@Tibet-Mix
Also so allgemeine Tips beim Brot backen.
Wenn du den Teig herstellst, am besten mit der Hand kneten, nicht mit einem Handrührgerät. Ich weiß nicht so ganz warum, aber Brotteige verbinden sich nicht immer richtig wenn man mit der Maschine knetet.
Wenn der Teig dann trotzdem zu trocken ist, muss evt etwas mehr Feuchtigkeit an die Teigmasse. Das hängt unter Anderem mit den Temperaturen draußen und im Wohnhaus ab (insbesondere Küche) und auch mit der Luftfeuchtigkeit. Die Konsistenz des Teiges kann man besser überprüfen, wenn man mit der Hand knetet. Man knetet dann entweder in einer großen Schüssel, oder auf einer bemehlten Oberfläche. Dann braucht man aber je nachdem wieder etwas mehr Wasser. Damit der Teig nicht immer so ekelig an den Fingern klebt, zieh ich die Einmalhandschuhe an und mache diese dann ganz leicht feucht. Wobei ich überwiegend Roggenmehl verarbeite und der klebt extrem.
Wenn der Teig dann nicht richtig aufgeht gibt es mehrere Möglichkeiten, warum das passiert ist. Es hängt aber einfach fast immer mit der Hefe zusammen. Hefe lässt den Teig aufgehen, braucht aber um überhaupt arbeiten zu können Zucker. Die Form des Zuckers ist dabei egal. Also z. B. Honig. Umso weniger Hefe in einem Teig drinnen ist, um so länger benötigt er um aufzugehen. (Die Teige die ich backe brauchen schon mal bis zu 5 Tage Zeit zum gehen. Dafür ist da aber nur 4-7g frische Hefe drinnen)
Außerdem benötigt er die richtige Temperatur. Ich hab noch nicht so ganz raus wann und warum ein Teig in den Kühlschrank, bei Zimmertemperatur, oder warm gehen muss. Bei den "leichteren" Rezepten muss der Teig in der Regel an einem warmen Ort gehen. Z.B im Backofen bei 25-50°C. Konstante 25° erreicht man, wenn man im Backofen die Lampe an macht (ohne Hitze). In der Regel dann auch hier ca 1h.
Dann kommt es wieder etwas auf den Teig an. es gibt teige, die müssen mit Mehl bestäubt werden, oder mit Wasser die Außenhaut benetzt bekommen. Dann kann man die mit einem einfachen Leinentuch abdecken, oder Luftdicht mit einer Folie verschließen. Dann bekommen sie auch gleichzeitig das Schwitzwasser zurück.
Danach muss der Teig immer nochmals geknetet, um anschließend in Form (z.B. Kuchen Kastenform) gebracht zu werden.
Danach muss immer die so genannte Stückgare erfolgen. Der Teig sollte wenigstens bei Zimmertemperatur noch mal 30 Minuten Zeit haben, sich zu entspannen. Dafür muss er auch zugedeckt werden.
Um eine schöne Kruste zu bekommen, muss man eine Feuerfeste Schale mit Wasser in den Backofen geben. Ca 10 Minuten auf hoher Temperatur backen. Dann den Backofen weit öffnen, die Schwaden (also den Wasserdampf) rauslassen und die Schale entfernen. Dann in der Regel noch mal 5 -10 Minuten bei hoher Temperatur backen. Danach die Türe vom Backofen leicht öffnen und noch mal 5 Minuten bei hoher Temperatur weiterbacken lassen, oder die Temperatur runter drehen und die Türe zulassen. Das kommt aber wirklich auf die Teigkonsistenz an. Am besten immer spinksen, damit da nichts anbrennt. Um zu kontrollieren, ob der Teig gar ist, kann man so einen Plastikzahnstocher nehmen und reinstechen. Bleibt Teig dran kleben ist er noch nicht durch. Dann muss die Temperatur runter gedreht werden und der Teig braucht dann noch etwas Zeit. Da ich die Brotkrusten wirklich lieber hart mag, kann ich das nur nach den ersten 10 Minuten klären, wie der Teig innen aussieht, weil ich sonst nicht mehr durch die Kruste piksen kann.
Danach kommt immer nur noch abkühlen und ESSEN!!
Ich würde bei dir einfach ins blaue raten und sagen: zu wenig Zeit gelassen und zu wenig Wasser. Wobei gerade bei Wasser (egal ob Wasser, Milch, o. Ä.) manchmal 1-2 mL Ausschlaggebend sind.
Brotbacken ist so eine kleine Wissenschaft für sich und es spielen oft auch einfach die Umweltfaktoren eine wichtige Rolle.
Einfach noch mal ausprobieren und gucken wie sich der Teig verhält. Und dann dementsprechend Mehl, oder Feuchtigkeit dazugeben.
Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Roman etwas helfen.