Beiträge von Gersi

    Frag einen Besitzer eines Hundes mit dem er sich gut versteht, ob er euch abholen kann von zuhause, so dass er direkt das rausgehen mit dem Artgenossenkontakt verknüpfen kann.

    Das kann echt eine gute Idee sein. Nastro hat am Anfang von Hundekontakten enorm profitiert - er hast sich sehr viel abgeschaut und brauchte gefühlt einen Dolmetscher "Mensch-Hund".

    Musst aber schauen, wie genau sie reagiert. Viele Hundekontakte und viele Erfahrungen im Shelter müssen nicht zwangsläufig gute Erfahrungen gewesen sein.

    Idealerweise ein älterer, ruhiger Hund und nicht einer mit dem sie sonst wild tobt. Eher ein Onkel als ein Kumpel.

    Die Titelfrage würde ich tatsächlich mit "ja" beantworten. Über die Bewegung beim Spaziergang laste ich keinen gesunden Hund aus - Bewegung bezieht sich ja auf die körperliche Seite.

    Das gemeinsame Unterwegssein hat meine Hunde aber auch immer sehr zufrieden gemacht. Ich weiß nicht, ob ich das unbedingt als "Auslastung" bezeichnen würde. Aber ich kenne durchaus Hunde, die mit ausgiebigen Spaziergängen und minimalen Zusatzprogramm (ab und zu mal Tricks, Training etc.) stets ausgeglichen waren.

    Auslastung im Sinne von "der Hund ist körperlich k.o. wenn ich wieder daheim bin" kenne ich entweder von Wanderungen, besonderen Witterungsverhältnissen (hoher Schnee o.ä.) oder wenn zusätzlich Action war (passenden Hundefreund zum ausgiebigen Bolzen getroffen; Schwimmen gegangen....) Mental erschöpft nur von Runden, auf denen der Kopf gefordert war. Bei einer solchen Runde habe ich aber auch schon überforderte Hunde erlebt.

    Ich glaube diese Spaziergangsdiskussion ist wieder mal so eine Pendelsache. Vor Jahren waren die Hundehalter die besten, die stundenlang liefen - aber es gab und gibt Hunde, die darauf nicht klar kommen. Als Gegenbewegung äußern sich im Moment stark die Hundehalter, für die Spaziergänge eher problematisch sein können.

    Nur kurz, weil ich am Handy bin:

    Falls ihr schon länger das Programm (zwei große Runden plus ZOS) hattet und falls das unter-Strom-Stehen wirklich mit der Umstellung zusammen fällt?

    Ich würde das auf dem Schirm haben als mögliche Ursache.

    Denn ein Problem gibt es bei der Hypothese, die Auslastung sei das Problem: Er ist ja bis jetzt damit klar gekommen.

    Ich wiederhole mich: Ihr macht def nicht zu wenig.

    Es ist möglich, dass er mit 1,5 Jahren weniger erträgt als früher. Das gibt es.

    Aber evtl schaut ihr auch mal Richtung Futter.

    Egal was euer Tierarzt sagt: Es ist nicht zu wenig.

    Ob es zu viel ist? Vielleicht. Irgendwas scheint ihm ja offenbar nicht gut zu bekommen.

    Hat sich irgendwas verändert, als das Verhalten los ging? Futterwechsel? Home-Office statt Büro?

    Dass er "nur ruht, wenn ich ruhig bin" würde ich persönlich als erstes abstellen (schon alleine deshalb, weil es mich wahnsinnig machen würde.) Ich würde das auch nicht aufbauen oder über Befehle (ist ja wieder anstrengend für den Hund) lösen, sondern ihn zuerst stumpf auf seinem Platz anleinen. Nicht den ganzen Tag - aber für ein paar Stunden eben schon. Eben in den Situationen, in denen er dir sonst hinterher latscht.

    Und dann würde ich einfach mal statt zwei großer, eine große Runde gehen. Und den Rest halt wie immer.

    Falls zu viel Action sein Problem sind, wird es aber dauern, bis er sich entspannt. Drei Wochen würde ich das reduzierte Programm schon durchhalten.

