Beiträge von Gersi

    Ich kenne auch eher diese Deutung von "fliegt um die Ohren"

    Für mich heißt "fliegt einem um die Ohren" hauptsächlich, dass man den Hund bzw. bestimmte Verhaltensweisen früher oder später nicht mehr kontrollieren kann, wenn man nicht zügig daran arbeitet, die in geordnete Bahnen zu lenken. Also nicht nur situativ, sondern grundsätzlich und (auch) im Alltag. Wenn der Schäferhund Herrchens Frau z. B. nicht mehr aufs Sofa oder ins Haus reinlässt usw., weil Herrchen die ersten Verhaltenszüge aus dieser Richtung nicht ernst genommen hat ... dann fliegt einem besagter Hund um die Ohren.

    ... weniger Richtung überdrehtem Hibbel nach Reizüberflutung/Überlastung; mehr unterschätztes Aggressionspotential bei falschem Umgang mit dem Hund.

    Man kann Gesetze kritisieren, und man kann evtl. über Gerichte dagegen vorgehen. Steht jedem hier frei

    Es steht aber auch jedem frei, hier seine Auffassung zu vertreten, dass die Anzeige ganz bestimmt legal - aber moralisch/ethisch eben nicht okay war.

    Gesetz und Moral sind nicht dasselbe - man kann auch über Moral sachlich diskutieren. Man sollte die zwei Dinge nur nicht vermischen.

    Vielleicht isses jemand von Insta, der Lisa damals beim Rütter gesehen hat, dann follower auf Insta wurd, die bunten Hunde schon Tierquälerei empfunden hat, die meldete, immer wieder meldete und jetzt eben den Knirps, weil auf Insta der Grenzübertritt ebenfalls veröffentlicht wurde.

    Vielleicht will der/die auch gar kein A#### sein, fühlt sich aber im Recht, weil macht man nicht.

    Vielleicht isses nen Exkunde, der mal Bilder von seinem Hund hier im DF gefunden hat.

    Es gibt viele Möglichkeiten, wer es gewesen sein kann. Danke Swiffer für den Kurz-Durchlauf der Möglichkeiten.

    Wir wissen nicht, ob es hierher kam. Viele - auch ich - hoffen, dass dem nicht so ist. Ich denke, viele hatten und haben die Möglichkeit auch hier in diesem Thread zu posten, was sie davon halten. Danke @Mods für den Mut, das Thema laufen zu lassen - ich glaube, das war eine gute Entscheidung.

    Lasst uns versuchen, uns als so-halb-Gemeinschaft nicht noch weiteren Schaden zuzufügen - und lasst uns versuchen, auf Spekulationen "wer hat die Anzeige gemacht??" zu verzichten. Der- oder diejenige hatte jede Chance zu lesen, dass die meisten diese Handlung verurteilen.

    Apfel und Birnen. :ka:

    Für mich nicht.

    Ein Verstoß gegen Regeln. Denken wir ein bisschen nach, fallen uns da eine Menge ein.

    Nix Gefährliches ist passiert, nichts wird passieren - und das war in dem Szenario komplett klar.

    Falls es zufälligerweise auffällt, weil Polizei oder Ordnungsamt Zeuge werden - dann ist dem so.

    Aktiv zu werden (noch ein bisschen Ehrgeiz in die Recherche zu stecken) um solche Fälle den Behörden zu melden, Hilfssheriff zu spielen, zu denunzieren - finde ich ethisch schlimmer als das Verhalten der direkt involvierten Parteien, die aus Gedankenlosigkeit (?) dieses Risiko eingegangen sind, unter dem nun die Hunde am meisten leiden.

    Was mMn den meisten emotional so aufstößt, ist, dass es bei solchen Anzeigen in der Regel nicht darum geht, dass man eine Bedrohung in dem Tier sieht oder man der Meinung ist, dass Verstöße aus Prinzip geahndet gehören, sondern dass der Großteil der Fälle (zumindest alle die mir bekannt sind) aus persönlicher Befindlichkeit getätigt wurden, um einer Person gezielt an den Karren zu fahren. Man zeigt an, weil es Person X ist. Wäre es der Nachbar drei Häuser weiter, hätte man den Kopf geschüttelt und es ignoriert, so lange man nicht davon ausgeht, dass von dem Tier ein aktuelles Gesundheitsrisiko ausgeht.

