Beiträge von Gersi

    Ich war Samstag mit Nastro unterwegs. War ein schwieriger Besuch, will da nicht ins Detail gehen - aber es waren zwei Grundschulkinder, denen es gerade echt nicht gut geht, anwesend... und auch wir Erwachsenen hatten unsere Probleme einen "normal entspannten Tag" miteinander zu verbringen.

    Außerdem wurden wir dann auf dem Spaziergang noch von einem weißen Schäferhund angegriffen (keine Löcher, aber ich brauchte schon etwas, um den Hund von Nastro wegzukriegen).

    Mein Hund war super. Toll mit den Kindern, hat hervorragend gehört, den Stress des Angriffs nicht am nächsten Hund durch Pöbeln losgeworden sondern einfach genau wie vorher sein Ding gemacht.

    Wie viel er geleistet hat, habe ich gemerkt als ich am frühen Abend wieder in der Wohnung war: Er hat den Napf leergesoffen, sich hingelegt - und als ich ihn dann allein gelassen habe, um Fußball zu gucken, war er so k.o., dass er noch nicht mal mehr den Kopf gehoben hat. Das war irre anstrengend - und er hat es super gut gemacht. Ich mag mir nicht vorstellen, wie der Tag ohne Hund gewesen wäre. :herzen1:

    Das mit dem Spitz sehe ich tatsächlich nicht besonders problematisch. Hört halt momentan nicht, wird evtl. nie besonders gut hören. Aber bevor der Hund das erste Mal tatsächlich das Grundstück verlässt, würde jetzt auch nicht hysterisch alles einzäunen. Vielleicht wird das noch.

    Die Cockerhündin hätte ich am liebsten abgeholt.

    Hast du eine Futterstelle? Die würde ich erstmal mit heißem Wasser oder im Backofen desinfizieren, falls es Trichonomaden oder ähnliches sind.

    Guter Hinweis. In Anbetracht der Temperaturen würde ich wohl überlegen, die Futterstelle für ein paar Wochen zu schließen. Denn evtl. ist ja auch die Umgebung problematisch... beliebte Anflugstellen etc. Wäre vielleicht gut, die Meisen würden Ansammlungen mit mehr als 1.000 ... (ach nee, das war das andere Thema).

    Definitiv krank.

    Wenn es ums Einfangen kranker Wildtiere geht, finde ich es immer wichtig abzuwägen:

    Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Meise geholfen werden kann? Wenn die Chance (weil die Tiermedizin bei so kleinen Vögeln ja schnell an Grenzen kommt) klein ist - lohnt sich dann wirklich die Panik und Angst, die diese Meise empfindet, während du sie einfängst und zum TA transportierst.

    Ich empfinde es oft als gnädiger, die Dinge ihren Gang gehen zu lassen als die letzten Stunden oder Tage eines wilden Tieres zum kompletten Horror werden zu lassen.

    Ein Versuch des Ausgleichs: Es geht hier ja um den "Knigge". Nicht um legal oder legitim.

    Menschen drängeln sich in Schlangen vor, unterbrechen andere im Gespräch, sind unhöflich oder haben schlechte Tischmanieren. Hunde kommen unangeleint zu mir und meinem Hund. Nichts davon ist für mich Drama, aber es entspricht nicht meinem Ideal von rücksichtsvollem Verhalten. An mich selbst habe ich höhere Maßstäbe.

    Mein Anspruch an mich ist, dass ich mich nicht vordrängele, Menschen ausreden lasse, das Fluchen reduziere (jupp, fällt schwer) und bei Tisch gerade sitze. Meine Hunde sind offensichtlich unter meiner Kontrolle. (=angeleint oder in meiner Nähe)

    Ich mache Fehler, scheitere regelmäßig an den Anforderungen, die ich an mich selbst richte.

    Nein, nicht illegal. Nein, keine Gefährdung anderer. Dennoch - bestimmt habe ich mich schon vorgedrängelt, garantiert in den letzten fünf Stunden Menschen im Gespräch unterbrochen und innerhalb der letzten Woche gegen Regeln und Tischmanieren verstoßen. Ja - JEDER meiner Hunde war schon mal bei Fremden (Hunden oder Menschen).

