Beiträge von Gersi

    Die Art des Schmerzes kennt man meist erst nach der Diagnostik. Ist ein Tumor gefunden, sind es dann Tumorschmerzen... Manchmal zeigen Hunde durch ihr Verhalten, dass beispielsweise der Kopf schmerzt... Oder bestimmte Gelenke werden übermäßig geleckt... dann ist das wahrscheinlich der schmerzende Bereich.

    Aber ohne gründliche Diagnostik, ist "der Angreifer hat bestimmt Schmerzen" einfach nur eine Hypothese. Nicht fernliegend - aber bei weitem nicht das einzige Szenario. "Der Hund wurde nur aggressiv weil er Schmerzen hat!" ist eine recht schöne Erklärung für uns Menschen - deswegen tippt man häufig in die Richtung. Weniger schön ist "als Chicos Krebs richtig schlimm wurde, hat Amares ihn nicht mehr in seiner Nähe geduldet und ständig angegriffen".

    Auch eine Hypothese - deswegen muss hier unbedingt gründlich ein Tierarzt draufschauen.

    Ich glaube, das ist tatsächlich ein bisschen Typfrage.

    Ich täte es wahrscheinlich - habe aber bisher auch nie Probleme gehabt, wenn ich Hunde anderer Leute da hatte. Verändert den Alltag halt noch mal (hast du ja eh schon mit dem Umzug), ist Arbeit - hat mir aber auch eigentlich immer Spaß gemacht.

    Wenn dich (oder deinen Hund) veränderte Routinen stressen, du unsicher bist ob und wie du da Ruhe und Frieden reinkriegst... dann lass es vielleicht besser. Aber ich habe tatsächlich auch nach einem Umzug nie drauf geachtet, dass der Hund danach Ruhe hatte. Hat sich meist eh ergeben, weil noch Möbel zusammengebaut werden mussten oder *noch* eine Baumarkt-Fahrt anstand und der Hund kam eher "zu kurz" in den Tagen nach dem Umzug... und hatte deswegen automatisch Sparprogramm.

    Ist hässlich, passt nicht wirklich zu romantischen Vorstellungen der Mehrhundehaltung...

    Sehr wahrscheinlich macht sich bei einem der beiden das Alter bemerkbar. Evtl. beim "Opfer" dieser Angriffe.

    Bei Hunden in dem Alter... ich denke nicht, dass ihr das über Erziehung-, Management- oder Verhaltenstipps gelöst bekommt.

    Wäre ich an eurer Stelle? Ich würde auch ohne weiteren "Anlass" beide Hunde gesundheitlich auf den Kopf stellen, hätte ich begrenzte Ressourcen? Würde ich die Ursache eher beim Opfer suchen. Nur ein Bauchgefühl.

    Hier im Forum gab es schon einmal jemanden, dessen Hund einen Schlag ganz blöd falsch verknüpft hatte - kommt also vor, auch unabhängig von deinem Verhalten und deiner Reaktion.

    "Überdramatisierend", das Wort ist ja gefallen, finde ich persönlich dies:

    Einmal habe ich leider nochmal ihr Vertrauen kaputt gemacht. Ich war morgens mit ihr hier bei und um den Block und sie setzte sich hin, stemmte sich in die Leine, so dass sie aus dem Halsband rutschte. Da das direkt an der Straße war schrie ich laut los und rannte auf sie zu - da hat sie sich vor mir ängstlich weggeduckt. War echt blöd von mir, aber ich hatte Angst, sie rennt auf die Straße.

    Damit "machst du kein Vertrauen kaputt". Du hast gedonnert, der Hund hat es auf sein Verhalten bezogen und ist deutlich ins Meiden gegangen - mehr ist nicht passiert. Sollte nicht dein Standard-Repertoire werden... aber ich denke alle von uns haben schon mal überreagiert, wenn sie sich wirklich erschrocken haben (und den Hund dann damit wiederum erschrocken).