Beiträge von Gersi

    Versuche jetzt erstmal nur mehr rauszugehen, mit dem Hund zum Mittag ins Dachgeschoss, weg von meinen Eltern zu gehen und das Spielen mit meiner Nichte wird jetzt noch kritischer betrachtet und wenn nötig unterbunden.

    Das klingt nach einem guten Anfang.


    Er meint wohl der Chef von dem Ganzen sein zu müssen, was ihn stresst. Kann das das Problem sein?

    Jain. Dass Hunde "Rudelführer" werden wenn die Menschen nicht "dominant" genug sind; ist old-school-Denke und funktioniert so tatsächlich nicht. Aber: Je nach Typ entspannen sich Hund deutlich schneller, wenn sie von ihren Menschen souverän durch den Alltag geführt werden.

    Schade, dass du so schlechte Erfahrungen mit der Hundeschule gemacht hast, wenn ich deine Fragen so lese, könnte ich mir vorstellen, dass du von einem Trainer viel Neues lernen könntest. Vielleicht gibt es ja Alternativen, die für dich und den Hund passen, in der Nähe?

    In der Hundeschule war ich einmal. Mein Hund wurde so stürmisch von den anderen größeren Welpen in die Ecke gedrängt (und hatte Angst), dass ich das habe sein lassen.

    Das hast du gut gemacht! Da hast du gute Instinkte bewiesen - dein Hund hätte in so einer Situation nichts Gutes gelernt.

    Der Hund fordert durch lautes bellen und wird bedient. Wie schlimm ist sowas? Kann meine Eltern nicht dazu bewegen das sein zu lassen…

    Würde sagen: Dann haben deine Eltern eben einen bellenden Hund beim Essen - selber schuld. Lass dir nichts erzählen - Hund können ganz genau unterscheiden bei wem sie damit Erfolg haben.


    Was ich dir raten möchte: Du hattest doch Gründe, warum du dir einen Hund geholt hast? Jetzt hast du einen - also mach was mit ihm :) Ich glaube viele eurer Probleme lösen sich, wenn ihr gemeinsam Zeit verbringt. Guck auf den Hund (wie gesagt, du hast gut gemerkt, als er Angst hatte; du merkst, dass deine Nichte ihn hochdreht und ihm das nicht gut tut). Du hast durchaus einen gewissen Blick für ihn. Geh raus, schau dass es nicht plötzlich zuviel wird; und mach was mit ihm.

    Kurzzusammenfassung:

    Regenkleidung kaufen (dem Hund, evtl. auch dir), mehr raus, Hundeschule besuchen - UND auf das "Spielen" mit der Nichte ganz kritisch draufschauen.


    Hormonchip?

    Nein.

    Zu erwähnen ist vielleicht noch das meine 6jährige Nichte viel hier ist und den Hund etwas aufgedreht macht durch ihr spielen.

    Das klingt nicht toll. Kinder und Hunde können (wenn sie sich kennen) tatsächlich oft toll Zeit miteinander verbringen - aber der Hund ist kein Spielzeug für deine Nichte. Wenn ihm das "Spielen" nicht gut tut, zeig ihr andere Möglichkeiten mit dem Hund - oder verbiete ihr den Kontakt.

    Sonst habe ich auch längere Spaziergänge im Wald unternommen, aber es regnet ja viel und abends ist es früh dunkel.

    Das zählt nicht. Mit Hunden muss man auch bei schlechtem Wetter ausreichend raus. Wenn der Hund zittert, besorg ihm Regenkleidung. Insgesamt machst du recht wenig mit dem Tier. Der bräuchte mit seinen 15 Monaten mehr Input (körperlich und geistig).

    Wie wäre es mit einer Hundeschule? Da lernt ihr beide was.

    ins Bad geht und da auf die Fliesen macht.

    Badezimmertür zu. Und mit dem Hund mehr raus. Draußen Geschäfte loben.

    Aber auch sonst markiert er an der Vase im Erdgeschoss meiner Eltern oder einfach am Sofa.

    Das würde ich verbieten. Du liest dich, als hättest du keine Hundeerfahrung: Deswegen ganz deutlich: Den Hund nicht schlagen, wüst ausschimpfen oder sonst wie hart strafen!

    Es gibt hier ein ganzes Thema dazu.

    Lonely Barkers

    Icephoenix
    7. April 2014 um 17:55

    Dort sind die Leidensgenossen und Expertinnen.

    Mir (gesprochen als jemand, der die Problematik nicht kennt) scheint, als würdest du immer noch sehr verkrampft an die Sache gehen.

    Ich würde sie zur entsprechenden Uhrzeit jetzt mal knapp vier Stunden alleine lassen und gucken wie es läuft.

    (Was man wohl nicht machen soll ist linear steigern - ich weiß nicht warum, aber habe ich im oben verlinkten Thread gelernt.)

    Mit den Katzen könnt ihr ja, wenn euch der Hund live gefällt, antesten, indem deine Freundin mit Hund mal bei euch vorbeischaut. Ist ja ein großer Vorteil, wenn ein so enger Draht zur Pflegestelle besteht.

    Generell sehe ich da kein großes Problem: Katzen im besten Alter, ruhiger Hund... Eigentlich ideale Ausgangsvoraussetzungen.

    Was ich wahrscheinlich täte: Den Hund durchchecken lassen. Nicht, weil ich kein krankes Tier nähme - sondern einfach um mehr Informationen zu haben, was da kurzfristig auf mich zukommt. Zähne, Spezialfutter, Medikamente, evtl. was Orthopädisches... Und je nachdem was das ist, könnte man evtl. mit der Orga eine Vereinbarung finden, ob sie sich an einem Teil der Kosten beteiligen.

    Vorsichtig würde ich dabei vorgehen - möglich, dass ihr da auf völligen Widerstand stoßt, aber ein Versuch wäre es wert. Fast alle meine Hunde haben in den letzten drei Lebensjahren etwa 80% ihrer Lebens-Tierarztkosten verursacht. Und ein Beagle-Schäferhund-Mix mit elf? Der könnte schon in seinen letzten Lebensjahren sein; genau sagen kann man das nicht, erst recht nicht bei Mischlingen.

    Ich bin seit ein paar Tagen krank, seit heute positiv.

    Nastro schläft. Geht dreimal am Tag für knapp zehn Minuten um den Block, sonst schläft er. Und das hätte auch sein Vorgänger exakt genauso gemacht.

    Eine Freundin nimmt ihn sich morgen oder übermorgen und bewegt ihn mal kräftig für ein paar Stunden.

    Ich könnte mir zwei weitere Erklärungen denken: Evtl. reagiert er tatsächlich noch auf den Wund(Blut)geruch. Das wäre das best-case Szenario, denn das ist ja in ein paar Tagen vorbei.

    Oder aber es liegt an ihm, nicht an ihr. Und er kommt in ein Alter, in dem er heftiger auf Läufigkeiten reagiert. Wir hatten zwei Rüden, die mit zunehmendem Alter immer heftiger reagierten. Eigentlich kannten sie läufige Hündinnen - und wir haben uns schon in Sicherheit gewogen - und mit 9, 10 Jahren hatten sie plötzlich heftig Stress.