Da schwirrt dir ja wirklich der Kopf!
Aber was erwartest du: wenn du jetzt 20 andere Meinungen kriegst, siehst du dann wirklich klarer? Man kann die Sache auch verkomplizieren.
Gesunde Hunde sind recht flexibel, was die Nahrung betrifft und gedeihen oft auch mit schrecklicher Nahrung. Es gibt Hunde, die nur Fleisch und Knochen fressen und alt werden, ebenso solche, die mit vegetarischer Ernährung alt werden. Damit will ich nicht den Hund als Abfalleimer propagieren, aber man kann es auch übertreiben! Beim Welpen/Junghund oder beim kranken Hund muss man es natürlich schon genauer nehmen.
Unter Reitern gibt es den Spruch: Das Auge des Herrn füttert das Pferd - das lässt sich bei den Mengenangaben gut auf den Hund übertragen. Richte dich nach den Hunden, was Menge und Verträglichkeiten betrifft. Es gibt Hunde, die gemischte Fütterung von allen Zutaten problemlos vertragen, andere sind besser dran, wenn beispielsweise Trofu und Frischfutter an verschiedenen Tagen gereicht wird. Auch zur Anzahl der Mahlzeiten sollte man flexibel bleiben. Als Tendenz kann man sagen, dass gierige Fresser eher häufiger, mäklige eher seltener gefüttert werden sollten.
Zum Knoblauch und andern giftigen oder ungesunden Dingen: Die Menge machts, ob ein Ding ein Gift ist. Ich füttere Lunderland-Gemüseflocken nicht täglich und auch nicht pfundweise, da brauche ich mir keinen Kopf zu machen. Ditto zum Getreide: in mässigen Mengen für einen nicht-allergischen Hund kein Problem; Hunde werden seit zig Generationen mit Getreideprodukten gefüttert. Strikte notwendig ist es ebensowenig wie die Milchprodukte, wichtiger ist genügend Fleisch.
Es kann den Hunden nur gut tun, wenn man die Fütterungsfrage beim gesunden erwachsenen Hund etwas lockerer angeht. Stress wirkt sich nämlich recht markant auf die Verdaulichkeit und Bekömmlichkeit der Rationen aus.... 