Beiträge von Gersi

    Falls es nur die zwei Anfälle wären und danach kein weiterer mehr kommt für längere Zeit... dann könnte ich die Überlegungen gegen ein MRT (Kosten, Narkose, Alter des Hundes) nachvollziehen.

    Aber spätestens mit dieser Augensache dazu, würde ich es wirklich gründlich diagnostisch klären lassen und nicht "nur" mit Medis versuchen die Anfälle abzustellen.

    Ich denke es gibt durchaus Hunde, die besser 8 Stunden allein zu Hause bleiben als betreut werden. Wenige - aber du scheinst so einen zu haben.

    Garten wäre mir persönlich unheimlich - ich kann gar nicht genau sagen, warum. Vielleicht weil alle Gärten, in denen meine Hunde waren einsehbar waren oder meine Hunde da sehr schnell auf sehr dumme Gedanken gekommen wären. Aber wenn das bei euch klappt - warum nicht? Und vielleicht kannst du der Nachbarin Bescheid sagen, dass (auch wenn sie nicht rüber kommt zum Spielen) sie zumindest hin und wieder mal schaut?

    Es ist eigentlich besser, wenn du in einem Thema weiterschreibst.

    Im neuen Thread kommen *garantiert* Fragen, die du hier schon beantwortet hast, evtl. schreiben da auch Leute mit, die hier gelesen haben und kommen dann mit Infos, die andere nicht haben ... und es wird wirr.

    Frag doch mal einen Moderator obs noch möglich ist, die beiden Threads zusammen zu fassen.

    Warum soll das nicht klappen? Wenn man auch vom Käufer eine Nachweispflicht fordert, von wem er den Welpen hat und wieviel er bezahlt hat?

    Bin keine Juristin - aber so lange Hundezucht und -verkauf ein Geschäft ist (=Beruf) hast du da wahrscheinlich echte Probleme. Du kannst einem Bäcker ja auch nicht vorschreiben, wie teuer Brötchen sein dürfen.

    Aber: Keine Juristin hier - insofern lasse ich mich da sehr gerne eines Besseren belehren!!

    Und selbst wenn es eine Preisobergrenze geben könnte. Die hat in der Vergangenheit immer dazu geführt, dass es einen schönen Schwarzmarkt gab. Dafür gibt es etliche Beispiele (Lebensmittelpreise im 1. WK um jetzt nur mal so eines zu nennen).

    Ich sage ja nicht, dass ich finde, dass wir alle züchten sollten.

    Aber bei der Gewinnspanne gibt es kaum ein illegales, gesellschaftlich komplett geächtetes Geschäftsmodell, das lohnender ist. Ich sehe wirklich nur die Möglichkeit, übers Angebot zu gehen.

    Und ja, ich weiß, dass es auch in der Vergangenheit Vermehrer-/Kofferraumwelpen gab - aber da reden wir nicht von dieser unfassbaren Menge.

    Was ich glaube ist, dass der Markt bestimmte Kräfte hat, die schwer oder unmöglich zu brechen sind.

    Ich glaube nicht, dass die gesellschaftliche Entwicklung "Hundehaltung als Massenphänomen" stoppen wird. Die Nachfrage wird, denke ich, für etliche Jahre hoch bleiben.

    Ich glaube außerdem, dass ein Verbot, Welpen ohne VDH-Papiere für bspw. über 200 EUR zu verkaufen, nicht rechtmäßig wäre - und selbst wenn es das wäre, nur zu einem Schwarzmarkt führen würde.

    Bleibt nach meiner Überzeugung, falls man die Umstände ändern will, nur die Stellschraube Angebot.

    Momentan haben wir x Welpen, deren Elterntiere nicht gesundheitlich gecheckt wurden, die null sozialisiert sind und deren Zuchthündinnen irgendwann entsorgt werden. Das ist bitter und grausam.

    Wäre es schlechter, wenn die "Ächtung" von "Ups-Würfen", "Hobbyzüchtern" und Bauernhofwelpen wegfallen würde und nicht-untersuchte Familienhunde Welpen produzieren würden, die halbwegs sozialisiert werden? Klar würde auch dort ein Geschäft gemacht - aber evtl. nicht ganz so unappetitlich wie die momentane Realität ist.

    Ich meine das absolut ernst.

    Kein konkreter Lösungsvorschlag - eher als Gedankenanreiz gemeint.

    Nach meinem Empfinden treten solche Problem oft bei (Erst)-Hundehaltern auf, die sich zu viel um ihre Hunde "kümmern". Kümmern gemeint im Sinne von: An den Hund denken, sich um den Hund sorgen, auf den Hund "achten"/"schauen".

