Beiträge von Gersi

    Um es mal ganz platt zu sagen:

    Einem ängstlichen Hund, der in einer Ecke liegt und knurrt, wenn jemand zu nah kommt - dem würde ich signalisieren, dass es okay ist, dass sie ihre Ruhe haben will. Also beschwichtigen, sobald sie knurrt zurückweichen etc.

    Einem Hund, der mitten im Raum liegt und in sich vergrößerndem Radius Menschen verbietet, sich zu bewegen, würde ich weder beschwichtigend entgegentreten noch irgendwelche Leckerli hinwerfen. Dem würde ich deutlich einen Eck-Platz zuweisen.

    Das zu unterscheiden, ist vielleicht schwer - aber ich warne davor, nur weil "Tierschutz" "Ausland" "frisch angekommen" im Raum steht, sich darauf zu versteifen, dass der Hund aus blanker Unsicherheit und Angst vor Männern dieses Verhalten zeigt.

    Ich bin auch ehrlich gesagt kein Fan davon, einen Hund, den ich noch nicht kenne, aufs Sofa zu lassen. Klingt jetzt irre altmodisch, ist es offensichtlich auch - hat aber nix damit zu tun, dass ich glaube, dass es dann gleich um "Weltherrschaft" geht.

    Oft ist es Hunden zuviel Nähe und manche können das schlecht zeigen. Und bei manchen stellt sich dann heraus, dass Liegeplätze zu Ressourcen gemacht werden - und den Stress um meine Couch muss ich ja nicht provozieren in den ersten Wochen des Zusammenlebens.

    Tut mir Leid zu hören. Viel Sinniges habe ich nicht.

    Kurze Frage (du hast es nicht erwähnt oder ich überlesen): Er trinkt normal?

    Ich weiß nicht inwieweit man das mit einem Hund machen kann, der viele Unverträglichkeiten hat. Aber in der Vergangenheit hat es hier manchmal geholfen mit etwas ganz Grandiosem (rohem Fleisch/Fisch...) in kleiner (!!) Menge erstmal was wieder in den Hund zu kriegen.

    Es gibt aus St. Petersburg Möglichkeiten wegzukommen.

    Zug nach Helsinki (etwa 6 Std., meine ich), Fähren nach Finnland (und auch nach Deutschland, wobei das dann als Fährfahrt mit Hund wohl wiederum zu lange wäre).

    Was muss, das muss - aber ein Urlaub "muss" ja nicht. Ich würde mich nicht wohlfühlen, den Hund im Frachtraum zu wissen.

    Die Leut ham dann im TH angerufen ob die irgendwas über solche Ausraster wüssten. Natürlich nicht, aber das TH telefonierte dann mal herum und fand heraus, dass bei den Vorbesitzern mal das Garagendach neu geteert wurde. Dazu stand eben einer auf ner Leiter und der Kümel mit dem Teer fiel runter. Genau auf den armen Hund...

    Notiz und historischer Exkurs am Rande. Weil erwachsene Second-Hand-Hunde ggf. solche Trigger hatten, hat man früher Hundeanfängern (insbesondere Anfängern mit Kindern) zu Welpen geraten. . Und nein, damit waren früher nicht ausschließlich VDH-Welpen gemeint - sondern einfach Welpen, die ein unbeschriebenes Blatt sind.

    (Bis es sich dann bei einige Ratgebern ins komplette Gegenteil verkehrte und Anfängern zu "erwachsenen Hunden, die man einschätzen kann" geraten wird.)

    Nein, keines der Extreme spiegelt meine Meinung wieder - wollte es nur mal erwähnen, weil Forums-Neulingen, die mit diesem Old-School-Wissen ("Wir sind eine Familie mit Kindern und wollen deswegen einen Welpen") oft solch Unverständnis entgegen schlägt.

    Je nach Hund ist "Person kommt in die Wohnung" eine ganz andere Nummer als Gassigang mit fremder Person ohne Frauchen.

    Gerade wenn es etwas längere Zeit ist, die deine Freundin und der Hund OHNE DICH (!!) verbringen, begreift der Hund sehr wahrscheinlich, dass dies jemand ist, der irgendwie dazugehört und dem man besser hinterher läuft.

    War die Freundin denn schon mal alleine mit dem Hund unterwegs? Das wäre auf jeden Fall mein erster Schritt. Länger Gassi, dann mal zu ihr in die Wohnung etc pp.

    Ich glaube ehrlich gesagt, du kannst nicht testen, wie der Hund sich verhält, wenn du nicht da bist. Ich hätte da jetzt auch keine Tipps. Egal wo du in der Wohnung bist, sie kann sich deutlich heftiger verhalten, wenn jemand den Schlüssel im Schloss dreht - oder eben deutlich netter - als wenn sie alleine ist.

    Zu deiner Beruhigung: Nastro ist mal aus der Wohnung zum Gassi geholt worden, von einer Person, die er zwar kennt - aber so oft auch noch nicht gesehen hatte. Ich war echt skeptisch - habe deutlich gesagt, dass sie ihn einfach lassen soll, wenn er nicht mitgeht oder sie ernsthaft verbellt. Aber es war überhaupt kein Problem.