Beiträge von Gersi

    Es läuft gut mit deinen Hunden, du fandest die Trainerin unsympathisch und hast ne tolle Hundeschule. Dann würde ich mir aus so übergriffigen Kommentaren nichts machen.

    Sorry, wenn das zu weg von deiner Fragestellung ist. Aber wenn es gut läuft, verstehe ich deine Verunsicherung auch nicht. Ist auch okay, wenn es nicht rund läuft und die Trainerin dir trotzdem unsympathisch ist. Bei mir laufen einige Dinge auch nicht perfekt - aber wenn ich sicher bin, grundsätzlich auf dem richtigen Weg zu sein, dann denke ich über seltsame Kalt-Akquise auch nicht nach.

    Was ein ah ist, würde mich auch interessieren :)

    Und zu deiner Ausgangsfrage: Ich lobe bspw. einen Junghund für einen befolgten Rückruf anders als einen erwachsenen - da finde ich es selbstverständlich. Ich glaube, das machen eigentlich alle Hundehalter so.

    In zwanzig Jahren und viele, viele, viele, leidende "Übergangskrüppel" später lernen wir dann ironischerweise, was wir in diesen Hunden wieder für neue Probleme erschaffen haben ohne es zu ahnen.

    Nicht, dass ich da eine Lösung hätte. Aber es stellt sich wirklich die Frage ob Versuche Rassen zu retten, überhaupt ethisch zu verantworten sind.

    Manche Rassen sind wohl ganz offensichtlich viel zu kaputt (Mops, um mal ein Beispiel zu nennen). Aber bei denen, die eher im Graubereich (Bernhardiner?) sind, die immer mal wieder im Qualzucht-Thread thematisiert werden... "Lohnt" sich das Leid einzelner Hunde, um die Rasse zu retten?

    Im Notfall- wie du schon schreibst - Taxi! Da gab es nie Probleme! Einfach direkt beim Anruf Bescheid sagen.


    Und auf den ersten Nachleser hin sind Taxifahrer:innen sogar rechtlich verpflichtet und müssen Bußgelder bezahlen, wenn sie Hunde nicht mitnehmen.

    Ich habe schon vor Jahren die Erfahrung gemacht, dass es nicht immer einfach war, ein Taxi zu bekommen mit Hund. Und mein damaliger Hund war ein 40 Zentimeter großer Pudel(mix).

    Je nach Hund, kann ich mir durchaus vorstellen, dass das problematisch wird. Und von dem Bußgeld bei Nicht-Beförderung in so einem Fall höre ich zum ersten Mal.

    Nachbarn. Freunde. Familie.

    Du wirst auch einen Notfall-Hundesitter brauchen. Falls du mal ausfällst, bspw. ins KKH musst. Evtl. wäre die Person geeignet?

    Ich weiß nicht, wo du wohnst - aber jenseits von Taxen gibt es zumindest in größeren Städten andere Fahrdienste - uber... oder andere. Da mal anfragen?

    Ich frage mich mittlerweile auch, ob manchen Hunden durch ihre unwissenden Besitzer teilweise eher adäquates Hundverhalten aberzogen wird als dass es ihnen beigebracht wird...?

    Ich sehe das tatsächlich auch so.

    Überspitzt gesagt sind mir Leute lieber, die es laufen lassen - als Leute, die meinen sie sollten/könnten Hundebegegnungen moderieren aber sich einfach nur heillos überschätzen.

    Falls Du darauf anspielen solltest, dass er sich sein Verhalten dazu beiträgt, kann ich zu 100% sicher sagen, dass dem nicht so ist.

    Ich würde mir eine so absolute Aussage in Anbetracht der Situation (mit 90% der Rüden Stress) nicht zutrauen. Hundekommunikation ist eine komplexe fremde Sprache; teils rasseabhängige, minimale Gesichtsausdrücke oder körpersprachliche Signale... dazu die Frage welche Rolle Alter, Geschlecht, Zyklus etc. spielen...

    Sicherlich gibt es komplett blinde und/oder desinteressierte Hundehalter, die ihren Hund alles mobben lassen, was ihm begegnet.

    Insgesamt habe ich aber mehr Vertrauen in die Kommunikationsfähigkeit von Hunden als in die Moderationsfähigkeiten von Menschen.

    Ich sehe es wie andere hier kritisch, daß du mit dem Welpen zuhause, auf dem Weg und dann in der Hundeschule selbst trainierst. Das ist zuviel.

