Beiträge von Gersi

    Die Bemerkung mit der Hässlichkeit ist x Seiten her. Das jetzt aufzuwärmen mit großem Pathos und prophylaktischer Betroffenheit, bringt genau was? Die Erkenntnis, dass wir unterschiedlich sensibel sind, wie andere über unsere Hunde urteilen? Oder die Eingebung, dass "hässlich" ein unschönes Wort ist?

    Eigentlich war das Thema doch weiter?

    Hier sind viele gute Tipps - aber ich persönlich würde den Durchfall stoppen und dem Hund die Chance geben, zuzunehmen. Wenn sie mit sechs Monaten schon so deutlich hinter ihren Geschwistern zurück ist und kaum zunehmen kann durch den Dauerdurchfall? Das finde ich schon sehr bedenklich - und da wäre für mich die Diagnostik jetzt für drei Wochen erstmal egal und ich würde versuchen, dass der Hund etwas auf die Rippen kriegt.

    Ich kann eure bisherigen Entscheidungen alle nachvollziehen - vom Ende her betrachtet (aber hinterher ist man ja immer klüger) habt ihr schon recht viel durchprobiert - insbesondere an Futter.

    Mit ein bisschen Glück wächst sich das raus. Es gibt Hunde, die haben als Welpen damit Probleme und später nicht mehr, wenn der Gleichgewichtssinn trainierter ist.

    Wenn ihr nicht müsst, würde ich es vermeiden vorerst. Einmal die Woche 9 Minuten - eben so, dass es sich idealerweise nicht blöd verknüpft: Auto-Übelkeit-Stress ... daraus könnte nämlich Auto-Stress-Übelkeit werden und euch dann langfristig begleiten.

    Ich hab mit 13 sämtliche Hunde aus der Nachbarschaft und vom Campingplatz ausgeführt und auch Mal Urlaubsbetreuung gemacht, da war echt alles dabei, auch DSH und Rotti, aber gut, das ist inzwischen über 25 Jahre her, wäre heute so wohl nicht mehr machbar.

    Ich glaube wirklich, da hat sich irre viel verändert. Czarek und KayaFlat haben das auch beschrieben, bei mir sah es ähnlich aus.

    Versteht mich nicht falsch - das ist jetzt kein "früher war alles besser"-Dingen. Oft waren die Leute zu unvorsichtig und die Umwelt hat sich vielerorts auch noch mal deutlich geändert.

    Aber für einen Spaziergang darf die Tochter der Nachbarin Nastro ausleihen für einen Spaziergang. Weil sie es grandios findet und ich ihr zutraue, das andere Ende der Leine fest zu halten. Der Pudel-Mix hatte eine Zeitlang ein festes Date in der Woche - auch Jugendliche, die ihn mitgenommen haben.

    Das Risiko ist überschaubar, die Hunde kriegen eine extra Runde und freuen sich - und die jeweiligen Gassigänger sind echt glücklich... genau wie ich es früher war.

    Und mir persönlich ist es völlig egal, ehrlich gesagt. Ich freue mich, dass sich andere freuen. Manchmal passt es super - aber meist ist mir egal ob der Hund gerade da ist oder nicht, ehrlich gesagt.

    Ich bin da nicht so "entschieden".

    Wildfremde: nein.

    Freunde/Familie: ja - idealerweise dann, wenn ich "hundefrei" gut gebrauchen kann. Ich habe eh Stellen, bei denen Nastro mal bleibt, wenn ich ohne Hund ein Wochenende unterwegs bin.

    Aber Nastro muss die Leute kennen, der fremdelt sonst.

    Sein Vorgänger? War zehn Kilo leichter und eigentlich überall sofort zu Hause. Könnte mir durchaus Szenarien vorstellen, in denen ich ihn ein Wochenende bei Leuten gelassen hätte, die überlegen, sich einen Pudel-Mix zu holen. Den konnte jeder halten, der war völlig unproblematisch.

    Voraussetzung tatsächlich: Dass die Leute sauber ticken. Keine Hunde-Experten unbedingt - aber Hirn an.

    Ich würde trotzdem damit einmal beim Tierarzt vorstellig werden. WENN sie gesund ist, helfen dir vielleicht zwei Ansätze weiter:

    - Nicht jeder Hund mag eine Party feiern, wenn er sich gelöst hat. Eher vorsichtige Typen verunsicherst du dadurch, die erledigen ihr Geschäft lieber diskret. Dieses "Party machen" kann kontraproduktiv sein.

