Beiträge von Iluri

    Dackel zum Beispiel.

    Oder die diversen Bassetrassen und niederläufigen Schweißhunde. Alle haben kurze Beine um langsamer zu sein. Bis auf den Dackel, der soll in den Bau passen.

    Für den Hund selber hat das keine Vorteile.

    Naja solang der Hund dadurch seine Arbeit besser machen kann, finde ich "für den Hund hat das keine Vorteile" ein bisschen unfair. Wenn der Basset seine Aufgabe machen darf und da seine Erfolgserlebnisse hat, bezweifel ich auch, dass er psychisch unter den kurzen Beinen leidet (körperlich sollte es im Idealfall ja beim Arbeitshund auch nicht so sein). Aber so einen Hund in ein anderes Umfeld zu setzen und zu sagen "jaja doch die kurzen Beine haben ja einen Sinn" und den dann nicht zu nutzen, das finde ich schon frech.

    Für den Hund hat es einen Vorteil nicht so schnell laufen zu können? Wie denn das?

    Und ja, bei den ganzen Bassets ist genau das der Grund für diese Zucht. Man möchte bei der Jagd bequem zu Fuß hinterherkommen als Mensch.

    Ich finde es irgendwie befremdlich, dass bei Arbeitshunden, die kritische Merkmale aufweisen, argumentiert wird: "Braucht's für die Arbeit, anders wär's dem Zweck nicht dienlich".

    Welche meinst du?

    Eigentlich müssen doch Arbeitshunde funktionale Körper haben?

    Dackel zum Beispiel.

    Oder die diversen Bassetrassen und niederläufigen Schweißhunde. Alle haben kurze Beine um langsamer zu sein. Bis auf den Dackel, der soll in den Bau passen.

    Für den Hund selber hat das keine Vorteile.

    Wirklich gesunde (also noch keine vorfälle und erkrankungen) dackel sehe ich bei uns wirklich nur die, die auch gearbeitet werden, da hier die Förster und Jäger auf ihr gutes "arbeitsmittel" wirklich wert legen.

    Als ich Kind war wohnten wir in einem Haus zusammen mit einem Dackelzüchter der seine Hunde auch jagdlich führte.

    Seine Hunde mussten mehrmals täglich durchs Treppenhaus in die erste Etage. Die damaligen Treppenstufen waren sehr hoch.

    30 Jahre konnte ich seine Zucht verfolgen. Nicht ein Hund bekam Dackellähme oder einen Bandscheibenvorfall.

    Woher kommt das heutige Problem?

    Vielleicht einfach Glück, plus gute Haltung. Das Problem ist definitiv nicht neu. Ich glaube der Name "Dackellähme" kam in den siebzigern auf.

    Ich finde es irgendwie befremdlich, dass bei Arbeitshunden, die kritische Merkmale aufweisen, argumentiert wird: "Braucht's für die Arbeit, anders wär's dem Zweck nicht dienlich". Bei Begleithunden, deren Zweck es ist, zu gefallen, ist das viiiel böser. Ich kann verstehen, dass es da evtl. eine Abstufung gibt (Arbeitszweck vs. gefallen), aber als Argument würde ich den Arbeitszweck trotzdem für mich nicht durchgehen lassen. Für mein Empfinden ist es ganz schön unschön, ein fühlendes Lebewesen behindert zu züchten, weil Mensch es für irgendwelche Zwecke grad so braucht. Hm.

    Danke.

    Ein schlechtes Lebensumfeld ist für alle Hunde blöd. Bei Dackeln sieht man halt die Schwachstellen noch besser als sonst wenn sie schlecht "gepflegt" werden. Das ändert aber am Grundproblem nichts. Auch beim Mops zB werden schon vorhandene Probleme immer gravierender je schlechter die Gesamtkonstitution des Hundes ist.

    Und zum ursprünglichen Zweck: der ist der Showzucht wirklich sowas von egal, und da kommen die krassesten Gehwarzen halt her. Dass bei den Nutzhunden die etwas moderateren Typen überwiegen ist so, und trotzdem haben die Hunde im Vergleich zu Hunden mit normal langen Beinen große Nachteile. Abgesehen davon ist es für mich auch nicht vertretbar Hunde für einen bestimmten Zweck (außer Aussehen, das ja eh) so zu züchten dass sie einen Schaden davon haben.