Beiträge von Gersi

    Ich kenne aber grundsätzlich auch jüngere Hunde durch Tierheimpatenschaften, Gassi gehen oder im "Bekanntenkreis". Aber klar, first hand Erfahrung habe ich damit nicht.

    Das musst du nicht "beantworten", ist als Hinweis gemeint, nicht als Frage. In einem Hundeforum, in dem x Unbekannte alles lesen, sollte man ja vorsichtig mit Privatem sein.

    Aber mir scheinen die Aussagen, was trotz Beeinträchtigung bei dir geht, ein wenig auseinander zu gehen.

    Wenn du von Bekannten schreibst, von regelmäßigem Kontakt zum Tierheim, von gemeinsamen Gassigängen - und von der Möglichkeit mit dem neuen Hund Mantrailing o.ä. zu versuchen... dann klingt das anders als "immer alleine", "nur raus zum Gassigehen".

    Auch dass weder Öffis noch PKW eine Option für dich sind, musst du im Blick behalten, wenn du beispielsweise an Mantrailing denkst...

    Vielleicht wäre die richtige Reihenfolge für dich eher, zunächst aus der Einrichtung auszuziehen und dann zu überprüfen, was im Alltag für dich funktioniert - bevor du entscheidest, ob du in diesem Alltag dann einem Hund gerecht werden kannst.

    Eine HuTa, einen Plan B zu haben, ist immer gut.

    Aber wenn sich das ändert:

    Außerdem ist Oskar (noch) nicht sehr gern allein.

    ... würde ich persönlich die Dienstage auch mal so testen. (Evtl. sogar ohne "Pause", etlichen Hunden fällt das Alleinebleiben nach der Unterbrechung schwerer als die komplette Zeit am Stück - einfach mal ausprobieren.)

    Wie gesagt: Falls der Hund lernt, entspannt zu Hause zu bleiben - das ist die Voraussetzung. Aber wenn das steht, fände ich jetzt an einem Tag, acht Stunden im worst-case, nicht die Katastrophe.

    Meine kleine Hündin ist im Sommer 2023 im Alter von 20 Jahren und 7 Monaten verstorben. Sie war fünfeinhalb Jahre bei mir.

    Bitte bedenke unbedingt, dass deine Hündin mit 15 bei dir eingezogen ist. Das ist wirklich sehr, sehr, sehr alt für einen Hund. Der ist dann weit entfernt von "im Saft stehend". Egal wie groß, welche Rasse, egal wie alt er im Endeffekt dann noch wird.

    Wenn ich dich recht verstanden habe, ist der momentane Plan, dass der Hund dann, nachdem er woanders ausgebildet wurde, knapp dreijährig einzieht? Das sind (und hier tatsächlich rasseunabhängig) ganz andere Bedürfnisse als bei einem 15jährigen Hund.

    Mein 'liebster' Menschenkontakt ist, wenn Leute, sobald sie mich sehen, die Straßenseite wechseln.

    Der Hund braucht aber ein Sozialleben. Das muss nicht bei jedem Hund ein Verein sein - aber mehrmals wöchentlich mit Artgenossen interagieren, die Möglichkeit muss gegeben sein. Gibt Hunde, die das weniger brauchen - und spielen/toben mit Wildfremden macht eigentlich kaum ein erwachsenes Tier.

    Aber feste Bekanntschaften, gemeinsam Zeitung lesen etc. - das musst du irgendwie einrichten können.

    Noch mal: Damit meine ich nicht, dass der Hund jeden Tag leinenlosen Kontakt zu ihm unbekannten Hunden haben sollte. Aber so wie du das beschreibst (vielleicht täusche ich mich), ist deine Vorstellung tatsächlich "null Kontakt", dauerhaft. Das ist meiner Meinung nach nicht zu verantworten.

    Obwohl ich "professionelles googeln" gelernt habe, ist die DF-Suche immer gut zur... sagen wir: "Kompetenzerweiterung" :pfeif:

    Danke!

    Ich halte durchaus einiges auf meine Fähigkeiten, Dinge im Netz zu finden. Aber hier scheitere ich häufiger, als dass ich dort lande, wo ich hin will.

    Hatte in diesem Fall den Titel falsch gemerkt

    "Was findet ihr an anderen Hundehaltern richtig gut?"

    und damit habe ich in der Forumssuche keine Chance fündig zu werden, wenn es heißt

    "Was findet ihr bei manchen Hundehaltern so richtig gut?"

    Und wenn der Thread wider Erwarten nicht im "dies und das" sondern bei "Haltung und Ausbildung und Erziehung" abgelegt ist... dann bin ich auf diesen Thread und nette Menschen angewiesen.

    Bei mir in der Straße wohnt seit ein paar Monaten ein neuer Hund. Die Leute hatten vorher eine sanfte Hündin, die alt wurde und in den letzten Jahren auch wirklich sehr ruhig war.

    Der neue ist ... anders.

    Und ich bin mir auch nicht sicher, ob die Vermittlung in diese Wohngegend das beste ist, was dem Hund passieren konnte.

    Aber es geht voran: Vor Wochen stand der schreiend in der Leine, wenn er andere Hunde nur gerochen hat, reagierte auf Leinenklimpern und war vor allem nachts unterwegs. (Leider zum Zeitpunkt meiner letzten Runde, weswegen eher wiederholt wegen Nastro auslösen musste.)

    Heute hat gereicht, dass ich mit Nastro die Straßenseite gewechselt habe, die Blickachse beim Passieren so gewählt, dass parkende Autos dazwischen waren, als wir aneinander vorbei sind - und der Hund hat wirklich nur gegrollt.

    Noch immer angespannt, frontal auf dem selben Bürgersteig geht bestimmt noch laaaange nicht. Bei freier Sicht hätte er wahrscheinlich auch gepöbelt - aber die Leute sind dran und es geht aufwärts. Machen die wirklich gut. Ich drücke denen alle Daumen.