Beiträge von Gersi

    Ich finde es ist einfach ein Unterschied ob manchen kleinen Hunden Gefahr von Füchsen droht - oder ob im Falle des Wolfs eigentlich kein Hund groß genug ist, dass er ungefährdet ist.

    Traurig irgendwie.

    Finde ich nicht unbedingt. Hunde müssen ja nur 3 (?) Kilo wiegen - und sie sind sicher vor den allermeisten Beutegreifern in die allermeisten Gebieten in Deutschland.

    Wenn ich einen winzigen Hund habe, dann muss ich tatsächlich anders aufpassen. Da kann ich dann als Hundehalterin keine Umwelt fordern, die ungefährlich für ein so kleines Tier ist.

    Der Wolf (vor allem wenn er verhätnismäßig wenig Scheu vor Menschen hat und die Nähe von Menschen als gute Plätze zum Jagen kennengelernt hat) ist da einfach eine ganz andere Kategorie.

    Für kleine Hunde geht genau so viel Gefahr von Greifvögeln aus.

    Das war im Forum schon ein paar Mal Thema, gab glaube ich auch einen extra Thread dazu. Natürlich sind winzige Hunde gefährdet. Wenn ich einen Hund habe, der kleiner und leichter als ein Kaninchen ist, dann geht für diesen Hund Gefahr von ziemlich vielen Beutegreifern aus. Fuchs wie in dem Bericht, aber auch eine Konfrontation mit einem Dachs würde ich nicht empfehlen. Und klar: Da sind dann auch Greifvögel und manche Eulen ein Thema.

    In den allermeisten Gebieten Deutschlands gibt es keine Greifvögel, die einem Hund, der zwei Kilo oder mehr wiegt, als Beute sehen. Bei den Eulen sind Uhus nicht zu unterschätzen... Aber ansonsten ist das meiner Meinung nach eine absolut überschätze Gefahr.

    Es gibt natürlich immer Ausnahmen - bestimmt wurde irgendwann mal irgendjemandem irgendwo der Yorkshire-Terrier vom Habicht angegriffen.

    Aber das ist als Gefahr, bzw. als Risiko nicht zu vergleichen mit: Ich begegne mit meinem Hund einem Wolf.

    Ich finde solche Themen immer spanned - habe aber stets das Gefühl, sie nicht im Kern zu verstehen.

    Wenn ich etwas kacke finde, teile ich das meinem Gegenüber adäquat mit. Mensch und Vieh gleichermaßen. Erschrecke ich mich dabei und ist es ein no-go (das bringt häufiger der Hund als der Mensch), dann bollere ich. Stimmlich, körpersprachlich - ggf. schmeiße ich Dinge, die ich in der Hand habe.

    Noch nie habe ich so gehandelt, dass der Hund über die Situation hinaus ins Meiden gegangen ist - DAS wäre bei mir auch ein eindeutiges Zeichen, dass es zu heftig war.

    Allerdings habe ich es auch noch nie einen Hund so korrigiert, dass das für "alle Zeiten" gereicht hätte. Und ich möchte mir auch gar nicht vorstellen, wie das aussehen könnte, glaube ich.

    Hat der Hund etwas gemacht, dass ein deutliches Feedback von mir hervorgerufen hat. Dann kann ich zukünftig das dabei verwendete Signal (EY!!!; Zischen... was auch immer) in viel geringerer Lautstärke als "lass-mal-besser" verwenden. Für ein paar Wochen/Monate... (bei Nastro seeeehr lange)... irgendwann ist es abgenutzt.

    Und ich verstehe weder wie einige von euch das nicht tun. Positives Arbeiten gut und schön - aber Hunde habe doch manchmal Scheiß-Ideen... Noch verstehe ich diejenigen, die durchaus negatives Feedback geben - aber das "aufbauen". Kacke ist kacke und kann doch auch so behandelt werden?

    Wahrscheinlich fehlen mir X Stunden Auseinandersetzung mit Lerntheorien und Hundepsychologie.

    Weil jetzt von einigen der Pudel empfohlen wurde.

    Das sind grandiose Hunde. Mein vorheriger war ein Pudel-Mix und der wäre für euch perfekt gewesen. Leider gibt es da aber auch etliche überdrehte, hibbelige, nervöse Exemplare. Wenn es ein Pudel werden soll, würde ich mich von Pudel-Leuten ganz genau beraten lassen, welche Zucht sich da für euch empfiehlt.

    Ist es möglich mit ihnen auch joggen zu gehen? Also eine Joggingrunde mit einer Spazierrunde zu verbinden die ca. 6-15 km lang ist? Oder ist das allgemein schon fast zu viel?

    Mit einem Welpen (egal welcher Rasse) geht das natürlich nicht. Positiv bei kleineren Hunden ist aber auch, dass sie deutlich eher längere Strecken machen können, weil sie nicht so lange im Wachstum sind.

