Beiträge von Gersi

    Meine Guten,
    ich brauche mal eure geballte Erfahrung und euer mühsam erworbenes Wissen in Instant-Form. Meine Dankbarkeit ist euch schon jetzt gewiss!!!

    Der Hund meiner Eltern ist sehr alt und auf dem letzten Stück des Weges angekommen. Die Hitze macht ihm zu schaffen, das Herz will nicht mehr so wie es müsste und vorgestern hatte er obendrein noch einen Infekt. Er frisst sehr schlecht und mittlerweile sehr, sehr ausgesucht.

    Fertigfutter rührt er nicht mehr an.

    Wir sind vor einigen Wochen dazu übergegangen Suppenfleisch (Rindfleisch, Muskelfleisch) und Kartoffeln anzubieten. Nachdem er beim Infekt sein Nassfutter erbrochen hat, frisst er allerdings nur noch das. Sicher geht Muskelfleisch und Kartoffeln für ein paar Tage - aber was braucht ein Hund unbedingt kurz- bis mittelfristig außerdem?

    Öle?
    Gemüse?
    Obst?
    Innereien?

    Das Katzenfutter schmeckt nur dort gut, wo normalerweise die Katze gefüttert wird.
    Kennt ihr die kleinen Kartoffeln, die man kocht und dann ganz brät?
    Mögen hier alle sehr gerne.

    Mein Vater eine sehr, sehr große Menge kleiner Kartoffeln gekocht. Dann kamen wir auf die Idee, ob der Hund die vielleicht auch mag.

    Jetzt essen wir Brot zum Steak. Und eine ganz, ganz kleine Menge Bratkartoffeln.

    Darf ich euch mal um eure Einschätzung bitten? Ich bin jetzt für einige Zeit bei meinen Eltern als Hunde-Altenpflegerin.

    Oskar frisst schlecht und ist zu dünn. (TroFu, NF, alles was der Kühlschrank hergibt.... Er hat oft keine Energie mehr als eine Miniportion zu fressen)

    Er steht voll auf Katzenfutter - das ist der über Jahre gepflegte Futterneid: Wenn er was davon kriegen kann, schlingt er es runter - denn irgendwer kommt und nimmt es ihm sonst weg :)

    Ich weiß, dass langfristig Katzenfutter zu proteinhaltig ist... aber langfristig ist irrelevant. Ich habe ihn heute mal ne Dose fressen lassen. Wenn er es verträgt - spricht irgendwas dagegen ihn zur (?) Hälfte pro Tag mit Katzenfutter zu füttern?

    Ich glaube die "freiatmend"-Diskussion ist eine andere, da gehe ich nicht weiter drauf ein.

    Auch ich plädiere dafür, den Hund zurückzunehmen. Nicht weil die Käufer "Recht haben" sondern weil es dem Hund dort nicht gut gehen wird und sie ihn ja über früh oder lang wahrscheinlich eh abgeben. Dann würde ich lieber den Hund zurücknehmen, weiterschauen, mich dabei aber auch an Rasse-in-Not-Vereine etc wenden - ich denke, das könnte euch helfen, einen guten neuen Platz zu finden.

    Ich wünsche euch einen möglichst unanstrengenden (Klinik)marathon. (Ja, der Widerspruch fällt mir auch auf).

    Falls dich meine Impfmeinung interessiert:
    Ich würde es nicht tun. So wie du euren Alltag beschreibst, dass er sich da was holt, ist doch seeeeeehr unwahrscheinlich. Dafür würde ich das dem Organismus nicht zumuten.

    Ich bin gerade Teilzeit-Hunde-Altenpflegerin.

    Der Hund meiner Eltern ist auf den letzten Metern. Das Herz tut nicht mehr, was es tun soll. Er ist sehr müde, sehr schwach - aber durch die Medikamente passt es soweit, dass er bisher nicht leidet.

    Der Gute ist am Samstag auf einem Gassigang vor Anstrengung umgekippt (würde er bereit sein, auf vier Beinen zu pinkeln, wäre allen geholfen.)

    Mein Vater (76) hat ihn dann nach Hause getragen.

    War wohl gut. Seitdem möchte der Hund (30 Kilo) regelmäßig getragen werden. Heute hat mein Vater mal nicht direkt "gehorcht", sondern ihn gerufen. Der Hund stand dann auch brav auf, lief ein paar Meter und hat sich genüsslich auf dem Rasen gewälzt.

    Ich wünschte, ich könnte meinen Eltern mehr abnehmen: Mehr Kraftanstrengung, mehr Sorgen, mehr Trauer, denn auch die ist schon jetzt dabei.