Beiträge von Gersi

    Ich kann Tucker nur zustimmen:

    Zweigleisig vorgehen: Einerseits viel Erfahrung sammeln, viel machen, mit eigenen Hunden - auch Hundesport, Turniere, Prüfungen erst einmal selbst absolvieren. Dazu ehrenamtliches Engagement und Hundeverein oder Hundeschule ... oder im Tierheim etc. pp. Denn auch wenn Spezialisten super sind, die meisten Hundetrainer müssen (um später ausreichend Kunden zu haben) sicherlich ein etwas breiteres Feld abdecken als nur EINen Problembereich oder EINE Art von Hund. Ausschließlich mit Hütehunden zu können, wird beispielsweise wahrscheinlich nicht ausreichen.

    Beim formellen Teil, wie Tucker sagte, zunächst eine anerkannte Ausbildung bzw. Studium im Tierbereich und dann die entsprechenden Kurse draufsatteln.

    Sollte der Plan sein, später davon den Lebensunterhalt zu bestreiten, bitte unbedingt auch zusehen, dass betriebswirtschaftliche Basics stehen. Ich kenne viele Selbstständige in den unterschiedlichen Bereichen, die teilweise "in der Sache" hervorragend sind - sich aber durch einfach zu vermeidende, ehrlich gesagt dumme, betriebswirtschaftliche Fehler regelmäßig an den Rand des Abgrunds bringen. Ohne irgendjemanden Nahe treten zu wollen: Weder muss man gut mit Zahlen können, noch einen IQ von 130 haben, noch fünf Jahre BWL studieren - solides kaufmännisches Handeln ist ein recht einfach zu lernendes, simples Handwerkszeug.

    Den Eltern des Jungen hätte ich ein paar Takte erzählt …

    Ich habe nur gestammelt.

    Ich war völlig sprachlos, einfach nur fassungslos entsetzt.

    Ich habe das Kind mit einem sehr laut gebrülltem "EY!!" "abgebrochen" - das hat die Hunde faszinierenderweise auch gar nicht interessiert, die wussten wohl, dass es nicht ihnen galt. Die Mutter wurde dann noch pampig, ob ich was von ihrem Kind wolle.. Ich konnte gar nix sagen.

    Mein Besuch hat das dann aber sehr deutlich erledigt. Wie brandgefährlich und idiotisch das war, war auch ihr als Nicht-Hundehalterin wohl sofort klar.

    Vor allem war das kein Baby oder ein Kleinkind mit 15 Monaten... sondern ein Junge, der garantiert KiTa-, wenn nicht Grundschulalter hatte.

    Ich weiß gar nicht ob das hierher gehört. Ist vor ein paar Tagen passiert - und geht mir nicht aus dem Kopf.

    Hatte Besuch und wir sind in der Nähe einen touristisch neuerdings sehr beliebten Weg gelaufen. Ständig kamen uns Spaziergänger entgegen. Mit dabei: Der Besuch, Nastro und der 1,5jährige Mix meiner Eltern. Treffen auf eine Gruppe mit mehreren Kindern an einer engen Stelle. Der 5jährige Junge nimmt seinen Stock und schlägt dem Hund meiner Eltern auf den Rücken und ruft dabei "HUNDE! BÄHM!! HUNDE!!".

    Der Hund meiner Eltern? Ist generell sehr dickfellig. Der hat überhaupt nicht reagiert. Ich war so froh darüber. Hat er gut gemacht.

    Was ich nicht ganz verstanden habe: Ist es ein Nachbar oder sind es mehrere?

    Falls es nur ein Nachbar ist, würde ich (vorsichtig und diskret!!!!) mal mit anderen Mietern sprechen. Wenn er sich jetzt über erfundene Dinge bei dir aufregt, ist es wahrscheinlich, dass er das in der Vergangenheit bei anderen auch gemacht hat.

    Ansonsten: Mit anderen Hundehaltern im Haus sprechen, protokollieren wann du daheim bist, wann der Hund alleine ist. Etc. pp. Dann hast du was in der Hand, wenn der Vermieter weiter Druck macht.

    Vielleicht denken jetzt die Menschen darüber nach, die VB als psychisch kranke Animal hoarderin bezeichnet haben, noch mal über ihre Worte nach.....

    Zu sehen, welche Hunde dort zu vermitteln sind, hat tatsächlich meine Einstellung ihr gegenüber noch einmal geändert. Die als unvermittelbar eingestuften tauchen dort nicht auf, die gibt es ja auch noch.

    Murmelchen Das "entschuldigt" für mich tatsächlich einen Teil. Natürlich ist die HHF gescheitert, keine Frage. Selbstverständlich hätte es besser gemacht werden sollen.

    Aber selbst wir, von der Couch philosophierend, ohne die Hunde je getroffen zu haben, drehen uns im Kreis. Dass mit dem Einzelschicksal konfrontiert, einer Person, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat "zu helfen", das Neinsagen nicht gelungen ist. War falsch, keine Frage.... kann ich aber nachvollziehen.

    Und jetzt deckt sich genau das auf, warum die HHF ein solches Sammelbecken für schwierige, gefährliche Hunde wurde.

    Genau so sehe ich das auch. Danke.

    Ich kenne übrigens exakt eine Person (und nee, ich bin es nicht selbst), der ich einen grünen oder gelben Hund zutrauen würde und ich denke schon eine ganze Zeit drüber nach.

    Würde mich mal interessieren: Wie viele Leute kennt ihr, denen ihr zutraut einen der Hunde von dort zu nehmen? Ich gehe davon aus, dass Halter eher griffiger Rassen mehr solcher Plätze kennen als ich, schlicht weil sie in anderen Kreisen unterwegs sind.

    (Ich meine jetzt nicht Menschen, die ihr nur aus dem Forum kennt.)