Beiträge von Gersi

    Bei mehreren freilaufenden, größeren Hunden ist das Anleinen des eigenen Hundes halt auch immer so eine Sache für sich.

    Ganz genau so sehe ich das auch.

    Das Abschnappen der angeleinten Hündin würde ich allerdings auch nicht überbewerten. Hätte sie beißen wollen, hätte sie auch getroffen. Abschnappen ist abschnappen. Eine sehr deutliche Drohung - aber eben auch nicht mehr.

    Ist das denn ein Problem? Solange er sich weder Wund läuft noch Blasen hat wäre ich da ganz entspannt und würde genau nichts machen.

    Sehe ich genauso. Würde bei mir in die Kategorie "nichts ändern, was funktioniert" fallen. Er ist noch jung, vielleicht hat er einfach vom Typ her weiche Ballen - solange er keine Verletzungen oder Beschwerden hat, sehe ich keinen Anlass was zu ändern.

    Du gehst ja mit jeder "experimentellen" Behandlung das Risiko ein, dass die Ballen danach empfindlicher werden.

    Als Wanderin, die auch mal längere Touren läuft (wo eben "ups, da gehe ich jetzt nicht lang und drehe um" nicht immer eine Option ist) fände ich eine Kennzeichnung der entsprechenden Touren total wichtig.

    Ich habe mir sowohl das Video, die Tourenbeschreibungen als auch andere Tourenbeschreibungen auf der Seite angeschaut. Gibt u.a. eine etwa 18 km Tour mit gut 1.000 Höhenmeter. So was laufe ich durchaus mit Nastro.Wenn ich dann (wie es in diesem Fall wäre) 5 Kilometer vor dem Ziel das Stück Weg an den Kühen vorbei hätte...

    Es gibt zwei, vielleicht drei gängige Apps mit Touren; ansonsten das, was Wanderer vor Ort als Kartenmaterial bekommen. Dort* sollte deutlich stehen, welche Wege über Weiden bzw. an HSH vorbei gehen; mit entsprechenden Warnhinweisen. Dann hätten "unbedarfte Touristen" eine faire Chance, ihr Verhalten den Gegebenheiten anzupassen.

    * Es ist bei bergfex, komoot, auf Wanderkarten z.B. immer ersichtlich wie anspruchsvoll die Touren sind. Mutterkühe und ggf. HSH könnten dort schlicht ein weiterer Hinweis sein - WENN man denn will.

    Gibt es denn Untersuchungen oder Bestrebungen welche Kühe als Individuum ein höheres Schutzverhalten an den Tag legen, als andere in der Herde? Ich meine Tiere sind auch immer Individuen. Bzw. da gibt es doch garantiert auch in den Rassen Unterschiede.

    Ich habe irgendwann mal ein langes Stück gelesen, in dem es darum ging, warum die Vorfälle mit Wanderern innerhalb der letzten 15 Jahre so zugenommen haben.

    Zum einen gibt es schlicht mehr Menschen, die unterwegs sind, aber auch in der Kuhhaltung hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre gerade in diesen Regionen einiges getan.

    - Mutterkuhhaltung war lange Zeit die Ausnahme. Die Kühe wurde morgens und abends reingeholt zum Melken.

    - Lange Zeit war es üblich, dass Leute rausgingen, um die Kühe zu salzen. Also Salz vorbei gebracht haben.

    In beiden Fällen waren die Tiere zum einen an Menschen gewöhnt, zum anderen aber auch an Stöcker etc und daran, umgetrieben zu werden.

    - Außerdem ist wohl zu beobachten, dass Kühe in Gegenden, in denen der Wolf wieder heimisch ist, deutlich aggressiver auf Hunde reagieren.

    Zu den Individuen: Gibt es absolut bei Kühen. Auf dem Hof meiner Tante gab es zum Beispiel "Seven". Und die hat Kinder nicht gemocht. Da musste ich höllisch aufpassen, weil die gestoßen hat. Andere Kühe waren grundgutmütig und verschmust, andere eher bewegungsfreudig und verspielt...

    Ein früherer Hund ist mal an einen Zaun gekommen, in dem Moment als ein Esel (die können echt laut) geschrieen hat. Großes Unbehagen bei Eseln hatte er tatsächlich längere Zeit - auch bei ruhigen Exemplaren.

    Faszinierend: Waren eindeutig Esel - Ponies, Kühe, Pferde etc. waren davon nicht betroffen.

    Ja, denn da *muss* ich nicht vorbei.

    Ich habe in all den Jahren, die ich wandern gehe, weder einen Bär noch Wildschweine auf dem Weg (oder in der unmittelbaren Nähe des Weges) gehabt.

    Wie gesagt, ich kenne das von Wanderungen (ist jetzt auch schon einiges her) - da gingen ganz normale, nicht sonderlich gekennzeichnete lange Wege in einem Stück über so eine Alm. Am Anfang, am Ende ein Tor - große Weide, drumherum nicht möglich.

    Und wenn ich auf dem letzten Stück bin, schon 25 km mit einigen Höhenmeter habe, es spät ist etc. - dann ist "umdrehen" gar nicht so einfach.

    Bitte, packt mich jetzt nicht in die falsche Ecke: Ich bin absolut der Meinung, dass ich als Mensch Gast in den Bergen bin und mich entsprechend zu verhalten habe. Aber ich habe wirklich Verständnis für überforderte Wanderer, die auf eine Herde mit Mutterkühe treffen. Früher war Mutterkuhhaltung die Ausnahme, die meisten Kühe wurden regelmäßig gemolken. Ich denke, dass dies neben ein paar anderen Faktoren, der Grund ist, warum in den letzten Jahren mehr von Angriffen zu lesen ist. Nicht, dass die Wanderer "dümmer" geworden sind.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich da recht großes Verständnis für die Touristen habe.

    Rundwanderung, letztes Stück, Kind hat keine Lust mehr, das Wetter schlägt um oder man ist selbst erschöpft: Dann kommt man an so eine Wiese. Klar da stehen Schilder, die warnen - aber es geht eben auch ein Weg darüber. Und zumindest kenne ich das nicht so, dass bereits auf der Ausschilderung zu Beginn deutlich ist, dass es über eine Weide geht.

    Umweg? Zurück? Unklar wo der langgeht, wie weit das wird - falls überhaupt möglich.

    Dann geht man eben drüber mit Hund und Kindern, bleibt auf dem Weg (soll man ja sonst auch immer) - und wenn die Kühe dann dicht am Ausgang stehen, wird's eng.

    Es gibt sicherlich jede Menge Idioten und die meisten, die von Kühen verletzt werden, sind wohl selbst schuld. Aber die Mutterkühe auf Wanderwegen, sehe ich tatsächlich skeptisch.

    Ist in meinen Augen etwas völlig anderes als eine Kuhherde, die regelmäßig zum Melken reingeholt wird.