Beiträge von Gersi

    wie wäre die Feier für dich schöner? Mit oder ohne Hund?

    Ich finde tatsächlich, dass das die wichtigste Frage ist.

    Und dann kann ich mich nur allen anschließen, die bereits auf den Aspekt eingegangen sind: Wenn dein Hund mit 1,5 Jahren noch nie fremdbetreut wurde - dann ist es höchste Zeit, das zu starten.

    Für den Notfall.

    Für Situationen wie Familienfeiern (halb Pflicht - wegbleiben geht schlecht - halb eigene Lebensqualität) und für all die Dinge in den nächsten 15 Jahren, in denen ihr mal "hundefrei" braucht.

    Ich kenne im Bekanntenkreis alles - Tierschutzhunde die nach ein paar Wochen viel unkomplizierter waren als mein Züchterhund und absolut umweltgefährdende oder jahrelang dauergestresste Hunde die in einem großen Gehege oder als Straßenhund glücklicher gewesen wären als bei einer Familie in der Stadt.


    Ungesehen vom Hänger würde ich nur machen wenn:

    - Ihr sehr ruhig und ländlich wohnt


    - Der Hund erst mal gar nichts können muss (Stubenreinheit, fremde Menschen/Hunde ertragen etc) also im Zweifel die nächsten Monate nur aus Haus und Garten und nicht alleine bleiben bestehen könnten


    - es jederzeit eine Pflegestelle geben würde die ihn nehmen könnte wenn es nicht klappt

    Muss der Hund direkt funktionieren, ist dieses Modell nichts für euch.

    Je mehr Spiel ihr in eurem Alltag habt für alle Dinge, die schlecht laufen können, desto eher passt ein Direkt-Import zu euch. Phonhaus hat im Spoiler gut aufgelistet, was alles schief gehen kann.

    Ihr macht es euch damit schwer, geht ein Risiko ein - noch dazu seid ihr Hundeanfänger. Und das ist sowohl relevant im Bezug auf eure Fähigkeiten (egal wie viel Bücher ihr gelesen habt, Erfahrung fehlt einfach) als auch in Bezug auf die Frage, wie sehr sich euer Leben/euer Alltag durch Hundehaltung ändert.

    Je komplizierter der Hund, desto größer eure Einschränkungen.

    Es spricht einiges dafür, den ersten Hund bewusst unkompliziert auszuwählen. Das Leben ändert sich genug, auch mit einem einfachen Hund werdet ihr als Anfänger jeden Tag mit Situationen konfrontiert, die ihr noch nie zuvor bewältigt habt.

    Musste jemand von euch bereits mit den Spätfolgen von Borreliose kämpfen?

    Im engen Familienkreis gibt es jemanden mit einer ganz, ganz alten Borreliose. Die ersten Schübe gab es wohl schon in den 70ern... Diagnostiziert jetzt seit 15 Jahren.

    Nach so langer Zeit ohne Behandlung gibt es da immer wieder Schübe. Vor allem Schmerzen in den Gelenken, hin und wieder auch Fieberschübe ohne andere Symptome (also keine Erkältung o.ä.).

    Die Angst, dass sich die Borreliose weiter ausbreitet war kurz nach der Diagnose heftig. Aber es bleibt "nur" bei den Gelenkschmerzen. Weder schreitet das Richtung Nerven fort, noch mehren sich die Schübe oder verlängern sich.

    Therapie? Nach so langer Zeit tatsächlich nur Symptombehandlung - ganz selten auch noch mal Antibiotika.

    Hast du die Vermutung oder Gewissheit ?

    Wurde dein Blut auf Borreliose untersucht ?

    Ist länger her (als die Diagnose gestellt wurde), ich hatte mich mal eingelesen - kann dir jetzt keine Quellen mehr geben. Aber sowohl falsch-negativ als auch falsch-positiv waren Probleme bei den "Borreliose-Tests". Vielleicht hat sich da was geändert - aber damals war es die Kombination aus Titer und Symptombild (letzteres natürlich immer sehr unscharf).

    Ich kann deine Unruhe absolut nachvollziehen - aber auf ein paar Tage kommt es jetzt nicht an. Und bald hast du ja deinen ärztlichen Rat!

    :streichel:

    @Vakuole Die Situation, die du beschrieben hast - da war es wahrscheinlich genau gut so. Auch Hunde, die zum kopflosen Fliehen tendieren, würde ich an der Leine lassen... oder wenn ich an einer großen Straße bin...

    Aber ich bezog mich auf die Schilderung von BorderBo (und das ist für mich die Regel - ich hatte in all den Jahren wirklich nur einen Kampf mit deutlicher, ernster, vehementer Beschädigungsabsicht) - und da war ja überhaupt nicht von verbeißen, noch nicht mal mehr von beißen, die Rede.

