Am Freitag war mein Freund 2 Stunden beim Sport und Jordi war recht schlecht alleine. Ungefähr die hälfte der Zeit gelauscht und teilweise an der Tür gerochen und an der Tür gesessen. Hmm... Ich weiß nicht, ob wir so auf 6 Stunden kommen.
Ich habe das Wochenende versucht mich nicht davon runter ziehen zu lassen und viel nachgedacht. Ich bin es einfach echt leid, dass mich das ganze Thema immer so sehr beeinflusst. Ich habe das Gefühl, dass ich nur glücklich bin, wenn es mit Jordi gut läuft und das ist wirklich nicht gut. Geht es einigen auch so?
Wenn das mit dem Alleinsein nicht klappt, dann gibt es keinen Plan B mehr. Sitter geht ja nicht und zu Arbeit kann er auch nicht mit. Das zieht schon echt runter. Ich bin mittlerweile fast so weit zu sagen, dass er dann eben leidet. Ich kann ja nichts mehr machen. Ich übe nun über 3 Jahre und es ist immer dieses auf und ab. Mein Freund kann das alles auch nicht mehr ertragen und ich kann es verstehen! Mir geht es ja auch so. Ich habe das Gefühl, dass Jordis zufriedenheit über meiner steht und das kann es doch nicht sein?!
Ich wollte einfach nur mal meine Gedanken loswerden, weil ich sonst niemanden mehr habe, mit dem ich darüber reden oder schreiben kann.
Ach du Liebe, mir würde es da genau so gehen wie dir. Wahrscheinlich hätten viele schon aufgegeben, aber du stehst hinter deinem Hund. Ich bin ehrlich, würde Sunny hier jeden Tag ihre 2 x 3 Stunden nicht packen und wirklich immer jaulen oder wandern, bekäme ich auf Dauer eine emotionale Krise. "Ihr ginge es wo anders viel besser" – das waren meine Gedanken, als es hier nicht geklappt hatte. Aber bei dir läuft es ja mal gut und mal nicht so gut, also ist die Chance ja da, dass es irgendwann mal immer gut läuft. Er ist ja auch noch sehr jung, mit dem Alter zieht bei ihm vielleicht noch die Ruhe ein.
Ich war immer der Meinung "Man gibt keine Tiere ab!", aber das war jugendlicher Leichtsinn. Klar, wenn man die Möglichkeiten hat, kann man viel kompensieren. Aber es gibt nun einmal auch Grenzen und bevor ich auf Biegen und Brechen mein und das Leben des Tieres nicht hinbekomme, würde ich lieber für das Wohle aller Beteiligten ein besseres Zuhause suchen. Am besten bei Leuten, die man kennt oder sogar in der Familie. (Das soll jetzt kein Ratschlag zur Abgabe sein, ich finde dein Hund hat es mit euch toll getroffen!)
Mein Vater ist in 2 Jahren Rentner und er liebt Hunde, falls hier mal alle Stricke reißen (aber ich glaube, davon muss ich wahrscheinlich keinen Gebrauch machen), könnte ich Sunny bei ihm lassen. Hättest du denn so ein Backup? Das wäre allein schon für den Kopf hilfreich und beruhigt etwas. Du hast doch sicher auch schon mal darüber nachgedacht, oder? "Hat er es bei Leuten besser, die immer da sind?"
Ich kenne dich zwar nicht persönlich, aber manchmal klingst du wirklich sehr traurig. Denkst du, ihr bekommt das hin? Eigentlich müsste man eher Fragen, hälst du es noch aus, weiter zu üben? Oder denkst du, du kannst deinen Kopf dahingehend ausschalten? Leider ist ja vieles Kopfsache, einige denken über sowas nicht nach und lassen ihr Tier ja sogar 10 Stunden allein. Dein Hundchen hat es dahingehend bei euch ja echt super getroffen.