Beiträge von Gersi

    Puh. Tut mir Leid für dich.

    Du bist ja jetzt sehr vorsichtig - trotzdem möchte ich einen Aspekt nennen. (Wirst du nicht mögen, fürchte ich.)

    16 Monate und Jagdverhalten - da kommt noch wahrscheinlich noch was. Außerdem: Zweimal im Tunnel gewesen und einen kleinen Hund zur Beute gemacht - beim dritten Mal wird er wahrscheinlich vehementer werden, er "lernt" ja in diesen Szenen und ist zudem jetzt angefixt.

    Ich finde man muss aber eindeutig anerkennen, dass das schwierige Abwägungsentscheidungen sind: Knurren anerkennen - aber nicht weichen. So manches Knurren eines ängstlichen Hundes bedeutet: "Du bist mir jetzt zu nah!". Das anzuerkennen würde bedeuten, zu weichen.

    Mich würde interessieren, wie es bei der TE mittlerweile läuft. Magst du berichten Strawberrydrop1 ?

    Ich würde versuchen mich zu fokussieren.

    Jau, wahrscheinlich ist da hin und wieder jemand an der Tür und macht Lärm.

    Das "zu beweisen" dürfte aber rechtlich im dunkel-grauen Bereich sein. (Es sei denn, Tonaufnahmen DRINNEN). Und dann hast du ggf. das Problem, dass "illegales Abhören/Filmen des Hausflurs" die größere Störung des nachbarschaftlichen Friedens ist. (Aus Sicht von Hausverwaltung und anderen Parteien im Haus).

    Halte es einfach. Halte dich fern von Nebenkriegsschauplätzen.

    Deine Hunde und deren Lautstärke ist im Rahmen dessen was jeder Mensch in einem Mehrfamilienhaus akzeptieren muss. Punkt. Das dokumentierst du. Den Rest regelt deine Anwältin.

    Du brauchst überhaupt nicht mehr. Lass dich jetzt nicht zu irgendwelchen Spielchen hinreißen, die später so zu verdrehen sind, dass du die Böse bist. (Immer die bisher unbeteiligten anderen Parteien im Haus mitdenken - die möchten nämlich wahrscheinlich weder akustisch noch visuell aufgenommen werden, während sie sich im Treppenhaus eigentlich unbeobachtet fühlen.)

    Ich bevorzuge Trockenfutter.

    Nastro verträgt es gut. Fertigfutter, weil es das einfachste im Alltag ist - und Trockenfutter, da ich den Müll durch die Dosen sonst echt nervig finde. Das sind tatsächlich meine Kriterien: Hund verträgt es, ich finde es bequem.

    Essensreste, Knochen etc. gibt es je nachdem wie sie hier anfallen. Manchmal soviel, dass es die Trockenfutterrationen ersetzt. Dann wieder tagelang gar nicht.

    Ich war auch immer super skeptisch was Quietschspielzeuge anbelangt.

    Irgendwann bekam Nastro mal ein Spielzeug geschenkt - nach etwa einem Monat waren wir beide überrascht, als er es zum Quietschen brachte.

    Alle paar Wochen spielt er damit intensiver - dann ist wieder was anderes beliebt. Er ist stolz wie bolle, weil er mittlerweile begriffen hat, wie er es zum Quietschen bringt.... Aber weder fährt er auf dieses Spielzeug mehr ab als auf andere Sachen noch zeigt er ein anderes Spielverhalten als mit anderen Sachen.

    Ich sehe das nach dieser Erfahrung tatsächlich deutlich entspannter als vorher.

    Auf der kleinen Pinkelrunde habe ich einen etwa 11jährigen Jungen und eine junge Frau (vielleicht die Mutter) auf einer Mauer sitzen sehen. Der Junge hatte geweint, die Schultern hingen, der Kopf auch.

    Als er Nastro im Blick hatte, hat er ihn interessiert angeschaut. Und ganz spontan habe ich gefragt, ob er mal streicheln möchte. (Mache ich normalerweise nicht, ich erlaube es nur, wenn die Kinder oder deren Eltern fragen.)

    Nastro *liebt* Kinder. Keine Ahnung warum - er steht nicht wirklich darauf von x-beliebigen Personen angesprochen oder angefasst zu werden - aber Kinder sind immer okay. Weiß der Himmel warum.

    Der Junge wollte, kniete sich direkt vor Nastro, die Köpfe waren etwa in gleicher Höhe - und Nastro hat sich sooooo rangeschmissen. Nicht zu wild, aber unmissverständlich begeistert. Und der Junge konnte lächeln.

    Ich habe keine Ahnung was die Story hinter all dem war, bin dann auch nach ein paar Minuten mit Nastro weiter - aber Nastro hat es echt geschafft einen offensichtlich blöden Tag für jemanden ein klein wenig besser zu machen.

    In Nicht-Corona-Zeiten bin ich um diese Jahreszeit regelmäßig bei meinen Eltern und suche dort die alt-ehrwürdigen Wege ab.

    Irgendeine Chance, dass jemand aus Dortmunder Nähe mir verrät, in welcher Richtung er sucht???

    Ich würde mich soooo freuen, habe aber keine Ahnung von Pilzgebieten hier in der Ecke.

    Die physische Begrenzung durch die Leine kann dem Hund erlauben, einige Erregungsstufen runterzukommen,

    Genau das! Ich kann Nastro ohne Leine nah bei mir halten und verhindern, dass er einer Spur hinterher geht oder dem Hasen folgt. (Ist die Distanz zu groß, würde es wahrscheinlich nicht funktionieren.)

    Aber: Wenn ich ihn dann anleine - ist die Erleichterung spürbar. Der ganze Hund wird weicher. "Ich darf nicht" ist viel anstrengender als "Ich kann nicht".