Beiträge von Elin.

    @yane, ich find es unverschämt, was du schreibst. Anders kann ich es echt nicht sagen. Ich suche keinen Hund, der in jeder Situation auf Knopfdruck funktioniert, und ich bin mir im Klaren darüber, dass Hunde Individuen sind und es innerhalb der Rassen große, teils sehr große Bandbreiten gibt. Irgendwie frech, was da für Unterstellungen durchklingen. Natürlich ist jeder Hund nochmal individuell und natürlich werde ich bei jeder Rasse und bei jedem Hund auch Aspekte haben, wo ich viel dran arbeiten oder managen oder meinen Alltag etwas dafür umstellen muss, natürlich kann man das nicht genau vorhersehen und natürlich werde ich mich nach meinem Hund richten, was ihm leicht fällt oder wo er Schwierigkeiten hat.
    Ich schau mich halt einfach mal ganz allgemein mit viel zeitlichem Vorlauf querbeet in der Hüte- und Gebrauchshundecke um, versuch einfach einen Überblick zu kriegen und Vor- und Nachteile der Rassen abzuwägen im Vergleich, versuch Hunde kennenzulernen, die ich hier bei mir halt weniger um die Ecke hab, und hab Interesse an Vorschlägen zu Züchtern oder Linien, die mir empfohlen werden, wo jemand Ahnung von der Rasse hat und evtl. auch geprüfte Rettungshunde kennt, die dort herkommen.

    Du erinnerst mich stark an einen mir damals noch nicht bekannten Züchter, den ich wegen eines Welpen anrief. Der Wurf war damals 2 Tage alt. Sinngemäss kam rüber, ich könne doch schnellstmöglich vorbeikommen und meinen Welpen aussuchen. Auf meine Anmerkung von wegen, warten, bis individuelle Unterschiede erkennbar sind, kam die Antwort "wieso, die unterscheiden sich etwas in Grösse und Farbe und ansonsten sind sie Rasse XY" .... Jepp, genau, weil die Rassezugehörigkeit automatisch Wesen, Charaktereigenschaften etc. automatisch festlegt und alle Hunde einer Rasse genau gleich ticken.

    Ich hoffe allerdings nur für deinen zukünftigen Hund, dass Du, wenn Du dann in ferner Zukunft die 100% passende Rasse gefunden hast, auch der 100% passende Hundeführer bist, den eine solche Rasse verdient hat.

    Du kennst mich überhaupt nicht, ich find es wirklich einfach nur daneben, dass ich mir von jemand Fremden sowas anhören muss. Das können mir dann immer noch die Leute sagen, die mich kennen, wenn sie denn so über mich denken.
    Ich hab nirgends was von "100% passend" geschrieben und irgendwie klingt hier durch, dass der Hund dann wohl sicher jemand besseres als mich verdient hätte.

    Mein jetziger Hund ist/war in keiner Weise so, wie ihn mir das TH beschrieben hat, nichts war so wie geplant/erwartet/beschrieben - und dann? Ich hab mich drauf eingestellt, meinen Alltag angepasst, mich mit Themen auseinandergesetzt, die ich vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte und wir leben hier sehr glücklich und zufrieden. Und dann muss ich mir unterstellen lassen, dass ich einen Hund nicht als Individuum sehe und erwarte, dass der Hund auf Knopfdruck in jeder Situation funktioniert ... Sorry, aber das muss echt nicht sein in dem "Ton" hier was Derartiges zu schreiben. Man könnte auch einfach freundlich drauf hinweisen, dass es innerhalb der Rassen große und nicht immer vorhersehbare Unterschiede gibt und ich das bedenken solle ... Übrigens frag ich hier doch die ganze Zeit nach Unterschieden im Spektrum einer Rasse und nach ganz konkreten Züchtern/Linien, wo es gute Rettungshunde gibt bzw. wo das Wesen am ehesten in die Richtung geht, die gut passen könnte. Das ist dann ja wohl das Gegenteil von dem, was du geschrieben hast, wie du glaubst dass ich denke.