    - Insbesondere wenn sie "Lieblingsstellen" hat, fehlt ihr evtl. die Information, dass es schlicht unerwünscht ist, sich im Haus zu lösen. Bitte verstehe mich nicht falsch: Weder sollst du sie wütend ausschimpfen, noch würde ich einen 8-Wochen alten Welpen "bestrafen" wenn er ins Haus macht. Aber in ihrem Alter halte ich es durchaus für angemessen darauf zu reagieren. Du könntest zum Beispiel deutlich und etwas lauter "Nein!!" sagen, wenn du siehst, dass sie sich in der Wohnung hinhockt. Das ist meiner Meinung völlig angemessen und nicht "unfair".

    Volle Zustimmung - das "Training" geht gar nicht.

    Als Ergänzung: Gut möglich, dass ihr euch die Box erstmal versaut habt. Falls er sich da sperrt, würde ich eine deutliche Pause machen. Die Box jetzt positiv aufbauen, ist zwar noch einen Versuch wert. Falls ihr aber merkt, dass der Hund jetzt erstmal Schiss hat, wäre mein Tipp die Box für ein paar Wochen oder Monate in den Keller zu stellen und einen neuen Anlauf zu versuchen, wenn der Hund weiter ist.

    Ich finde es wirklich beeindruckend, dass du immer noch aufnahmefähig und -bereit bist.

    Da du nichts davon geschrieben hast, nehme ich an, dass deine Schwester keine Hunde hat? Dann sag ihr bitte deutlich, dass sie es langsam angehen soll, auf die Hunde achten - und beim ersten Mal vielleicht wirklich nur 1,5 Kilometer und das bei kühleren Temperaturen (morgens oder abends halt). Möglich, dass deine Hunde nur röcheln - aber (und das ist das Üble) es könnte halt wirklich was passieren.

    Ich frage mich nur: Wenn für dich das Röcheln, die aufgedrehte Zunge, die hochgezogenen Lefzen unproblematisch sind... WAS genau ist denn der Test? Wir hoffen ja alle, dass die Hunde nicht kollabieren. Aber "noch bei Bewusstsein" heißt ja nicht, dass der Hund fit ist.

    Dass die Runden zum Lösen 1km oder weniger sind, gibt es - denke ich - recht oft. Bei mir auch häufiger. Das ist die Alternative zum "in den Garten lassen", da geht es um Blase und Darm und nicht um Bewegung.

    Einige haben das schon geschrieben - viele Menschen, da ist die TE nicht die Einzige, haben keine Vorstellung von Entfernungen. Ich bin sicher, dass die große Runde länger als 1 km ist.

    Ich weiß, dass du viel Hundeerfahrung hast, aber für alle, die das hier irgendwann mal nachlesen werden: Es geht um Minischritte (!!), ein Welpe sollte auf keinen Fall in den ersten Tagen/Wochen mit Eindrücken bombardiert werden, die er nicht verarbeiten kann.

    Lernt ein Welpe, dass er seinem Menschen vertrauen kann und entwickelt er eine aufgeschlossen, interessierte Haltung allem Neuen gegenüber, ist dass später auf viele, viele Situationen übertragbar, die nicht alle einzeln geübt werden müssen.

    Vom ersten Tag an, tatsächlich auch bei mir

    • alleine bleiben
    • anfassen lassen

    In den ersten Wochen

    • Autofahren
    • im Auto alleine bleiben
    • Besuch kennenlernen
    • zu Besuch irgendwo sein

    (Höchst umstritten hier, ich weiß - aber ich finde es mega praktisch einen Hund kurz irgendwo anbinden zu können. Aber da musst du natürlich bei einem Sheltie-Welpen extrem aufpassen, dass er nicht plötzlich von Fremden angetatscht wird)

    Ansonsten sehr viel Freilauf, sehr wenig Leine.

    Darüberhinaus hängt natürlich viel von deinem Alltag ab (ob du bspw. regelmäßig oder nie Öffis fährst, wie oft du richtig städtisch unterwegs bist oder ob es regelmäßig Kontakt zu anderen Tierarten gibt...)