Beiträge von Gersi

    Finde auch, dass das eigentlich ganz gut klingt. Scheint, als würdet ihr beide damit klarkommen.

    Eine Anregung vielleicht noch: Evtl. hat er sich beim Vorbesitzer bereits komplett daran gewöhnt, dass immer Zug auf der Leine ist.
    Evtl. könnte dann Halsband-statt-Geschirr (oder eben andersherum) helfen, so dass du es neu aufbauen kannst.

    Das könnte auch der Fall sein, obwohl er "die meiste Zeit ohne Leine lief" - wenn alle Leinengänge so abliefen, dass er zog, kann das schon sehr fest sitzen. Könnte eine Erklärung sein, warum er sich auch so hinsetzt, dass Zug auf der Leine ist. Evtl. "muss" das so in seiner Wahrnehmung sobald die Leine dran ist.

    Der Hund klingt nicht komplett entspannt. Hunde bleiben in aller Regel nicht gerne alleine. Und Hunde, die das erst lernen müssen, haben am Anfang häufiger Stress mit dem Alleinebleiben.

    Was du beschreibst, klingt nicht nach Panik. Ich denke viele ungefilmte Hunde verhalten sich anfangs ähnlich, bis sie sich irgendwann in ihr Schicksal fügen und dann einfach akzeptieren.

    Klar kannst du jetzt versuchen, Ablenkung zu schaffen (Kausachen etc.), Entspannung möglich zu machen (Räume begrenzen, Musik an...) oder sogar ganz von vorne aufbauen, wieder minutenweise, so dass der Hund nie in den Zustand kommt, zu winseln oder unruhig zu werden. Keiner kann dir sagen, was deinem Hund helfen wird. (Du kannst ja mal im Lonely Barkers-Thread lesen, da wird viel beschrieben). Und möglich, dass Nachjustieren aber vor allem, dass ihr euch da jetzt groß Gedanken drum macht, die Situation verschlechtert.

    Ihr wisst schon, dass der Durchschnittshundehalter nicht Mal auf die Idee käme im Internet nach einem Forum rund um Hunde zu suchen und dass die meisten da draußen nicht wissen, was für eine Wissenschaft man draus machen kann?

    Das finde ich schlicht arrogant.


    Und ja: Norm insofern als dass "nicht-foris" in aller Regel gut zu ihren Hunden sind. Manchmal gibt's Schwierigkeiten bei "denen".
    Bei "Foris" funktioniert es manchmal auch nicht.

    Und manche "nicht-Foris" werden erst zu Foris, weil sie mit ihrem Latein am Ende sind und Hilfe brauchen.

    Andere "nicht-Foris" haben den 3. Hund, waren nie mit ihrem Latein am Ende - und sind evtl. genau deswegen im Ghostbusters- statt im Hundeforum unterwegs.

    Aber für die Tierheime ist genau DAS tägliche Realität.
    Nicht von den Foris hier, die Tierheimmitarbeiten hams ja noch mit andern Nasen zu tun

    Ich mag deine Art, die Gemeinsamkeiten zu suchen und Brücken zu schlagen - aber das ist unlogisch.

    Ich bin recht sicher: Für manche TH-Mitarbeiter sind auch die "Foris", die sich hier gerade zu Wort melden mit ihren Erfahrungen "solche Nasen". Und genau da ist das Problem.
    "Wir Foris" sind doch nicht besser als andere. Aber selbst in dieser überschaubaren Gruppe haben wir etlich: Im TH abgelehnt, aber anscheinend durchaus halbwegs zumutbare HH.


    @Gammur ist dann die Nase, die Hunde hortet... nicht genug bekommen kann.

    Ich bin dann diejenige, die ohne Garten und berufstätig und ?? ist.

    Ich finde es nur seltsam, dass es scheinbar auch einige Hundehalter aus dem Forum hier gibt, die im Tierheim keinen Hund bekommen haben, weil sie ungeeignet sind, nun aber aus anderer Quelle dennoch einen Hund haben und sowohl Menschen und Hund sind glücklich.

    Hier!