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    Lieben Dank für die ganzen weiteren Antworten, ich schreib irgendwann später was dazu, grad ist mir die Lust erstmal vergangen.

    @naijra Danke für den langen Text!

    Die Hündin ganz anders. Top motiviert, hat schnell verstanden, sucht auch Fremde problemlos. Probiert öfters, über Hochwind zu gehen - die wäre auch auf Fläche gut zu gebrauchen. Ein toller Hund!

    Das klingt super!
    Wenn der andere nicht passend aufgebaut wurde, kann man den ja auch eher weniger als Bezug hernehmen, oder?

    Bei den Hovis ist die Bilanz auch gemischt. Fängt an bei absolut Null Bock auf Arbeit, egal was. [...] Bei allen ist die Crux der Arbeitswille. Der kommt sehr unterschiedlich ausgeprägt, aber sie sagen alle gelegentlich mal: Nö, keine Lust heute, ich mach lieber was anderes.

    DAS ist halt sehr ungünstig. :verzweifelt: Kommt da dann einfach der ursprüngliche Hofhund durch, der halt gern rumliegt und aufpasst und mal jemanden vertreibt, aber allgemein nicht sooo die Power und den Willen hat mit seinem Mensch richtig aktiv was zu tun und den Kopf anzustrengen?

    Dasselbe bei den Schnauzern. Bisher waren alle hoch passioniert bei der Suche, aber die Details regeln sie lieber selber. Oder machen ab und an was ganz Privates. Ich habe sie als sehr durchsetzungsfähig erlebt, leider auch bezüglich Privatinteressen. Ob die Riesen da ähnlich eigenständig sind, weiss ich nicht - eine Kundin, die beides hat meinte, die Riesen seien einfacher.

    Dass die Riesen einfacher sind, hab ich hier im Forum auch schon gelesen. In echt erlebe ich viiiel zu wenige Schnauzer, um mir da ein Urteil anmaßen zu können. Ne gewisse Selbständigkeit ist ja hilfreich, dass der Hund nicht jeden Schritt vorgebetet kriegen muss, sondern auch mal alleine ne Situation lösen kann, aber er sollte halt an der Arbeit dranbleiben. :p

    @bordy Ich danke dir sehr! :smile: Grad auch für die ganz konkreten Beschreibungen mit den Zwingern und so. Die Züchter werde ich mal ein wenig im Auge behalten.

    Ich werd die Rasse auf jeden Fall weiter verfolgen, irgendwie scheint es ja bei den meisten Rassen auf meinem Zettel eher schwierig zu sein, den genau passenden Hund zu finden. Aber es scheint ja doch machbar zu sein.

    Hier soll eine Hündin zu einem kastrierten, insgesamt sehr unproblematisch-freundlichen und nicht mehr ganz jungen Rüden ziehen. Das sind dann wohl ganz gute Bedingungen von der Konstellation her, schätze ich.

    Weißt du was zur Tauglichkeit von RS, die nicht speziell aus dem Leistungsbereich kommen?
    Z.B. Retriever aus SL gibt es in der RHA ja auch endlos viele, auch einige HZ DSH, SL Aussies, ...


    Ich glaub, die Hovis muss ich mir wirklich mal angucken. Ich weiß von einer RH Staffel, wo Hovizüchter aktiv sind und die eigenen Zuchthunde auch in der RHA natürlich entsprechend ausbilden. Ich hab die Leute aber bisher nur mal auf Seminaren gesehen und das am Rande mitgekriegt, ich kenn die Hunde nicht und muss auch erstmal gucken, welche Staffel das war, ob das für mich erreichbar wäre.

    Danke für die ausführlichen Beschreibungen @bordy und @Syrus, das hilft mir sehr weiter! :smile:

    Zum Riesenschnauzer:

    Ist die Blutbasis denn nur ziemlich klein - oder problematisch klein?

