Beiträge von Gersi

    Hunde maximal 4, besser nur 3 Jahre auseinanderliegen.

    Das kann man so machen - aber eben auch bewusst entscheiden, dass man mindestens vier Jahre möchte. Es gibt für beides gute Argumente.

    Momentan sind Nastro und der Hund meiner Eltern (immer mal wieder für längere Zeit im gleichen Haushalt) drei Jahre auseinander. Die sind super eng. Hat Vor- und Nachteile - und ich habe (mittlerweile nicht mehr ganz so stark wie am Anfang) immer ein Auge drauf, ob die beiden wirklich harmonieren. Das ist bei gleichgeschlechtlichen Teams nämlich in der Regel stabiler, wenn der Altersabstand "ausreichend" ist. (Was ausreichend ist, hängt natürlich von vielen Faktoren ab.)

    Das vorherige Team war elf Jahre auseinander - natürlich mussten da Junghund und Seniorenbedürfnisse beachtet und mehr getrennt unternommen werden. Aber auch das hat reibungslos funktioniert, in mancher Hinsicht einfacher als die Jungs im ähnlichen Alter.

    Mich hat kein Hund überrascht, die Anlagen fand ich immer nach ein paar Stunden/Tagen erkennbar. Die Einstellung zur Umwelt, zu Neuem und zu Problemen hat sich bei keinem wirklich geändert.

    Viel schwerer zu kalkulieren ist wie stark sich welche Anlagen entwickeln: Grummeln und Wuffen wenn in den ersten Wochen die Nachbarn durchs Treppenhaus laufen? Ernsthafter Wachtrieb? Oder nur aufmerksamer und gesprächiger Hund?

    Deutliches Interesse an Wild oder Nachbars Katze: Richtiger Jagdtrieb? Oder einfach nur Interesse?

    Ob ein Hund, der am Anfang Fremde offensichtlich nicht mag einfach nur ein zurückhaltender Zeitgenosse ist oder ob er mir in vier Monaten in der gleichen Situation bellend in der Leine hängt? So was finde ich schwer einzuschätzen. Ob der Hund in vier Monaten Fremde als "Freunde, die er noch nicht kennt" sieht oder ob er Fremde eher überflüssig findet - das wiederum finde ich dann recht einfach zu sehen.

    Gibt bestimmt noch Expertenrat - aber wenn ich Nastro so auslasten müsste, würde ich das Suchen "ernster" angehen als mit einem Schnüffelteppich.

    Ich würde ja die Trüffelsuche versuchen. :) Irgendein Geruch, den er dann an verschiedenen Stellen suchen und finden muss. Und Verstecken dann zunehmend schwerer im Haus (oder draußen an der Leine).

    Ansonsten: Anfangen zu Klickern und Tricks üben?

    Ich kenne das Prinzip "alle fünf Jahre ein Welpe dazu", damit immer einer im einsatzfähigen Alter ist, von Jägern. Der Senior darf mit zehn in Rente, der Mittlere ist dann fünf und im besten Alter und der Welpe kann in Ruhe angelernt werden. (Gibt auch die Variante mit 4 Jahren Altersunterschied.)

    Aber die Hundehaltung war auch komplett anders - und viele der angesprochenen Probleme tauchen nicht auf, wenn du einen großen Hof hast, Hunde, die den Zwinger kennen - und es ganz andere Ansprüche an Verpflegung von Senioren oder "Auslastung" aller Hunde gibt.

    Es gibt Möglichkeiten für einen so jungen Hund - insbesondere wenn er Papiere hat - ein neues Zuhause zu finden. Der Hund wird es verschmerzen.

    Auf der anderen Seite: Sechs Stunden alleine wären für mich tatsächlich vertretbar.

    Die Frage ist: Was willst du? Behältst du sie, musst du dich in der Freizeit stark einschränken. Und außerdem Uni und Job so managen, dass es bei den sechs Stunden bleibt. Dogsharing kann helfen, evtl. möchte der Ex auch einen Hundetag?

    Möchtest du das? Falls nicht. Such ein neues Zuhause. Erste Anlaufstelle wäre der Züchter.

    Es ist grandios. Der letzte Zwingerhusten (also vor diesem Jahr) liegt bestimmt zehn Jahre zurück.

    Aber gut. Beide Hunde 2G (geimpft und genesen), jung und kräftig dazu.

    Wird schon passen.

    Btw: Honig gegen Hustenreiz? Hilft auch bei Hunden. Für euch getestet.