Beiträge von ChiBande

    Für mich kommt Kastration, ohne medizinische Indikation, dem kupieren von Ohren und Ruten gleich. Ersteres macht man beim Hund aus Bequemlichkeit, letzteres geschah (geschieht) aus optischen Gründen.

    Das mag für dich so sein. Ich sehe das anders.

    Äpfel und Birnen.....
    Du hattest noch nie Katzen und kennst Dich auch mit Katzen nicht weitergehend aus entnehme ich Deinen Sätzen.

    Wenn du meinen Beitrag aufmerksam gelesen hättest, hättest du gelesen, dass ich meine Kater und die Katze vor der geschlechtsreife kastrieren ließ.

    Mir ging es darum und ich wiederhole mich, dass bei Katern das Wohl des Menschen - markieren stinkt - im Vordergrund steht und es wird als ok empfunden und nicht das Wohl des Katers. Der würde sich vielleicht in stinkender Bude wohl fühlen.

    Übrigens markiert der Kater meines Bruders trotz Kastration. Aber es stinkt wenigstens nicht. Weil mir unterstellt: ja ich weiß wie furchtbar ein unkastrierter Kater stinkt. Das ist nicht zum aushalten. Aber das ist ja eben der Punkt. UNS stört es, deswegen müssen die Eier ab.
    Beim Hund ist es aber ein Frevel zu kastrieren weil etwas UNS stört. Da ist es nur ok, wenn der Hund unter seinen Hormonen leidet.

    Das finde ich scheinheilig. Für Kater ist es ok, die lässt man nicht ausreifen, da ist es ok ein geschlechtsloses Wesen zu haben..
    Und Katzen müssen nicht dauerrollig werden. Trotzdem lässt man vorsorglich kastrieren.
    Weil es sein könnte. Genauso gut könnte man Hündinnen vor der Geschlechtsreife kastrieren lassen, weil sie könnte Scheinträchtig/Gebärmutterentzündung bekommen was auch immer werden mit allen Komplikationen.

    Freigänger sind natürlich zu kastrieren. Darüber braucht man nicht diskutieren.

    Ich würde erst einmal in Ruhe abwarten und beobachten.Mein Rüde war nach der operativen Kastration auch ca. eine Woche lang sehr ruhig und (auf den ersten Blick) ausgeglichen.
    Tatsächlich war er aber durch den Eingriff und die Hormonumstellung aber einfach nur geschafft und durch die Schmerzmittelgabe an den ersten Tagen ein wenig wattig im Kopf.
    Bis Du tatsächlich beurteilen kannst, wie sich die Kastration auf den Hund auswirkt, dauert es. Das siehst Du nicht nach ein paar Tagen. Und Du solltest auch nicht vergessen, dass die Kastration u.a. auch Auswirkungen auf die Schilddrüse haben kann und Dir perspektivisch ganz neue Baustellen eröffnet.

    Otis hat leider keine Schmerzmittel bekommen (nur die Infusion bei der OP).
    Der war bis inkl. Sonntag sehr gebremst und außer schlafen hat der gar nix gemacht.
    Aber jetzt ist er ungebremste Lebensfreude pur. Also Schmerzen hat er nun keine mehr.

    Wie gesagt, ich bin sehr (angenehm) überrascht wie sich das ganze entwickelt. Das war gar nicht meine Intention.


    Mir geht es mit dem Vergleichen der verschiedenen Arten rein um das Gefühl das man dabei hat.
    Da muss es so sein. Da spielt kein Mitleid mit. Das ist ganz pragmatisch einfach die einzige Lösung.
    Beim Hund wird erzogen und gewartet und (teilweise) gelitten gelassen, weil es könnte sich ja auswachsen.

    Ich kann dir den Tipp geben eine Retrieverleine zu nehmen.

    Mich hat das anleinen meiner Hunde sehr genervt, weil man da so weit runter muss, dann am Halsband fummeln und den Ring suchen, den winzigen Karabiner aufbekommen etc.

    Wir haben jetzt Retrieverleinen und da ist das "anleinen" sehr einfach und geht super schnell.
    Die "Schlaufe" ist recht groß eingestellt. Beim Kommando "Kopf hoch" schauen uns die Hunde an und wir "werfen" die Leine wie ein Lasso über den Kopf.

    Nix mehr mit herumfummeln. Das ist wirklich praktisch und geht sehr schnell.
    Vielleicht ist ja das eine Option im Straßenverkehr für dich.

    Einer Maus wünsche ich gute Besserung.

    @flying-paws
    Zur selbsterfüllenden Prophezeiung habe ich jetzt mal nachgedacht.
    Ich habe mir von der Kastration nichts erwartet. Aber erhofft, dass das gesteigerte sexuelle Verhalten sich mit der Zeit legt.

    Das ganze rundherum was jetzt so im zwischenrüdischen Bereich passiert, war für die Kastration gar kein Thema. Das das Verhalten zw. den Rüden besser wird, hat überhaupt keine Rolle in meine Überlegungen gespielt.
    Das merke ich jetzt im Nachhinein erst, wie viele Situationen/Blicke/Begegnungen kompliziert waren. Wie gesagt, das überrascht mich jetzt selbst.
    Ich dachte, dass die sich einfach nicht mögen. Solls ja geben. Es wurde ja nie gekämpft, es gab keine Hacker.

    Also da jetzt sagen, ich wollte die Kastra weil dann alles viel besser ist und deswegen finde ich alles viel besser, ist irgendwie schon sehr einfach gesehen.



    Bei Katzen ist die Sachlage einfach komplett anders, auch bei Wohnungskatzen. Kater markieren, und sollten sie mal entwischen, ist die Gefahr, dass Kitten gezeugt werden, vergleichsweise hoch. Katzen können dauerrollig werden, ein schweres Gesundheitsrisiko.


