Ak_Si_Cl ich hab ja vorhin auch schon gefragt und mir hat es leider niemand beantwortet. Aber nochmal, was kann man den sehen oder anders machen, wenn man den Hund live sieht?
Außer wie eben schon erwähnt, Gewicht, Fell, Zähne und Statur ansehen?
Das man alles richtig dosiert, wird wohl sowieso NIE der Fall sein, selbst mit einem Profi nicht, denn dazu müssten Blutbilder gemacht werden. Nicht nur bei den Hunden, sondern auch bei uns Menschen.
Ich geh mal nur auf den Punkt ein. Barfe meine Hündin nun 4 Jahre, aber habe keine Ahnung von Welpenbarf.
Man sieht eine Menge, wenn man den Hund live sieht. Ein oft unterschätzter Aspekt ist die "Aufgedrehtheit" oder "Lahmheit" eines Hundes. Wenn das Füttern falsch läuft, dreht ein Hund gern mal unnötig auf. Ebenfalls spannend ist Juckreiz. Zu viel Protein kippt sehr schnell zum Knabbern und Wund schlecken (häufig auch an den Pfoten). Allergien sind dann auch nicht selten.
Ich habe meinen Plan mittlerweile nach und nach angepasst aufgrund der Reaktionen meiner Hündin. Weniger Fleisch, mehr Obst/Gemüse mit Hirse. Da kommt dann schon der nächste Punkt: Das Hungergefühl. Ich lese oft von gebarften Hunden, die nach der Umstellung von Fertigfutter auf Barf total hungrig durchs Haus laufen. Gerade bei 80/20 ohne Kohlenhydrate und am besten noch gewolft werden viele Hunde einfach nicht satt. Stückiges Füttern sollte man bevorzugen, hat mehrere Vorteile im Bereich Bakterien, Sättigung und Verdauung.
Ähnlich sieht es mit Sodbrennen aus. Da muss man beim Barfen auch stets ein Auge drauf haben. Viele Hunde reagieren auf komplett püriertes Obst/Gemüse mit Sodbrennen. Manche vertragen Obst nicht gut oder bestimmtes Obst nicht so gut. Dünsten und nicht komplett zu Brei gematscht ist oft verträglicher. Abhängig von Hund und allgemeiner Zusammensetzung. Ein Hund der gebarft wird, hat eine besonders aggressive Magensäure. Darum ist es wichtig, dass das Barfprogramm zum Hund passt. Sonst wird viel geschmatzt, gespruckt oder hart geschluckt.
Statt Lachsöl und was nicht alles empfehle ich außerdem eher ein wirklich gutes 369 Öl zu nutzen (zB von Barfkultur, gibt leider oft nicht gut zusammengesetzte). Da immer auf Glasbehälter und dunkles Glas achten. Verfällt auch schnell, darum kauf ich immer nur kleine Gläschen, sonst wird es ranzig. Ich füttere beispielsweise seeeehr viel Weidetiere und Wild und keinen Fisch. Das ist beispielsweise ein Unterschied zu Stalltieren oder dem Fischtag. Entsprechend gehört Öl angepasst.
Am Ende ist natürlich auch der Output interessant. Als Hundehalter lernt man nach einer Durchfallsession zu schätzen, wenn das Häufchen stimmt (so kam ich zum Barfen). Ich musste bei der Verteilung der Knochen ein wenig jonglieren, da der Output nicht so passte, wie gewünscht. Viele haben besonders beim Thema Knochen und Fett keinen Plan und versauen das komplett. Am Ende hat man einen schlappen Hund, einen Hund mit Durchfall oder einen Hund mit Knochenkot, der verstopft.
So, nur einige kleine Einblicke.