    Ich bin da vom Bauchgefühl her eher bei dir Gersi.

    Fürs Protokoll: Ich bin einfach unentschieden - würde aber in der Kombination eher in die problematische Richtung denken, einfach um auf Nummer sicher zu gehen.

    Einstein51 Der Hund zeigt die Tendenz, dass Rudel zusammenzuhalten - in dem er verhindert, dass die Kinder alleine weiter vorlaufen. Das ist für mich ganz deutlich kontrollieren. Das finde ich am leichtesten zu interpretieren, ehrlich gesagt. Die Besuchs-Kind und Tochter-kommt-ins-Schlafzimmer Szenen finde ich viel komplexer und ohne es gesehen zu haben, tatsächlich nicht zu deuten.

    Wie gesagt: das MUSS alles gar nix bedeuten. Und nur weil jemand meint, es könnte vielleicht ein Bardino-Mix sein, muss der Hund weder überhaupt Anteile der Rasse in sich tragen - und selbst WENN muss er als Mix kein ernsthafter territorialer Hund werden.

    Aktuell hatten wir ja 2 Stunden in der City Hundeschule.

    Ich kann euch in der Ecke niemanden empfehlen - aber was ihr braucht, ist jemand der vorbeikommt und sich das Verhalten des Hundes in der Wohnung anschaut. (Vielleicht auch auf gemeinsamen Gängen mit den Kindern).

    Wie kann ich ihm das kontrollieren madig machen? Einfach dann in die andere Richtung gehen?

    Ich würde ihn anleinen.

    Wenn andere Kinder da sind, dann „absondern“?

    Idealerweise dem Hund einen Platz zuweisen (er wird da noch nicht von selbst längere Zeit drauf bleiben können, deswegen ruhig dort anleinen). Die Kinder haben NICHTS am Hund zu suchen. Der ist auf diesem Platz für sie tabu. Und der Platz sollte nicht so liegen, dass der Hund von dort aus viel im Blick hat. Sondern eher eine gemütliche Ecke - idealerweise so, dass er euch noch sieht.

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    Und das erstmal als Vorsichtsmaßnahmen und unbedingt jemanden live draufschauen lassen. Denn hier reicht das Forum nicht aus.

    Mit ein bisschen Glück verdreht ihr in ein paar Monaten die Augen darüber, dass ihr euch Sorgen gemacht habt - weil sich alles in Wohlgefallen aufgelöst hat und der Hund einfach nur ein bisschen Zeit brauchte.

    Es kann natürlich wie Gina23 schreibt sich lediglich um Unsicherheit und Erwartungshaltung handeln und sich auch wirklich komplett in Wohlgefallen auflösen, wenn er mehr angekommen ist.

    Könnte aber auch Territorialverhalten (nachts im Schlafzimmer, bei Besuch) sein, dass "Einholen" deiner Tochter könnte auch Kontrollieren sein... Und bei einem 1,5jährigen Bardino-Mix habt ihr einen großen Hund, der durchaus so etwas zeigen kann.

    Ich würde sichern, dem Hund vermitteln, dass die Kinder ihn nix groß anzugehen haben, würde dynamische Spiele (Ball mit deiner Tochter) unterbinden und einfach "Abstand" schaffen bis ihr jemanden habt, der euch eine Einschätzung liefert.

    Die Aussage der Pflegestelle "Hand ins Feuer legen" finde ich sehr unprofessionell. Bei meinem eigenen Hund, den ich ich xJahre kenne, würde ich mich solche Aussagen nicht trauen - zumindest nicht so pauschal.

    Puh. Ist vielleicht alles Eingewöhnung und Unsicherheit - zwei Wochen da ist einfach nur super kurz. Auch dass er bisher "gechillt" bei anderen Hunden und Joggern war - heißt noch überhaupt gar nix.

    Mir wäre das insgesamt aber zuviel "stellen" von Kindern. Die Tochter, wenn sie nachts das Zimmer betritt, der fremde Junge...

    Sag doch bitte mal was zum Hund. Wie alt? Welche Rasse? Welche Vorgeschichte?