    Kann das Video nicht sehen - aber super spannendes Thema. Vor 20 Jahren war der Bayerische Wald betroffen:

    "Und sah Hänge voller Baumskelette, wie nach einem Atomschlag."

    https://www.zeit.de/entdecken/reis…ld-natur-mensch

    Ich war oft mit meinen Eltern im Bayerischem Wald wandern - an den Urlaub in den späten 90ern erinnere ich mich gut. Grau-braune Gerippe soweit das Auge reicht...

    Und dann? Der Weg zum Lusen hoch? Fünf Jahre später habe selbst ich als Laie begriffen, was da passiert. Heute? Traumhaft, traumhaft schön.

    Aber die Borkenkäfer-Jahre waren heftig - ich will nicht wissen, wie viele Touristen weggeblieben, will nicht wissen wie viele Pensionen und Hotels in Existenznot geraten sind.

    Was machen jene, die 3 oder mehr Hunde haben?

    Ich habe äußerst selten drei mit dabei, häufiger aber mal zwei. Das macht das Blocken deutlich komplizierter und je nach Duo schaffe ich es dann auch nicht. Da präferiere ich es, mindestens einen abzuleinen.

    Wenn es zur Rauferei kommt, ist es eh besser der Hund ist nicht angeleint. Du bist stabiler und fällst nicht, du hast die Hände frei und kannst handeln, deine Hunde können sich deutlich (!!!) besser wehren, ausweichen und kommunizieren. Und (ich bin sicher, nicht nur ich kenne solche Hunde) die meisten backen abgeleint deutlich kleinere Brötchen und ziehen eher zurück - das deeskaliert oft auch.

    Hier klingt es so, als ob die meisten super blocken könnten - das finde ich sehr beeindruckend. In der Realität sehen menschliche Blockversuche in der Regel nach unsouveränem Rumgefuchtele aus, das den ankommenden Hund meist verlangsamt aber eigentlich nie stoppt. Vielmehr sehe ich Leute, die so eine Situation voller Spannung zum Eskalieren bringen.

    Bei mir kommt's drauf an.

    Bei Nastro blocke ich. Der rutscht schnell in Übersprungshandlungen, wenn er unangeleint und somit "alleine" auf extrovertierte fremde Hunde trifft. Und dann kommt teils noch mal ungewollte Dynamik in die Situation. Er ist an der Leine entspannter.

    Bei Timmi habe ich oft abgeleint - der konnte sich recht gut behaupten und hatte zudem eine latente Leinenaggressivität, die ich nie ganz wegbekommen habe. Blocken meinerseits hieß für ihn dann immer mal wieder "Yeah!! Sie macht endlich mit!! Auf ihn mit Gebrüll!"

    Bei den anderen war's dann noch situationsabhängig.

    Wenn ich mehr als einen Hund dabei habe, leine ich manchmal einen von beiden ab - je nachdem was besser passt. Denn zwei Hunde an der Leine + Fremdhund, den ich blocken möchte....

    (Für die Statistik: 30 Jahre Hundehaltung - 1 (!) wirklich gefährliche Attacke durch einen anderen Hund. Der Rest war Rüdengeprolle, mit maximal einer Schramme.)

    Vielleicht eine Kombination aus gleiche Fresszeiten und wenn man dann halt gemeinsam unterwegs/draussen ist, einem trainierten Verdauungstrakt und irgendwelchen Hundedingern, da Kot ja auch als Markierung eingesetzt werden kann, also in gewisser Weise "steuerbar" ist.....irgendwie sowas.

    Fresszeiten und gleicher Rhythmus fällt hier weg. Bin heute Abend nach zweistündiger Autofahrt bei meinen Eltern angekommen, wir haben gegessen, drei Stunden später der erste gemeinsame Spaziergang, etwa zur Hälfte hocken sich beide Hunde hin.

    Fresszeiten, Tagesrhythmus sind komplett unterschiedlich gewesen in den letzten 14 Tagen - und Nastro hatte heute auch schon dreimal gemacht... der musste eigentlich gar nicht mehr.

    Golden Retriever würde definitiv passen,

    Den könnte ich mir auch vorstellen - vor allem, wenn er dir optisch so sehr zusagt.

    Wenn du ne Nummer kleiner gehst - in Richtung kleiner Begleithunde - hast du es noch praktischer und kann dein Sohn auch eher mal was mit dem Hund unternehmen (sofern du es ihm zutraust, er Interesse daran hat...)


    Ich habe immer Tierschutz-Hunde... Aber auch ich würde dir in deiner Situation wie einige hier dazu raten, entweder einen älteren Hund, den du gut kennen lernen kannst (bspw. bei der Familie oder Pflegestelle (in Deutschland!)) oder doch einen Welpen zu nehmen. Ich persönlich finde letzteres das "Sicherste". Junghund aus dem Auslandstierschutz ist tatsächlich die größte Wundertüte.