Beiträge von Gersi

    Ist für euch ein Hund unverträglich, der sobald er von einem Fremdhunde bedrängt wird und nach mehreren Signalen anfängt zu knurren und ins Abschnappen zu gehen unverträglich?

    Nein.

    Ein Hund, der alle Artgenossen schreddern will, ist unverträglich. Aber der Graubereich ist riesig und die Beurteilung hängt dann sehr von der Einstellung ab.

    Für mich ist ein Hund, der bestimmte Artgenossen einfach nicht riechen kann oder ein junger Rüde, der bei Gleichaltrigen hin und wieder in Imponiergehabe und "Eier schaukeln" verfällt, nicht per se "unverträglich".

    Hunde, die allerdings bei allen oder den meisten Fremdhundekontakten "Management" brauchen, weil es sonst zum Krawall kommt, würde ich persönlich als unverträglich bezeichnen auch wenn die mit Hunden der Familie gut klar kommen. Andere mögen das anders sehen.

    Wenn ihr das Gepäck selber tragt auf den Tagesetappen, habt ihr wahrscheinlich so oder so ein Problem, wenn das ganze Futter mit soll und ihr euch nicht zwischendurch eindeckt.

    Wie lange plant ihr unterwegs zu sein? Sicherlich 10 Tage, wahrscheinlich eher 12? Das sind etliche Kilo nur für den Hund, die ihr dann zusätzlich tragen müsst.

    Ich bin momentan zu meinen Eltern zurückgezogen, hier gibt es links ein Grundstück, auf dem Ratten gefüttert werden (Kompost, auf dem Gekochtes landet) und rechts ein Grundstück mit Teich (Versteckmöglichkeiten und Hühnern (weiteres Futter).

    Wir haben also starken Durchgangsverkehr. :(

    Nix für Rattenfreunde.

    Unsere Hunde durften schon immer die Mäuse- und Rattenpopulation auf dem Grundstück reduzieren. Gestern lief eine große Ratte durch den Garten, ich habe Nastro draufgeschickt, sie ist entkommen. Er hat aber spürbar gezögert, noch vorm Losspurten "nachgefragt" ob das jetzt mein Ernst sei.

    Später am Abend ist er noch mal losgedonnert und war erfolgreich, ließ sich dann von der toten Ratten aber völlig problemlos abrufen, so dass ich sie entsorgen konnte. Der Hund wurde hier von allen gefeiert - "Rattenjäger" ist ein Qualitätsmerkmal bei meinen Eltern.

    Heute morgen wirkte er deutlich relaxter auf Wildspuren beim Spaziergang (und hören tut er seitdem wie eine Eins). Wie ist eure Erfahrung? Tut es jagdlich ambitionierten Hunden gut, auf ausgewählte Beute gehen zu dürfen? Oder habe ich mit der Erlaubnis und dem Anfeuern einen "Bock geschossen"?

    Ich kenne das auch.

    Sowohl mein Vater als auch ich haben beide innerhalb der letzten Jahre jeweils einen Hund einschläfern lassen müssen und dann (aus unterschiedlichen Gründen) "zu früh" einen Nachfolger geholt.

    Wir beide haben in den ersten Monaten stark gefremdelt.

    Nastro, mein jetziger Hund, ist ein netter, vorsichtiger Typ - Timmi, sein Vorgänger war unerschrocken und kackendreist. Oskar, der vorherige Hund meines Vaters, war ernsthaft und sehr bemüht, alles richtig zu machen. Sam, der Junghund meines Vaters jetzt, ist ein Kasper vor dem Herrn und sehr auf seinen Spaß bedacht.

    Bei mir hat es fast ein Jahr gedauert, bis dieses Fremdeln komplett nachließ und aus Nastro "mein Hund" wurde. Ich glaube wirklich, dass das normal ist und wie andere schon schrieben: Akzeptieren, annehmen und wissen, dass die Gefühle sich ändern.

    Zwei irgendwann alte Hunde medizinisch zu Versorgen ist Gott Sei Dank gar kein Thema. Finanziell sind wir da wirklich komplett abgesichert.

    Es gibt da nicht nur den finanziellen und zeitlichen Aspekt - sondern auch den emotionalen. Hunde-Altenpflege und Sterbebegleitung ist hart und zehrend, zieht sich teilweise auch zeitlich. Wenn du Pech hast, kommst du mit zwei nahezu gleichaltrigen Hunden derselben Rasse über 1-2 Jahre aus dieser Phase gar nicht raus.

    Zwei Hündinnen derselben Rasse in so engem Abstand - ich persönlich hätte ebenfalls zu sehr Angst, dass das heftig knallt. Warum keinen Rüden?

    Deswegen würde ich nicht die Schwester jetzt nehmen.

    Ganz generell: Es gibt nie einen perfekten Zeitpunkt für einen Hund, auch nicht für einen Zweithund. Hätte ich auf diesen Zeitpunkt gewartet, wäre ich wohl immer noch hundelos. Meine Vorbehalte beziehen sich also ausschließlich auf die Wahl des Hundes - nicht auf den generellen Zweithund-Plan.

    Mahlzeit :)

    Nastro frisst gerade in seinem aufreizend langsamen Tempo im Flur, während der Hund meiner Eltern schon eine ganze Weile fertig damit ist, sein Futter runterzuschlingen.

    Fressen sollte eine entspannte Angelegenheit sein, da will ich den Hund meiner Eltern (der immer noch mehr fressen könnte) nicht minutenlang damit stressen, dass da Futter steht, er aber nicht hindarf. Und Nastro, der sofort aufhört zu fressen, wenn die Umgebung nicht passt, würde das Futtern wahrscheinlich einstellen, nur weil da ein hungriger Hund im Raum ist.