Beiträge von Gersi

    Wie kommst du drauf, dass jeder Züchter eigene Rüden hat?

    Das steht im ersten Post dieses Threads.

    Ich finde Mehrhundehaltung de facto besser als Einzelhundhaltung; ich sage auch nicht, dass die Viel-Hundehalter hier irgendwas falsch machen - aber für mich ist die schiere Anzahl der Hunde im Haushalt (ja, die Anzahl pro Betreuungsperson) ein Kriterium. Insbesondere ein Kriterium bei Begleithunden.

    Warum gehst du davon aus, dass das die Regel ist?

    Ich glaube, dass ein Mensch nur einer bestimmten Zahl Hunde gerecht werden kann. Vor allem wenn es um "Begleithunde" geht, deren Job ja nicht das eigenständige Bewachen von Herden oder was auch immer sondern das "Begleiten" von *Menschen* ist. Bei Arbeitshunden beurteile ich das anders.

    Welche Zahl das ist? Hängt von vielem ab - aber auch bei Chis (bei denen es wahrscheinlich weniger auffällt als bei Doggen) gibt es eben dieses Limit. Woher will der Züchter denn wissen, ob sich eine Junghündin charakterlich eignet, in die Zucht zu gehen, wenn er noch nie mit ihr alleine unterwegs war, in einem Geschäft war, durch eine Fußgängerzone gelaufen ist? Um mal nur ein Beispiel zu nennen.

    Vier Hunde, kriegt wahrscheinlich jeder Hundemensch mit Erfahrung gewuppt (wenn er es denn will). Zehn Hunde? Nö.

    Ja, vielleicht hilft die Frau mit, vielleicht die erwachsenen Kinder... vielleicht die Eltern und die Schwägerin... Deswegen schreibe ich auch nirgendwo "sechs Hunde sind die Obergrenze".

    Aber für mich wäre nicht die Gleichzeitigkeit der Würfe ausschlaggebend sondern die Betreuung der Hunde. (Wenn "Betreuungsschlüssel" deplatziert war, tut es mir Leid; im Kern geht es für mich eben um das Verhältnis von (betreuendem) Mensch und Schutzbefohlenem)

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    Und ein letztes Mal: FALLS mehrere, gleichzeitige Würfe pro Jahr und das dauerhaft so stimmt. Dann sind wir de facto bei zehn Hunden oder mehr.

    So meine ich das nicht:

    Dass Züchter mehr Hunde haben als der Normalhundehalter, dass Rentnerinnen auch mal vermittelt werden... Komplett normal.

    Aber (wenn das mit jahrelang zweimal gleichzeitige Würfe so stimmt) die Hundezahl über die wir hier reden? Drei Würfe pro Hündin, Ruhepause? Dann hat er doch bei zwei Würfen pro Jahr mindestens fünf aktive Zuchthündinnen + Rüden + mind. 2 (?) Hündinnen für die Zucht der nächsten Generation. Das wären dann acht Hunde - wenn er immer alle alten Zuchthündinnen vermittelt.

    Und bei acht Hunden oder mehr - und bei der Meinung bleibe ich auch - passt der Betreuungsschlüssel in der Regel eben nicht mehr.

    Und wie man das Modell findet, alle Rentnerinnen (sonst wären wir ja fix bei zehn Hunden oder mehr) abzugeben - mir persönlich nicht sympathisch.

    Ich glaube für einen Hund, der ansonsten gesundheitlich im Gleichgewicht ist, sind Würmer nicht schlimm - und Befall bedeutet nicht automatisch: werden immer mehr und mehr bis der Hund sie auskotzt, Durchfall kriegt oder sonstwelche Symptome entwickelt.

    Nur - wenn enger Kontakt zu Kleinkindern besteht - dann handelt man ja vor allem, um die Kinder zu schützen.

    Und da empfiehlt sich dann alle drei oder vier Monate zu entwurmen. Natürlich kommen dann auch mal neue nach aber in den Abständen passiert das selten und sind wenige.

    Ich finde man muss die Situation sehen:

    Ein Hund, der mäuselt und engen Kontakt zu Kindern hat? Regelmäßig entwurmen.

    Ein Hund der weder das eine tut noch das andere hat - den entwurme ich im Alter irgendwann gar nicht mehr. Ich bin sehr sicher, dass meine Hunde durch den großen Abstand hin und wieder Würmer haben. Schaden tut es ihnen offenbar nicht.

    Meine Frage wäre, wieviele Hündinnen er haben muss

    Den Punkt von der ersten Seite möchte ich noch mal hervorholen.

    Wenn es Pausen für die Hündinnen gibt - und wenn jede Hündin nur eine bestimmte Anzahl von Würfen in ihrem Leben hat...

    Und wenn (zumindest klang es so) er Jahre in Folge zweimal pro Jahr mehrere Würfe hat? Dann wären das sehr viele Zuchthündinnen - vorausgesetzt er behält die Rentnerinnen, die nicht mehr zur Zucht genutzt werden - und Chis werden ja durchaus alt. Wenn er auch noch einen Rüden hat, ist das ja noch ein Hund mehr.

    Ich persönlich halte nichts von zu vielen Hunden in einem Haushalt, dann passt der Betreuungsschlüssel im Alltag nicht mehr, dann gehen sie eben doch nicht alle regelmäßig spazieren - oder haben sonst irgendwelchen Input. Was da die Grenze sein mag, ist sicherlich unterschiedlich und vier Hunde kriegen die meisten noch gut gemanagt... aber sieben? Neun? Wäre für mich ein no-go.

    Und wenn er die alten Zuchthündinnen stets abgibt... joa.. fände ich wohl auch nicht prickelnd.

    Nastro war ähnlich als er bei mir ankam - allerdings als Junghund aus dem Auslandstierschutz. (Bei ihm war die Ursache also evtl. fehlende Erfahrungen, schlechte Erfahrungen und ungünstiges Alter - das fällt bei dir ja alles weg)

    Ich habe mich die ersten Monate damit echt schwer getan - sobald ich was wollte, ging nichts mehr. Ich wurde dann auch ungeduldig und war teils genervt. Vor allem war sein Vorgänger so komplett anders und ich fürchte meine Enttäuschung hat das Ganze noch verstärkt. Der Knoten ist geplatzt als ich meine Erwartungen komplett runtergesetzt haben - und ihn gleichzeitig viel mehr körperlich gefordert habe. Dinge, bei denen er nicht denken musste.

    Könntest du dir vorstellen, Flächensuche und Hüten mal komplett für ein paar Monate zu lassen? 2023 als Pausejahr. Oder "braucht" sie einen Job um glücklich zu sein?