Für mich kommt Kastration, ohne medizinische Indikation, dem kupieren von Ohren und Ruten gleich. Ersteres macht man beim Hund aus Bequemlichkeit, letzteres geschah (geschieht) aus optischen Gründen.
Das mag für dich so sein. Ich sehe das anders.
Alles anzeigenMein rüde hat 2 Jahre gebraucht, dass sich alles eingependelt hat. Heute ist er der souveränste, gelassenste, selbstsicherste und easy rüde den man sich vorstellen kann.
Er durfte lernen mit seinen Hormonen klar zu kommen, er durfte Beherrschung lernen, er durfte lernen sich zu kontrollieren.
Ich war nie sauer auf ihn deswegen, aber ich wollte ihm die Chance geben, erwachsen zu werden.
Und man, was ist aus diesem infantilen spielehund geworden. Ein erwachsener rüde, der mit allen vier Pfoten im Leben steht, keine unsinnigen Kämpfe führt, sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, aber auch nicht auf jedes gezicke und gepöbel eingeht.Aber du weißt nicht, ob er das mit Kastration nicht auch wäre.
Bzw ist das der Hund, von dem du so genervt in deinem Fotothread warst, wo du über Abgabe nachgedacht hast?
Denn dann kann ich die Sicht die du heute darüber hast nur als verklärt sehen. Denn damals IN der Situation, war es sicher weder für dich noch für den Hund schön. Beide Seiten hatten eine schwere Zeit und da fragt man sich ob es Sinn macht das auszusitzen. Hätte ja auch anders ausgehen können.
Sollte es ein anderer Rüde sein, dann entschuldige.
Ist ein rüde 2-4 Jahre alt, ist hypersexuell, würde ich kastrieren lassen.
Ich finde es nur nicht in Ordnung sich den Hund zurecht zuoperieren, nur weil man eigentlich ein geschlechtsloses Tier möchte, bzw. es leichter haben möchte.
Gleichalterige Rüden im Rudel, muss einem doch klar sein, dass das knallen kann. Gleichalte Hündinnen im Rudel, doch genauso.
Eine hundegruppe zusammenstellen, muss man etwas planen, überlegen, sich die Charaktere anschauen usw.
Ich nehme an, mit zurecht operieren meinst du mich.
Das fände ich dann ziemlich frech. Auch diese immer wiederkehrenden Aussagen vom geschlechtslosen Hund find ich blöd.
Einerseits kommen Aussagen wie "es muss sich nach der Kastration nichts ändern" andererseits sind sie danach geschlechtslos.
Wie jetzt? So wie mans braucht?Hier ist jetzt ein rüde eingezogen, weil ich zu meinen Hündinnen nicht noch eine weitere Hündinn dazu setzen wollte, um eben zu verhindern das es Stress im Rudel gibt.
Das finde ich auch gut. Und sollte irgendwann noch mal ein Hund einziehen, werde ich auch auf die Rudeldynamik achten.
Man lernt ja immerhin dazu.
Bei uns sind übrigens, bis auf den Erwachsenen tierschutzhund, alle Hunde intakt.
Beim borderle fragt mich in 3-4 Jahren dann nochmal, der ist ja noch ein Baby.Und ich denke kein kastrierter/gechippter Hund, hat ein irgendwie besseres Leben, als mein Bub.
Warum man Hengste kastrieren lässt? Weil man sie sonst alleine stellen muss und Pferde eben herdentiere sind. Zudem ist es deutlich schwieriger ein sehr großes, starkes Tier, wie einen Hengst so unterzubringen, dass er eben nicht auf andere Hengste losgeht, oder ständig alles deckt. Ist für viele privathalter einfach schwierig.
Hunde werden ja nun bei weitem nicht so groß wie Pferde z.b. und sind alleine deshalb besser zu kontrollieren und zu halten. Ein Hund ist mit Pferd doch gar nicht zu vergleichen. Zudem laufen intakte Rüden ja meist problemlos mit Hündinnen, selbst wenn diese nicht läufig sind. Und die bloße Anwesenheit eines Rüden, löst bei der Hündin keine Läufigkeit aus.
Zudem sind uns Hunde doch einfach näher, sie sind Meister im interpretieren der menschlichen Kommunikation, dass macht den Hund so erfolgreich.Ist es einfach unkastrierte Hunde beiderlei geschlechts zu haben? Nein, aber um einfach für mich als Besitzer geht es bei Hundehaltung vielleicht auch nicht immer. Den Hunden gegenüber sollte es fair sein.
