Beiträge von Gersi

    Ich finde das Alleinbleib-Training jetzt wirklich sehr ins Detail geht - und auch weg von der Überlegung "erster Hund + erstes Kind" als Schwierigkeit.

    Auch übt (aus guten Gründen) nun nicht jeder täglich minutenlang das Alleinebleiben. Der Hund meiner Eltern kann es hervorragend - und der ist bei Rentnern zu Coronazeiten teilweise fast monatelang nicht allein geblieben. Also DARAN würde ich mich jetzt nun nicht aufhängen.

    Wenn zwei Erwachsene flexibel Zeit, Energie und Aufmerksamkeit einbringen - dann steht der Plan ja. Und das immer nur unter der Prämisse, dass Hund und Kind wirklich ganz dicht aufeinanderfolgen.

    Uns ist es auf jeden Fall klar, dass es im Falle eines Falles sehr anstrengend wird. Die Hauptbelastung hätte jedoch mein Mann, denn wir weichen wirklich vom traditionellen Rollenbilder etwas ab.

    Einige der Fragen hier zielten schon ein bisschen auf die Rollenverteilung (natürlich nicht so explizit- Thema im Thread sind ja ausgerechnet übergriffige Fragen).

    Oft ist es so, dass Frauen sowohl für Hund als auch fürs Baby zuständig sind. Mit "Hilfe" - aber eben hauptverantwortlich, teils alleinverantwortlich, die meiste Zeit des Tages.

    Und genau deswegen auch die vorsichtigen Stimmen hier - denn einen 30-Kilo-Junghund mit Baby vor dem Bauch Gassi zu führen... das liegt bei weitem nicht jeder.

    Wenn bei euch die Verteilung eine andere ist - hätte ich zwar noch weniger Lust, DASS einem Züchter zu erklären... aber es ändert zumindest bei mir tatsächlich ein wenig die Einschätzung. Zwei Erwachsene kriegen Baby und Junghund wohl gemeinsam hin - SOLLTE das Timing so sein.

    Ich kann hier tatsächlich beide Seiten verstehen:

    Die Frage der Züchter (insbesondere wenn du sie als sehr direkt und konkret empfunden hast) finde ich übergriffig.

    Auf der anderen Seite: Wenn es blöd läuft und du gleichzeitig einen großen, pubertierenden Junghund und ein Baby hast... das ist wirklich eine Hausnummer.

    Du hast geschrieben: Einer von euch sei fast immer zu Hause...

    *Falls* das bedeutet, dass dein Mann sehr flexible Arbeitszeiten und/oder Homeoffice hat, wäre das evtl. die Lösung: Wirst du schwanger, bevor der Hund "fertig" ist, übernimmt dein Mann Gassigehen und Auslastung des Hundes.

    Ansonsten auch von mir noch mal der Hinweis: 30 oder 15 Kilo an der Leine? Macht einen riesigen Unterschied.

    Was die Hühner betrifft, habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, grundsätzlich haben sie einen eingezäunten Bereich in unserem Garten.

    Meiner Erfahrung nach, reicht das auch. Hunden ist eigentlich gut zu vermitteln, dass andere Tiere zum Hausstand gehören - selbst bei Jagdhunden geht das in aller Regel. Flattern die Hühner aufgeregt durch den Garten, ist es schwieriger. Bei einem eingezäunten Gelände würde ich von Anfang an klar machen, dass dem Hund die Hühner egal zu sein haben.


    Und wenn es möglich ist, den Hund über den Sommer zum Alleine sein zu bringen, würde das vor allem die Kinder sehr freuen. Sie wünschen sich am meisten einen Welpen.

    Ich persönlich (fairerweise gesagt, gehen da die Meinungen aber wirklich auseinander) würde zu Kindern immer einen Welpen aus einer guten Zucht holen (bzgl. der Vereine hast du ja schon Infos bekommen). Es ist am Anfang aufwendig, keine Frage - mir wäre es trotzdem immer lieber.

    Alleinebleiben sollte bei eurem Zeitplan - vor allem wenn deine Mutter als Backup bereit steht - eigentlich recht problemlos funktionieren.

    Und deswegen von mir ein klares Nein zum Labbi und auch zum Goldie. Ich bitte meine Meinung dazu zu akzeptieren und nicht laufend drauf rumzuhacken.

    Ich möchte nicht hacken - aber ich finde es schon wichtig, dass klar wird, dass deine Meinung tatsächlich die absolute Außenseitermeinung in diesem Thread ist.

    Hier schreibt jemand, die sich drei (wie bis auf dich alle finden, *passende*) Rassen ausgesucht hat. So passend, dass es am Ende wirklich nur auf die persönliche Präferenz ankommen sollte.

    Wäre schade, wenn sie vom Labbi abkommt, weil sie diese Meinung als "die im Hundeforum haben aber gesagt" ansieht. Deswegen auch noch mal mein Statement: Labbis sind hervorragend geeignet als Familienhunde.

    Auch ich finde eure Vorauswahl richtig gut.

    Da dich das Distanzlose beim Collie deiner Mutter stört: Schau dir ein paar Labradore live an (idealerweise zwischen ein- bis dreijährige). Normalerweise gilt ein Collie als distanzierter, reservierter Hund und ein Labbi als stürmischer.

    Damit meine ich nicht, dass der Labrador deswegen nicht in Frage kommt! Es fiel mir nur auf, als du deine Erfahrungen geschildert hast.

    Ich glaube (aber andere wissen das bestimmt besser), beim Eurasier gibt es immer wieder Exemplare mit äußerst ausgeprägtem Jagdtrieb. Daran wirst du auch beim Golden und Labbi arbeiten müssen - aber in aller Regel ist das mit Erziehung gut in den Griff zu kriegen.

    Hier werden es gerade immer mehr kleine Hunde... Chris und mixe, ein paar kleine Terrier Mixe. (Bestimmt 10 in den letzten 3 Jahren neu)

    Die meisten sind um Erziehung bemüht und Lasten die zwerge mit Tricks aus.


    Ein paar Plattnasen bei sportlichen Pärchen, aber die bereuen ihre Entscheidung. Nix mit Joggen oder lange Wanderungen. Dafür sind die Hunde zu krank.


    Dazu Schäferhunde sechs oder sieben, entweder als Kuschlige Familienhunde oder halt im Zwinger für 3 mal die Woche Hundeplatz.


    Und nebenan ein stolzer Zwergschnauzer Rüde der sich Regelmäßig mit dem Kröt streitet, wem den nun die Straße gehört.

    Ich finde ja, das klingt richtig gut.

    Ausgelastete Kleinhunde (okay, Plattnasen, das ist nicht cool) - und stolze Zwergschnauzer, die sich prügeln möchten - ist für mich auch nicht der welt-schlechteste Trend.