    Die 15 Kilometer als Strecke sind für einen gesunden, erwachsenen Hund kein Problem.

    15 Kilometer joggen - kommt dann aufs Tempo an und ob der Hund derweil im Freilauf (oder an der Leine) ist. Ich überlege gerade wer hier Maltesern o.ä. hat... Mir fallen die Namen nicht ein. Aber vielleicht weiß es wer und mag die mal rufen?

    Ich glaube ich würde da zu den Begleithunden, den "kleinen Wuscheln" gehen. Fell könntest du kurzhalten, Wandern können alle gesunden Hunde locker in dem Rahmen, in dem ihr es mit euren Kindern tun werdet. Beim Joggen kommt es auf Tempo und Streckenlänge an - aber auch da sehe ich kein Problem.

    Die Hunde sind aufgeschlossen, mutig, freundlich - und trotz der Größe körperlich und mental robuste Gefährten. (Natürlich muss man Kinder und Hund immer im Blick halten und anleiten... - aber die Grundvoraussetzung für ein entspanntes Zusammenleben ist auf jeden Fall da.)

    Und sie haaren auch kaum!

    Looking Gute Frage. Normalerweise agiere ich dem Hund gegenüber immer sehr direkt. Freue ich mich, merkt er das. Finde ich es gerade blöde, teile ich ihm das auch mit.

    In solchen Situationen? Bin ich gleichzeitig sauer (er ist los, obwohl er nicht durfte) und begeistert (ich konnte ihn stoppen). Ich gebe zu: Ich reagiere da völlig inkonsequent.

    du strafst deinen hund für ein völlig hundenatürliches verhalten... wenn er nur den ansatz zeigt loszurennen.. hab ich das richtig verstanden?

    ist er aber schon weiter weg... passiert nichts... für das gleich verhalten...

    Sorry - aber mir fehlt die Vorstellung für die Alternative hierzu.

    Ich übe mit dem Hund, um möglichst viel Freilauf zu ermöglichen. Das ist in meinen Augen einiges wert - und nein, Schleppleine ist nicht mehr als ein Bruchteil von echtem Freilauf. Wenn der Hund aus irgendwelchen Gründen drüber ist, wenn ich mit dem Kopf woanders bin, wenn das Gebiet wildreich oder mir unbekannt ist und danach aussieht - dann kommt die Leine dran.

    Trotzdem ist er ein Hund mit Trieb und es kann passieren, dass er losrennt. Wenn ich da auf 100-prozentige Sicherheit warte, werde ich niemals mehr in meinem Leben einen Hund ableinen können.

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    Vor x Jahren war ich mit meinen Eltern wandern, deren damaliger junger Rüde hatte durchaus jagdliches Interesse, meinen Pudel hatte ich schon etliche Jahre, der war nie hinter irgendetwas her. Wir kommen an eine "T-Kreuzung". Dort und wie immer hatten wir die volle Aufmerksamkeit auf den jungen Hund. Wer hat genau da zum ersten und letzten Mal gejagt? Der Pudel.

    Wenn Nastro durchstartet, donnere ich ihn an und schmeiße was ich habe in seine Richtung. Wirkt wenn ich ihn bei mir erwische. Wäre er "schon weiter weg" und geht gerade auf Sicht hinter irgendetwas her... ist er NICHT zu bremsen, zu stoppen, zurückzurufen.

    mogambi Ganz ehrlich und neugierig gefragt: WAS ist die Alternative zu strafen, wenn der Hund neben mir durchstartet? Jagen lassen? Immer die Leine dran?

    Logelöst von der aversiv-Diskussion. Wenn mein Hund einmal durchstartet (oder auch nur einen sehr deutlichen Ansatz in die Richtung macht), kommt für den Rest des Gangs oder zumindest eine lange Zeit, die Leine dran.

    Meiner Erfahrung nach ist die Impulskontrolle irgendwann aufgebraucht und der Hund nach einer beinahe-Jagd so geflashed, dass er danach nicht mehr so beherrscht sein KANN wie normalerweise.

    Irgendwo habe ich mal gehört: Wenn genug Insekten etc. da sind, füttern die Altvögel das ihren Jungen und nutzen das Fertigfutter nur für sich selbst.

    Gibt's nicht ausreichend Futter, ist eine geringe Menge Fertigfutter, die die Altvögel dann aus Not ihren Jungen geben immer noch besser als gar nichts.

    Sterben die Jungvögel, weil es gar keine Insekten sondern nur Fertigfutter gab, wären sie eh gestorben - aus Mangel an Insekten.

    Dass Altvögel falsches Futter zu den Jungen tragen, obwohl es ausreichend richtiges Futter gegeben hätte, gehört meiner Meinung nach zu den widerlegten Thesen gegen die Ganzjahresfütterung.