Z.B. ein altes Ehenpaar in der Familie. Halten seit 60 Jahren ununterbrochen Hunde ( kleine Mischlinge, aber auch Riesenschnauzer, Bullterrier und Mali waren dabei) die in meinen Augen keinerlei Ahnung von Hunden haben. Die laufen einfach mit und gut ist.
? wenn seit 60 Jahren die unterschiedlichsten Hundetypen "einfach mitlaufen und gut ist" - würde ich dem Ehepaar die Hundeerfahrung definitiv NICHT absprechen.
Und genau DAS ist oft ein Problem und nervt mich hier bisweilen. Leute, die noch nie einen Hund hatten, aber fünf Jahre lang das Internet leer gelesen haben, auf dem neuesten Stand sind, was Lerntheorien etc. anbelangt, fühlen sich Leuten überlegen, die unterschiedliche Hunde jahrelang geführt haben. Und fies gesagt: Diese Leute schlagen dann hier zunächst mit großem Welpen-Blues auf und dann läuft der sorgfältig ausgewählte Hund vom Züchter jahrelang nicht in der Spur trotz ständiger Unterstützung durch Trainer.
Erfahrung ist für mich das "Erleben", kombiniert mit dem offenen Hirn, aus dem Erlebten Schlüsse zu ziehen und zu lernen. Erfahrung bringt dann eine gewisse Grundsicherheit in die eigenen Fähigkeiten (nicht ganz unwichtig im Umgang mit Tieren) und eine feste Priorisierung, was einem wichtig ist, was man will und was man nicht akzeptiert.