    Also insgesamt stehen die Chancen ganz gut, einen nervlich nicht-angekratzten Hund mit etwas weniger Aggression zu bekommen, oder gestaltet sich das durchaus schwierig?

    @bordy Würdest du mir per PN die Staffel verraten? (Wenn du magst.)
    Wegen dem Hund, der jetzt zur Abgabe steht - sind Konflikte mit anderen Hunden im selben Haushalt häufig bei den RS? Muss man sich da auch viel Management einstellen oder funktioniert das i.d.R. doch ganz gut, wenn der Ersthund normal umgänglich ist und der RS als Welpe da reinwächst?

    Ich sehe da auch keine Probleme bzgl der Reserviertheit Fremden gegenüber, der soll mit dem Opfer ja nicht kuscheln sondern es finden und anzeigen.

    Im Grunde ja. Aber man muss sich halt sichergehen können, dass auch "komische", vielleicht betrunkene Opfer usw. vom Hund nicht angegangen werden. So zuverlässig muss der Hund auf jeden Fall sein, bzw. im Lauf der Zeit werden. Und es gibt auch vermisste Personen, die z.B. vor lauter Erleichterung den Hund umarmen wollen oder solche Geschichten.
    Das wird auch alles geübt im Training, aber das mit dem "nur anzeigen" ist halt so ne Sache manchmal ... Man ist ja meist nicht dabei, wenn Hund + Opfer in Kontakt kommen. Die Person hat im Zweifelsfall keine Ahnung von Hunden, ist vielleicht verletzt/verwirrt/betrunken/suizidgefährdet/psychisch krank/dement/unterkühlt/panisch/wasauchimmer und kann entsprechend auf den Hund reagieren.
    Also Reserviertheit an sich ist kein Problem, aber der Hund muss halt Situationen auch mal aushalten können bzw. im Zweifel der Person ein paar Schritte ausweichen, wenn die sich ungut auf den Hund zubewegt, er darf die Person dann halt nicht fressen wollen.

    Was Größe und Gewicht angeht, hab ich ein paar Beiträge vorher was geschrieben zu den Beaucis, die ich gestern kennenlernen durfte. :smile: Und ich möchte eh eine Hündin, bzw. bei den drei Rassen dann einen eher schlankeren Typ. Das sollte dann schon möglich sein. An der oberen Grenze, aber möglich, denke ich.Bzgl. Alltagstauglichkeit: Das kommt drauf an, wie bis dahin meine Lebensumstände sind. Das kann ich grad mitten im Studium noch nicht abschätzen, wie genau ich in den nächsten 1, 2, 3 Jahren dann wohnen werde usw. Aber da werde ich natürlich dann drauf achten, wenn es ganz konkret wird. Dafür bleibt der Golden mal noch auf meiner Liste. ^^

    Das mit den pfeffer-salz Hunden ist ja interessant! Das hab ich zwar mal gehört, aber eher für ein Gerücht gehalten. Verrückt! Das wäre dann echt spannend Näheres zu wissen.

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    Beim Hovi hab ich mittlerweile den Eindruck, dass ich da alles Mögliche bekommen könnte, vom eher gemütlichen, wachsamen Bauernhofhund bis hin zu Hunden, mit denen dann teils auch IPO gemacht wird usw.? Gibt's da irgendwie klare Trennungen von den Linien her, dass man gut voraussehen kann, was man bekommen würde?

    Kann mir jemand einen Vergleich ziehen zwischen Beauceron, Riesenschnauzer und Hovawart?
    Letztere kenn ich nämlich auch kaum bis gar nicht, da würden mich die Unterschiede interessieren. Sind halt alles erstmal Kälber :p und von den RS und Hovis hab ich bisher eher oberflächliche Vorstellungen, glaube ich. Ich nehm an, es gibt bestimmt auch deutliche Unterschiede, aber wo liegen die denn ganz genau?