Beiträge von Gersi

    Ich hatte im November ein ganz ähnliches Problem, ich habe mir echt einen Kopf gemacht, den Hund teils bei meinen Eltern untergebracht - blöderweise haben die Handwerker immer wieder Termine verschoben und das ganze zog sich gefühlt endlos.

    Irgendwann traf es dann doch blöd aufeinander: Lärm im Haus, Menschen auf dem Gerüst vorm Haus - dem Hund war's aus mir unerfindlichen Gründen nach kurzem Gucken völlig egal.

    Eventuell erst mal ausprobieren, wie er reagiert. Aber wenn es ihn wirklich aufregt, wäre mir die Gefahr zu groß, dass ihr euch damit das Alleinebleiben versaut. Dann während eurer Abwesenheit besser woanders unterbringen.

    Andere Treppen trainieren.

    Es gibt ja oft irgendwo draußen Steinstufe o.ä.
    Beim Gassigehen mit dir wird er wahrscheinlich drüber gehen. Und das hilft dann wenn es darum geht sich auch über andere zu trauen.

    Oft sind rutschige Treppen oder Treppen, die besonders schmal sind etc. auch gruselig.

    Es gibt immer Unsicherheiten wenn man sich einen erwachsenen Second-Hand-Hund holt.

    Und ja, die Beschreibung klingt danach als hätte es in der Vergangenheit wirklich Probleme gegeben.

    Aber.

    Wenn die beiden den Hund jetzt so lange kennen - und die TE hat ja auch Erfahrung mit Hunden....

    Ich würde es in dieser Konstellation definitiv machen.

    Ich kann das "verstehen-wollen" absolut nachvollziehen.

    Für mich persönlich wäre es in so einer Situation sogar einfacher, wenn mir gesagt würde, ich hätte was falsch gemacht. Dann würde ich mich sicherer fühlen - frei nach dem Motto "den Fehler mache ich nie wieder und dann kann so etwas auch nie wieder passieren"

    "Leider" kann ich mich aber den anderen nur anschließen - aus deinem Verhalten geht nicht hervor, was den Hund so ausgelöst hat.

    Aber wenn du im "verstehen-wollen" schon ähnlich tickst wie ich, dann magst du wie ich vielleicht auch Wahrscheinlichkeiten?

    - entweder der Hund war definitiv problematischer als dein Freund dir gesagt hat - dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering wieder an einen so verantwortungslosen Hundehalter zu kommen.
    - oder der Hund war vorher tatsächlich problemlos und ist dann (aus welchen Gründen auch immer) ohne weitere Warnstufen so heftig eskaliert. Auch das passiert äußerst, äußerst selten.

    Ich möchte nur noch einen Punkt zusätzlich zu denken geben: Die letzten Wochen/Monate mit einem alten Hund kosten oft sehr viel Zeit und Kraft.

    Da wird dann der junge Hund zu kurz kommen.

    Ich finde das nicht schlimm und rate dir deswegen auch nicht von einem dritten Hund ab - aber ist vielleicht ein Aspekt, den du noch nicht so bedacht hast.

    Und über eine Schulhunde-Ausbildung habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht nachgedacht. Finde ich aber eine sehr interessante, tolle Idee! Wären denn die Begleithunderassen bzw. Bichons grundsätzlich wohl dafür geeignet?

    Begleithunde sollten dafür schon geeignet sein.

    (Mein persönliches Empfinden - wirklich ganz persönliche Meinung - ist, dass Hunde, die regelmäßig mit Kindern umgehen eher nicht zu klein sein sollten. Muss jetzt nicht ein Hund mit 50 cm sein - aber gerade bei den "kleinen Wuscheln" gibt es oft eine Spannbreite bei der Größe. Und da würde ich eher ans obere Ende gehen.
    Kinder sind ja oft stürmisch (das wird sich auch beim besten Vorsatz nicht komplett verhindern lassen) - und kleine Hunde reagieren da völlig zu Recht oft empfindlicher drauf als größere Hunde.)

    Weiß nicht ob ich hier richtig bin oder bei den "echten Wölfen" besser aufgehoben wäre. Sorry, falls es OT ist. Es geht um verändertes Verhalten von Rehen.


    Ein erster Wolf wurde 20km von meiner Heimatstadt entfernt nachgewiesen. Vor vier (?) Jahren hat mein Vater im Winter eines morgens bereits in "unserem" Naturschutzgebiet Spuren gesehen, die er für "hundeähnlich aber nicht Hund" gehalten hat.

    Meiner Meinung nach gut möglich, dass Wölfe zumindest als Durchzieher dort unterwegs sind.

    Jetzt die Beobachtung: Wir sehen diesen Winter kaum Rehe. Ganz absurd - oft gab es zwei oder drei Gruppen von Tieren (wir konnten die auch wiedererkennen), die wir regelmäßig zur etwa gleichen Tageszeit an bestimmten Orten beobachtet haben. Das war so seit ich denken kann. Wenn die Ricken dann im Frühjahr ihre Kitze hatten, hat sich das Verhalten geändert - wenn im Herbst direkt bei uns gejagt wurde, haben wir das auch gemerkt, die Tiere waren über Monate scheuer.

    Bisher habe ich das darauf geschoben, dass auf etlichen Feldern in diesem Winter der Senf steht (stehen bleibt?). Das ist ungewöhnlich, meist ist da Wintergerste und die steht dann um diese Jahreszeit auch nicht so hoch.


    Ihr seid doch auch oft mit offenen Augen draußen unterwegs. Hat eine von euch schon mal eine ähnliche Erfahrung gemacht?