    Also ganz ehrlich. Würde hier ein Rüde kastriert werden NUR weil er im Haus markiert, wäre der Aufschrei groß. Bei Katern wie gesagt ok.
    Auch ein umkastrierter Rüde kann entwischen und Nachbars Hündin decken.

    Wie du sagst, Katzen KÖNNEN Dauerrollig werden. Wieso lässt man es da nicht auf einen Versuch ankommen.

    Da wird gleich vorher kastriert. Meist mit 8 Monaten BEVOR sie geschlechtsreif werden. Und keiner macht sich Gedanken wie sich das auf die Psyche auswirkt. Ist halt so. Macht man halt. Katzen sind ja anders.

    Auch ich habe meine Kater und die Katze vor der Geschlechtsreife kastrieren lassen - aber genau darum gehts mir.
    Warum bewahre ich prophylaktisch meine Katzen vor Problemen, aber mein Hund soll da durch?

    Ich denke dieser Schrei nach Warten beim Hund entsteht dadurch, dass man zum Hund eine andere Beziehung hat. Die werden anders wahrgenommen als Katzen, Kaninchen (auch da die Kastra bei Rammlern), Pferde, Rinder (Stiere)....
    Die Beziehung ist inniger und man vermenschlicht. War doch schon irgendwo der Spruch - Soll man Teenager kastrieren nur weil sie in der Pubertät herumspinnen...

    Für mich ist das irgendwie scheinheilig.

    Ich freu mich so. Otis und Enzo haben miteinander gespielt! Zwar verbotener Weise in meinem Bett und das auch noch zu einer unchristlichen Zeit, aber sie haben gespielt.
    Ich kann mich gar nicht erinnern wann die beiden so entspannt miteinander umgegangen sind.
    Auch mit Flo hat er gespielt und es war für Otis ok, dass Enzo mit Flo gespielt hat. Sonst ist er immer dazwischen gegangen - sein Mädchen. :ugly:

    Otis wirkt so gelöst. Der ist im Bett herumgehopst wie ein kleiner Welpe... :herzen1:

    Gestern der Spaziergang war super. Ich musste so selten zurück rufen. Alle sind entspannt dahingewatschelt. Ok es war heiß, das könnte auch zum friedlichen Verhalten beigetragen haben...

    Also bei uns läufts super zur Zeit.

    hier bei uns ist es eher so, das ich leider recht selten andere Hundebesitzer treffe.. ich würde das gern viel öfter mit Maja üben.. und ich weis ganz sicher, das es bei uns im Ort echt viele Hunde gibt..

    Ich habe eine Zeitlang auch damit gehadert, dass wir keine Hunde treffen und somit wenig üben können.
    Andererseits sind von den wenigen Begegnungen schon so viele schief gelaufen, dass ich es mittlerweile gut finde, wenn wir keinen treffen.

    Ist viel entspannter.

    Aber ich verstehe, dass es mit großen, kräftigen Hunden wichtig ist, dass das reibungslos klappt. Weil man die in Rage kaum gehalten bekommt.
    Ich könnte meine 4 an einer Hand halten, egal wie sehr sie sich aufführen.
    (Trotzdem wird natürlich daran gearbeitet, dass sie brav und gesittet an anderen Hunden vorbeigehen. Ist für alle angenehmer.)

    Die Anspannung/Entspannung des eigenen Menschen kann sehr viel bewirken. Selbsterfüllende Prophezeiung.

    Das mag zum Teil auch sein, aber ev. ist bedingt durch den schnellen Stoffwechsel von kleinen Hunden auch ein schnellerer Abbau der Hormone gegeben.

    Wie auch immer. Otis ist wesentlich entspannter seit der Kastra.
    Er hat heute (verbotener Weise) in meinem Bett mit Enzo gespielt. Ich weiß gar nicht wann die 2 das letzte Mal miteinander gespielt haben.

    Für uns passts.

    (Warum schreit eigentlich keiner bei Kastras von Katzen auf? Reine Wohnungskatzen müssten doch eigentlich nicht kastriert werden. Da denkt keiner nach und doktert jahrelang herum. Das gleiche bei Hengsten. Wie viele Hengste werden kastriert. Auch da wird nicht lange gefackelt. Aber Hunde müssen jahrelang leiden weil wir Menschen uns einbilden, dass das nicht so schlimm ist und die da einfach durch müssen. "Das wird mit den Jahren! schon besser". Finde ich nicht ok.)


    Bei einen so rasanten “Wirkungseintritt“ würde ich mal eher davon ausgehen, dass das Verhalten der beteiligten Menschen der ausschlaggebende Faktor war.

    Ich bin auch sehr überrascht. Denn eigentlich hab ich gehört, dauert die Hormonumstellung bis 6 Monate.
    Aber es sind so viele Situationen wo ich schon Luft hole um zu schlichten und dann passiert einfach nichts.

    Ich weiß nicht ob Otis (der frisch kastrierte) oder Enzo (ihm mussten mit 9 Monaten beide Hoden entfernt werden, weil er von einem anderen Hund verletzt wurde) jetzt zu dem entspannten Verhalten beiträgt, aber es ist wirklich auffallend fast unheimlich ruhig.

    Gerade eben ist Enzo aufs Bett gesprungen und direkt neben Otis gelandet.
    Normalerweise hätte Otis schon ganz fies geknurrt und Enzo dann zurück und wenn ich nicht schnell bin und ein "hey" loslasse, dann wird Luftgeschnappt.
    Jetzt ist Otis nur aufgeschreckt, Enzo hat geschnuppert und gut wars.
    Heute hat Otis Enzo geputzt! Das gabs schon viele Monate nicht mehr.