    Ich hatte ein Zeitfenster: Ein Hund gestorben, brauchte ein wenig, um zu wissen ob ich dieses oder ein Jahr später bereit für einen neuen bin. Und dann hatte ich etwa 3,5 Monate Vorlauf - wusste aber welcher Monat es sein muss, damit die Eingewöhnung hinhaut. Deswegen war ich ungeduldiger als ich es normalerweise wäre.

    Die Kontaktaufnahmen zu Tierheimen waren echt ernüchternd. Nach der Eingewöhnung in der Regel 5 Stunden allein zu Hause? Da bin ich bei etlichen rausgeflogen. Und ganz ehrlich: Das ist lächerlich.


    Deswegen Auslandstierschutz für mich - die sind in der Regel weniger wählerisch: Eine Orga war auch strange... Aber ich habe dann einfach geschaut, wer mir einen Hund in diese unzumutbaren Umstände vermittelt - und mich dann anhand einiger Kriterien für einen entschieden.

    Mir geht es ähnlich wie @Sus.scrofa. Ich bin diejenige, die zuckt.

    Das ist nichts hysterisches - ich schaffe es zu funktionieren. Aber bei einem Gewitter bin ich extrem angespannt und wenn es in meiner Nähe knallt, zucke ich unwillkürlich zusammen.
    Auch Böller an Silvester kann ich gar nicht gut ab.

    Ich vermeide deswegen Kontakt zu meinen Hunden, wenn's knallt: Meine Eltern sitten jedes Jahr an Silvester. Ich könnte niemals in dem Zustand einem Hund Halt geben.

    Was ist das Gegenteil von souverän? Das bin ich dann.

    Da es allerdings unmöglich ist, jedem Knall aus dem Weg zu gehen, "schaffe" ich es irgendwann, dass meine Hunde auch sehr skeptisch reagieren. Nastro unterscheidet momentan zum Glück noch: Laute Geräusche in meiner Nähe? Gefahr. Ansonsten sind laute Geräusche ihm echt egal. Silvester hat er fast komplett im Körbchen verbracht.

    Ich kann persönlich verstehen, dass ihr mit drei kleinen Kindern einen Welpen wollt.

    Aber ich denke, dass klappt nicht so einfach, wie ihr euch das jetzt vorstellt:

    - die Eingewöhnungszeit ist mit vier Wochen zu knapp

    - Welpen haben auch mal ihre wilden-fünf-Minuten, schnappen, rennen, knurren. Ja, auch wenn die Menschen richtig mit ihnen umgehen. Das ist nicht die Ausnahme sondern tatsächlich die Regel. Und auch wenn ich deiner Meinung bin, dass der "eigene Hund" für ein ängstliches Kind sehr wahrscheinlich etwas ganz anderes ist als irgendein Hund: Am Anfang kennt das Kind den Hund ja noch nicht. Und gerade am Anfang könnt ihr vom Hund nicht erwarten "sensibel", "vernünftig", "zurückhaltend" zu sein.

    Das sind zwei Aspekte, über die ihr glaube ich noch einmal nachdenken müsst.

    P.S.:
    Ich persönlich finde die Kombination Wach-/Schutztrieb und Kinder generell ungünstig. Ein Hund schreckt eh ab.
    Es gibt keinerlei Vorteile für euch, wenn ihr euch einen "Beschützer" zulegt - aber möglicherweise ernsthafte Probleme.

    Meine Erfahrungen (3 Hunde) und mein "anekdotisches Wissen" sagt: Vorkontrolle ist oft Standard, Nachkontrolle die absolute Ausnahme.


    Das ist keine Kritik - ich persönlich finde die Arbeitskraft auch effizienter bei anderen Dingen eingesetzt.

    Die Nachkontrolle wird eben "angedroht" - aber mehr auch nicht. (Ist aber wie gesagt wohl vernünftig: Irgendeine Handhabe hätte die Orga nur, wenn's tierschutzrechtlich relevant würde... und ob diese Leute, dann die Orga ins Haus bitten bzw. das widerrechtliche Verhalten dann zeigen, ist ja mehr als fraglich.)