    Aber das Thema hier ist: Knigge. Was sollten wir Hundehalter beherzigen?

    Und nicht: Was ist illegal, was DARF NIEMALS JEMALS passieren.

    Danke für die Erfahrungsberichte zu Menschen, auf die eure Hunde sehr ablehnend reagieren. Ich kannte so etwas aus Hören-Sagen um drei Ecken - aber es scheint tatsächlich so etwas "regelmäßig" zu geben.

    Nastro kennt die Person aus anderen Kontexten (wir waren häufiger Kaffee trinken und gemeinsam spazieren), er kannte die Situation gestern, es gab keinerlei mir ersichtlichen Anlass für sein Verhalten - er wurde überhaupt nicht beachtet, begrüßt oder angesprochen. Bei dieser Person scheinen sich solche Begebenheiten in den letzten Monaten zu häufen, sie berichtete von Situationen dieser Art. Nastros Reaktion hat außer mir keiner am Tisch mitbekommen.

    Eigenartig. Aber ich werde zukünftig auf jeden Fall für Distanz und Kontrolle durch mich sorgen.

    Danke noch mal allen, die geantwortet haben.

    Gibt es Menschen, auf die Hunde ohne offensichtlichen Anlass negativ reagieren?

    Wir waren heute mit Kolleginnen essen. XY kam als letzte - und Nastro hat spürbar geknurrt als sie an den Tisch kam, auch als sie ihre Jacke aufhing (also sich wieder vom Tisch entfernte) knurrte er. Ich hatte ihn bei mir, kurz - außer mir hat das glaube ich auch gar keiner mitbekommen.

    "Das hat er so noch nie gemacht." Er kennt die Situation: Restaurant/Kneipe, Menschen kommen dazu. Begrüßung. Auch mal laut und Umarmungen. Seit Jahren gehört das zu seinem Alltag. NOCH NIE war er so angespannt.

    Nach der gleichen Person ist letztens auf einer Party geschnappt worden von dem Hund einer anderen Besucherin. Der Hund war vorher NIE irgendwie in der Art auffällig gewesen.

    Die Person hat keine Angst vor Hunden - ist vielleicht ein wenig lauter und durch "abgehackte" Bewegungen minimal hektischer als der Durchschnitt. Aber das sind Nuancen.

    Sagen wir es mal so: Nastro reagiert auf Betrunkene, Menschen mit Hundephobie, penetrante "den will ich streicheln!"-Stalker ..... (beliebig zu ergänzen) immer deutlich entspannter.

    Habt ihr so was schon mal erlebt? Menschen, auf die Hunde - ohne für uns sichtbare Gründe - heftig und aggressiv reagieren??

    und im nächsten Mülleimer entsorgen

    Da fällt mir noch eines ein!!

    Viel, viel, viel schlimmer als Menschen, die die Haufen nicht wegmachen sind die Leute, die ihre Plastiktüten in die Natur schmeißen. Das ist ein absolutes no-go. Unter den schlechtesten Umständen (Dauerfrost... gibt's den noch irgendwo in Dtl.?) bleibt Hundekacke vielleicht einen Monat sichtbar. Aber die Plastiktüten am Wegesrand? Jahrelang.

    Das ist echt übel.

    Dass was ihr sagt - und darüberhinaus:

    Rücksicht auf Ängste nehmen. Wenn ich sehe, dass Menschen Angst vor meinem Hund haben, versuche ich Platz zwischen ihnen und mir zu schaffen. Dann laufe ich einen Bogen, wechsele die Straßenseite, lasse den Hund ganz am Rand absitzen etc, nehme die Leine demonstrativ kurz. "Muss" ich alles nicht - und an desinteressierten Passanten latschen wir auch so vorbei. Aber zum Knigge gehört für mich die Rücksichtnahme. 52 Zentimeter Hund sind beispielsweise für Kleinkinder manchmal richtig gruselig groß.