Ich finde z.b. das deckrüden, bei der alle männliche nachzucht kastriert wird, weil schwierig, nicht händelbar usw. aus der Zucht gehören. Hypersexualität sollte sich nicht so ausbreiten. Ich finde es einfach wahnsinnig schwierig, dass beim Hund normale hormonveränderungen mit dem erwachsen werden als "leiden" empfunden werden bzw. evtl. sogar wirklich "leiden" sind.
Und ich bin kein kastra Gegner. Ich will meinen Hunden nur nicht die Chance nehmen, mit allen Hormonen die zu ihnen gehören, die sie mit ausmachen, die sie ausreifen lassen, durch meine Ungeduld, durch meine Fehler zu nehmen.
Wenn der Border mit 3-4 Jahren nicht mit seinen Hormonen klar kommt, wird er kastriert. Aber seiner Züchterin und der Besitzerin des Vaters vom borderle würde ich sofort Bescheid geben. Einfach damit Sie Bescheid wissen. Ich sag ja, ich bin kein kastra Gegner.
Aber hier Hunde, mit Pferden, und anderem Großvieh zu vergleichen? Finde ich sehr weit hergeholt. Auch mit Katzen ist kaum ein Vergleich möglich, denn Katzen lassen sich nicht in dem Maß trainieren, kontrollieren und erziehen wie Hunde.
Na ja, jedem das seine, aber wollte das nicht einfach so stehen lassen.
Lg
Äpfel und Birnen.....
Du hattest noch nie Katzen und kennst Dich auch mit Katzen nicht weitergehend aus entnehme ich Deinen Sätzen.
Wenn du meinen Beitrag aufmerksam gelesen hättest, hättest du gelesen, dass ich meine Kater und die Katze vor der geschlechtsreife kastrieren ließ.
Mir ging es darum und ich wiederhole mich, dass bei Katern das Wohl des Menschen - markieren stinkt - im Vordergrund steht und es wird als ok empfunden und nicht das Wohl des Katers. Der würde sich vielleicht in stinkender Bude wohl fühlen.
Übrigens markiert der Kater meines Bruders trotz Kastration. Aber es stinkt wenigstens nicht. Weil mir unterstellt: ja ich weiß wie furchtbar ein unkastrierter Kater stinkt. Das ist nicht zum aushalten. Aber das ist ja eben der Punkt. UNS stört es, deswegen müssen die Eier ab.
Beim Hund ist es aber ein Frevel zu kastrieren weil etwas UNS stört. Da ist es nur ok, wenn der Hund unter seinen Hormonen leidet.
Das finde ich scheinheilig. Für Kater ist es ok, die lässt man nicht ausreifen, da ist es ok ein geschlechtsloses Wesen zu haben..
Und Katzen müssen nicht dauerrollig werden. Trotzdem lässt man vorsorglich kastrieren.
Weil es sein könnte. Genauso gut könnte man Hündinnen vor der Geschlechtsreife kastrieren lassen, weil sie könnte Scheinträchtig/Gebärmutterentzündung bekommen was auch immer werden mit allen Komplikationen.
Freigänger sind natürlich zu kastrieren. Darüber braucht man nicht diskutieren.
Ich würde erst einmal in Ruhe abwarten und beobachten.Mein Rüde war nach der operativen Kastration auch ca. eine Woche lang sehr ruhig und (auf den ersten Blick) ausgeglichen.
Tatsächlich war er aber durch den Eingriff und die Hormonumstellung aber einfach nur geschafft und durch die Schmerzmittelgabe an den ersten Tagen ein wenig wattig im Kopf.
Bis Du tatsächlich beurteilen kannst, wie sich die Kastration auf den Hund auswirkt, dauert es. Das siehst Du nicht nach ein paar Tagen. Und Du solltest auch nicht vergessen, dass die Kastration u.a. auch Auswirkungen auf die Schilddrüse haben kann und Dir perspektivisch ganz neue Baustellen eröffnet.
Otis hat leider keine Schmerzmittel bekommen (nur die Infusion bei der OP).
Der war bis inkl. Sonntag sehr gebremst und außer schlafen hat der gar nix gemacht.
Aber jetzt ist er ungebremste Lebensfreude pur. Also Schmerzen hat er nun keine mehr.
Wie gesagt, ich bin sehr (angenehm) überrascht wie sich das ganze entwickelt. Das war gar nicht meine Intention.
Mir geht es mit dem Vergleichen der verschiedenen Arten rein um das Gefühl das man dabei hat.
Da muss es so sein. Da spielt kein Mitleid mit. Das ist ganz pragmatisch einfach die einzige Lösung.
Beim Hund wird erzogen und gewartet und (teilweise) gelitten gelassen, weil es könnte sich ja auswachsen.