    Ich weiß sicherlich von einigen "Verstößen" gegen irgendwelche Vorschriften. Und falls das auffliegt, greifen dein Punkt 1 oder 2. Ist eben illegal, auch wenn vielleicht unsinnig.

    Aber ich zeige doch nix aus Prinzip an. Das ist doch gar nicht meine Aufgabe und ich will auch nicht, dass jeder jeden überwacht. Ich bin auch ein wenig erschrocken, wenn Leute das in einer Situation tun, in der null Gefahr für irgendwen herrschte.

    Nun , was erwartet die Hunde und Themenstarter außerhalb der Verwahrungsanlage ?

    Die Hunde erwartet ein Leben mit Spaziergängen, Hundegesellschaft, einem Menschen, der Möglichkeit sich frei zu bewegen und ein eigenes Reich.

    Ganz ehrlich: Ich sehe da keine Notwendigkeit ein Beschäftigungsprogramm zu planen, bevor man die Hunde überhaupt kennengelernt hat. Und "Leinenknast" - gut möglich bei Tierschutzhunden aus der Region, die Jagdambitionen mitbringen... Wo ist denn das Problem?

    Ich habe die Originalstudie überflogen - und einige Dinge haben mich tatsächlich überrascht. Ich hätte bei vielen der Charaktereigenschaften erwartet dass es viel höhere Gemeinsamkeit bei bei Hunden einer Rasse gibt und eine weniger große Streuung. (Wobei die Auswahl dieser "Charaktereigenschaften" für mich auch komisch war, aber das mag daran liegen, dass mir hier die Fachsprache fehlt).

    Ist zumindest nicht so, wie im Kommentarbereich des Spiegel-Artikels behauptet, dass die Studie im Spiegel-Artikel völlig verfälscht dargestellt wurde.

    Ich kann mir keinen Hund vorstellen, der (vor allem wenn er mit einem zweiten Hund lebt) sein Grundstück, auf dem er viel Zeit verbringt, nicht bewacht.

    "Wachen" jetzt im Sinne von "Melden". Jeder Hund, der irgendwo zu Hause ist und sehr, sehr selten Passanten sieht, fängt doch an auf diese zu reagieren, fast immer mit Bellen.

    Ich finde das eine totale schöne Ausgangssituation, in denen viele Hunde passen können - auch solche, die jetzt mit den typischen deutschen Stadt-/Familien-/Wohnungshund-Anforderungen Anlaufschwierigkeiten hätten. Das Feld muss man nicht verkleinern, weil man einen "Wächter" sucht. Das kommt garantiert von selbst.

    Das Einzige, mit dem ich vorsichtig wäre, wären zwei Junghunde. Da wäre mir zu heiß, dass das dann irgendwann nicht mehr harmoniert - oder so gut harmoniert, dass die zu sehr ihr Ding machen und du weniger dazwischen kommst. Außerdem geht ja nur gleichgeschlechtlich (im gleichen Alter schwierig) oder einer kastriert. Egal wie man zum Thema Kastration steht - ich bin da bei weitem keine Dogmatikerin - zu früh ist nicht gut und würde ich versuchen zu vermeiden.

    Bezüglich der Mehrhundehaltung: Nicht alle Hunde, die im Tierheim im Rudel klarkommen, zeigen dieses "super-soziale" Verhalten auch, wenn sie im eigenen Zuhause sind.

    Manche Hunde können im Rudel überleben, sind da aber permanent gedeckelt - und weit weniger artgenossenverträglich wenn es mehr Raum für anderes Verhalten gibt.

    Manchmal gibt es Teams: zwei Hunde, die eng miteinander leben im Tierheim - das wäre vielleicht eine Option... ansonsten empfinde ich persönlich gleichgeschlechtlich und gleiches Alter als etwas riskanter. Das kann super werden - aber auch schneller schiefgehen als Hunde, die bspw einen größeren Altersunterschied haben und in vielerlei Hinsicht neben- und nicht miteinander leben.