Beiträge von Gersi

    Z.B. ein altes Ehenpaar in der Familie. Halten seit 60 Jahren ununterbrochen Hunde ( kleine Mischlinge, aber auch Riesenschnauzer, Bullterrier und Mali waren dabei) die in meinen Augen keinerlei Ahnung von Hunden haben. Die laufen einfach mit und gut ist.

    ? wenn seit 60 Jahren die unterschiedlichsten Hundetypen "einfach mitlaufen und gut ist" - würde ich dem Ehepaar die Hundeerfahrung definitiv NICHT absprechen.

    Und genau DAS ist oft ein Problem und nervt mich hier bisweilen. Leute, die noch nie einen Hund hatten, aber fünf Jahre lang das Internet leer gelesen haben, auf dem neuesten Stand sind, was Lerntheorien etc. anbelangt, fühlen sich Leuten überlegen, die unterschiedliche Hunde jahrelang geführt haben. Und fies gesagt: Diese Leute schlagen dann hier zunächst mit großem Welpen-Blues auf und dann läuft der sorgfältig ausgewählte Hund vom Züchter jahrelang nicht in der Spur trotz ständiger Unterstützung durch Trainer.

    Erfahrung ist für mich das "Erleben", kombiniert mit dem offenen Hirn, aus dem Erlebten Schlüsse zu ziehen und zu lernen. Erfahrung bringt dann eine gewisse Grundsicherheit in die eigenen Fähigkeiten (nicht ganz unwichtig im Umgang mit Tieren) und eine feste Priorisierung, was einem wichtig ist, was man will und was man nicht akzeptiert.

    Ich würde mir mehr Professionalität und auch "Rollenklarheit" wünschen.

    Nicht alles, was irgendein Vereinsmitglied selbst macht oder selber gut findet (eingezäunter Garten, Barfen, keine Treppen, keine Berufstätigkeit, nicht zu alt, keine Kinder) ist ein "Muss". Andere Leute mögen anders sein, können aber trotzdem ausreichend gute Hundehalter werden. Klingt absurd - aber nach meiner Erfahrung mangelt es an dieser banalen Erkenntnis tatsächlich. Deswegen wäre da Professionalität - und auch die Möglichkeit gescheiterte Vermittlungen durchzusprechen und zu verarbeiten zu können, sicherlich hilfreich.

    Und dann: Nicht jeder Hund ist ein hilfloses Opfer, das nur Liebe, ein Fürimmer-Zuhause und einen Platz auf dem Sofa braucht.

    Last but not least (aus jüngster Erfahrung): Zumindest die Sache mit der Tollwutimpfung und dem Chippen sollte man als Verein echt ernst nehmen.

    Kam nicht wieder vor. Aber der Hund meidet die Situationen, in denen es passierte. Normalerweise braucht er regelmäßig Vollkörperkontakt, er ist der verschmusteste Hund, den wir je hatten.

    Von mir (da ist es zweimal passiert) lässt er sich kaum mehr streicheln - er kommt an, aber beschwichtigt direkt, hat Stress und geht direkt wieder weg. Hoffe, das gibt sich bald. Klingt wahrscheinlich seltsam - aber ich kann es echt nicht gut haben.

    völlig OT..... Der ist schon 5?

    Du hast tatsächlich Recht, er ist vier. :respekt: (In dem mittleren Alter vergesse ich immer mitzuzählen).

    Bisher ist es nicht mehr aufgetreten. Er bewegt sich weiter normal, momentan liegt er wieder verdreht wie eine Bretzel in der Ecke und pennt tief und fest.

    Auffällig ist nur, dass er mich meidet, sich nicht zum Kuscheln ranschmeißt, sich sogar wegduckt, wenn ich mich ihm nähere. Aber das ist wohl die Verknüpfung.

    Hoffen wir, dass es einfach nicht mehr auftritt.

    Sollte eigentlich keine so starke Reaktion auslösen, aber: hat er vielleicht eine gewischt bekommen über die Vibrissen?

    So ungefähr wirkt das. Kann mir aber schwer vorstellen dass er von heute auf morgen statisch aufgeladen ist und so eine Reaktion zeigt. Und dann so oft in Folge? Er lebt seit er Welpe ist bei uns. Einen gewischt wird er schon mal gekriegt haben. Schreien habe ich ihn noch nie gehört

    Oder wird der Hund im Bereich der Schnauze geschoren, oder ihm der Bart geschnitten? Das da eventuell was schief gelaufen ist?

    Wird er nicht. Aber danke für die Idee.

    persica Ich behalte die Zähne im Hinterkopf. Aber ist genauso vage wie "vielleicht ein Nerv irgendwo verklemmt" .

    Könnte sein, aber wirkliche Anhaltspunkte sehe ich nicht.

    Würde mich sehr über euer Schwarmwissen freuen.

    Sam (5 Jahre, 60 Zentimeter, Rüde meiner Eltern) jaulte/schrie gestern einmal, heute mehrmals laut auf, als er mit der Schnauze in die Nähe von Menschen kam. Danach geht er stark ins Meiden.

    Davon ab, ist sein Allgemeinbefinden unauffällig.

    Wir gehen davon aus, dass er massive Schmerzen haben muss - denn eigentlich zeigt er keine solche Reaktionen. Egal was bisher war, winseln und das entsprechende Körperteil zurückziehen war das Maximum an Schmerzreaktion, das er in seinem Leben gezeigt hat.

    Zweimal habe ich gesehen, was passiert ist - es gab keinen Kontakt zwischen Hund(eschnauze) und Mensch (bzw. in einem Fall zwischen Hundeschnauze und Tür). Er bewegt sich rund, die erste Idee, dass sich da ein Nerv verklemmt hat, haben wir nach hinten gestellt.

    Der Schmerzreiz lässt sich nicht auslösen. Weder am Gesicht, noch im Hals- Rückenbereich... nix.

    Aber sechsmal heute schrie der Hund auf.

    Können sich Vibrissen (deren Wurzeln?) entzünden und kann dann "komisch quer drangekommen" so was auslösen?

    Oder habt ihr eine andere Idee?