    Sehe ich auch so. Und ich bin eigentlich *nie* diejenige, die hier vor zu viel warnt. Es war nur ein Nebensatz, aber der hat mich echt alarmiert. Wenn du ein bisschen hier surfst, wirst du viele Threads finden, in denen es um "Auslastung" und "Programm" geht. Ich habe keine Ahnung, wie euer Tagesablauf aussieht - aber ich fürchte, wenn du sogar auf die Idee kommst vorm Training zu trainieren und das für dich eine Nebensatz-Bagatelle ist, machst du viel zu viel.


    Zu deinen Thema: Du hast wahrscheinlich wirklich zu viel gefüttert - ABER der Stuhl irritiert mich. Das würde ich auch beim Tierarzt thematisieren (aber da auch schildern, was so alles außer des TroFus in den Hund wandert...)

    Viele kleinere Pudel von dem ich hier im Forum lese, sind in irgendeiner Art und Weise futtersensibel oder futterallergisch.

    Und - aber ich weiß nicht, ob das schon immer so war - viele kleine Pudel haben richtig schlechte Nerven.

    Aber, du hast völlig recht: Insgesamt gesehen haben Pudel Glück gehabt. Anderen Rassen hat ihre Zeit als Modehund deutlich mehr geschadet - so sehr, dass die Rasse wahrscheinlich (bin da keine Expertin) nicht mehr zu retten ist. Das ist beim (Klein)pudel definitiv nicht der Fall!

    Was ich sehr auffällig finde: Wie viele hier den ersten Hund, der sehr/oder komplett nach Bauch erzogen wurde als "unkompliziert" beschreiben. Nicht nur hier im Thread, auch im Forum - aber auch in meinem Umfeld.

    Unkompliziert im Sinne "funktionierte im Alltag" - nicht unbedingt "war super erzogen", war eine Anfängerrasse o.ä.

    Ist bei mir sehr ähnlich - wobei ich zumindest für meinen Fall ausschließen kann, dass die Anforderungen damals geringer waren. (Der Ersthund war Kinder-Begleithund - und das finde ich schon einen sehr, sehr anspruchsvollen Job - und auch wenn die Hundedichte zugenommen hat - so dramatisch hat sich das sonstige Umfeld nicht geändert.)

    Klar ist es möglich, dass wir alle damals nicht gesehen haben, dass unsere Hunde gestresst waren.

    Ich finde dieses Thema super, danke bonitadsbc - und bin allen dankbar für die Berichte.

    Bei mir ist das immer so Patchwork-Mehrhundehaltung.

    Ich habe mich nur einmal verschätzt und das finde ich bis heute bitter. Wir haben uns vor Jahren entschieden, zum Hund meiner Eltern (ich glaube, der war schon 14) keinen Zweithund mehr zu holen. Dachten, wir tun dem Hund mit der Entscheidung was Gutes. Zwei Jahre später starb mein Hund und Nastro zog ein, als sechsmonatiger Junghund, dessen Welt plötzlich null Sinn ergab. Der ist dann so Teilzeit-Zweithund bei meinen Eltern - wie gesagt Patchwork. Es war sooo schön zu sehen, wie der alte Herr Spaß hatte und wirklich (auch wenn das ja jetzt arg vermenschlicht klingt) dem Jungspund die wichtigsten Dinge noch mitgibt. Meine Eltern hätten sich echt einen Zweithund holen sollen - die Rücksichtnahme auf den Senior war falsch, der hätte es genossen.

    Bei uns ziehen Hunde ein, weil wir Hundehaltung mögen - und ich mag es mehr mit zwei als mit einem Hund unterwegs zu sein. Ich finde das tatsächlich (ich weiß, aufgeladenes Wort) "natürlicher". Aber welche Hunde und wann? Da richten wir uns, sofern irgend möglich nach den vorhandenen. Würde jetzt Nastro etwas passieren, würde ich mir einen älteren Hund holen, Kastrat oder Hündin. Nicht weil ich keinen Welpen wollen würde - sondern weil das sehr sicher, die bessere Kombi mit dem momentanen meiner Eltern wäre.

    Ich beneide dich.

    Neuanfang. Alleinlage. Und sooooo viel Freiheit, Hunden ein tolles Leben zu gönnen.

    Ich habe es ja schon geschrieben - aber ich habe erst jetzt in der Kombi die Erfahrung, wie es ist, wenn Hunde "nah" sind im Alter. Und da fände ich für die Kombi eine gemischte Gruppe ebenfalls besser.

    Vor allem weil du ja echt die Freiheit hättest einem grauen, undefinierbarem Mix, der grummelig drauf ist, ein Zuhause zu bieten, wo er in der Sonne liegen und bei Bedarf ein paar Streicheleinheiten abstauben kann. Ohne dass er lernen muss U-Bahn und Aufzug zu fahren. Der bei dir einfach noch mal ein paar Jahre "sein" kann. Und auf so einen Grummel oder eine Grande-Dame würde ich wirklich schielen.