    Damit meine ich nicht, dass ich glaube, dass du den Hund nonstop anstarrst oder sogar ansprichst. Aber Hunde merken, wenn sie im Zentrum stehen und oft oder immer an sie gedacht wird. Und das (das mag hart klingen) tut den meisten Hunden nicht gut.

    "Ignorieren" ist ja auch oft als Erziehungsstrategie/-taktik vorgeschlagen - wird von diesen Hundehaltern dann so umgesetzt, dass sie demonstrativ den Körper wegdrehen und in eine andere Richtung schauen. Die meisten Hunde sind zu kompetent menschl. Körpersprache zu lesen, als dass das zum Erfolg führt.

    Ob der Hund evtl. zu sehr im Fokus steht/stand, kannst nur du beurteilen. Falls du das glaubst, wäre genau DAS der erste Schritt.

    Ich fürchte, es wird ein bisschen provokant - aber ich werde folgenden Gedanken nicht los: So lange die Gewinnspanne so groß ist, ändert sich das niemals. Egal wie die Gesetze sind, egal wie die Aufklärung ist. (Drogenhandel ist auch illegal, trotzdem lohnt das Geschäft)

    Wenn ich Welpen für für 2.000, 2.500 oder sogar 3.000 EUR verkaufen kann, dann mache ich unter den gezeigten Produktionsbedingungen mindestens pro Welpe 1.500 EUR Gewinn. Damit werde ich reich, auch wenn nur jeder 10. Welpe bis zur Geldübergabe am Leben bleibt.

    Die Preise müssen runter. Und zwar drastisch.

    Staatliche Preisobergrenze? Hat noch nie geklappt. Was bleibt: Nachfrage runterfahren oder aber (und hier wird es provokant) Angebot hoch.

    Wäre es überhaupt möglich mehr Pudelwelpen (um mal ein Beispiel zu nehmen) in Hobby(?)zuchten in Deutschland zu produzieren? Wäre das wünschenswert?

    Weil es eine Marktlücke ist. Ich finds nicht schlecht.

    Ich glaube die Nachfrage ist so groß, da braucht es nicht unbedingt eine Lücke.

    Mehr Geld ließe sich sehr wahrscheinlich mit einem normalen Service machen. Denn so viele schwierige Hunde gibt es nicht (zumindest nicht von Menschen, die das auch sehen), du müsstest also weiter fahren (das kostet Zeit und Geld).

    Und dann sind sicherlich etliche Leute dabei, die die Verantwortung für einen schwierigen Hund nicht abgeben wollen - und den dann lieber ohne Gassiservice länger allein lassen.

    Hast du dann schwierige Hunde, kannst du sicherlich oft nicht andere gleichzeitig betreuen, denn selbst die schwierigen, die kein Problem mit Artgenossen haben, brauchen evtl. deine ganze Aufmerksamkeit (Angsthunde, Probleme mit Menschen etc..)

    Als ich mit Nastros Vorgänger (Pudelmix; das Fell am Anfang eine Katastrophe) das erste Mal bei meinen Eltern war und meine Mutter erfuhr, dass ich eine Schutzgebühr bezahlt habe, fragte sie völlig entgeistert "200 Euro??? Für SO EINEN Hund?".

    (fairerweise lag er schmutzig-beige mit teils noch verfilztem Fell auf einem alten Flokati und es gab Ähnlichkeiten...)

    Hat mich echt nicht gestört: Gut sah er nun wirklich nicht aus - aber ich kaufe meine Hunde auch nicht nach Optik.

    ---

    Falls mich Wildfremde beim Gassi aus dem Nichts ansprächen, würde es sich ähnlich anfühlen wie "boah, was hast du für eine hässliche Brille auf?" Ich wäre irritiert - aber nicht wg. meines geliebten Hundes sondern weil ich angepöbelt werden. Und nix weiter als anpöbeln ist es ja wenn jemand ungefragt Fremden so etwas mitteilt.

    ---

    Wenn es um charakteristische Rassemerkmale geht, ist es für mich noch mal was anderes. Ich nehme jetzt mal den Dackel. Klar, sollten die in Bauten passen und haben deswegen einen bestimmten Körperbau - aber das ist ja weit von dem entfernt was man jetzt teilweise sieht. Ist wahrscheinlich nicht meine Formulierung, aber mir könnte es da tatsächlich passieren, dass ich extreme Stummel-Beine als "hässlich" bezeichne.

    ---

    Empfindlich wäre ich wahrscheinlich wenn man meinem Hund das Alter ansieht und graues Fell, milchige Augen, unsicheren Gang als "hässlich" bezeichnet würden. Ich denke, das würde mich verletzen.