. Sie wusste "Hier komm ich raus! Das hab ich nun schon mehrfach gepackt!!" und war wie besessen. Wir haben komplett umgeräumt, damit sie sich nirgendwo mehr abstützen kann. Also sprang sie drei Tage zur Türklinke hoch (hat aber nicht gereicht) und konnte sich erst nach zwei Stunden beruhigen und aufgeben. Sie starrt jetzt (nach zwei Wochen) immer noch zur Türklinke hoch (die wir zur Sicherheit nun hochkant gestellt haben), aber springt nicht mehr. Bald "vergisst" sie hoffentlich, dass sie je von allein da durch kam. Zumindest schaut sie nur noch 2 Sekunden und dreht dann zum Schlafen ab.
Wozu die Geschichte? Dein Hund wird sich mit Garantie total aufpushen, wenn er immer seinen Kennel da rumschiebt und das mit Erfolg. Also anstatt direkt in den Ruhemodus über zu gehen, sieht er die Herausforderung zur Küche zu kommen. Warum sollte er das auf einmal aufgeben? Ein Raum mehr = mehr Chancen zu dir zurückzukehren und mehr Chancen, sich weiter mit anderen Dingen reinzusteigern (Leckerchen finden, Tüten verteilen etc.).
Dann lasst lieber den Weg zur Küche frei bis ihm alles zu langweilig wird und er sowieso nicht Neues findet (also die Küche gut sichern). Erst wenn er weiß, dass er nirgendwo weiter kommt, gibt es die Chance, dass er sich direkt am Anfang entspannt.
Erfahrungsbericht Ende ![]()