Beiträge von Gersi

    Auch ich sehe die Verantwortung bei dir - ideal wäre natürlich, wenn deine Tochter die Situation versteht und dann selbst die Konsequenzen zieht - aber wenn sie das nicht kann, dann musst du deiner Verantwortung gerecht werden.

    Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass man nie einem Kind in dem Alter einen Hund besorgen darf. Es gibt durchaus Kinder/Jugendliche, die das gut hinkriegen. Deine Tochter ist fleißig, das ist natürlich schön - aber was ihr fehlt (in dem Alter auch noch völlig okay), ist Empathie und Einsicht für den Stress den Hundes - und dann gehört sie trotz der vielen Aktivitäten, die sie mit dem Hund unternimmt, zur großen Mehrzahl der Kinder/Jugendlichen, die in dem Alter noch überfordert mit der Verantwortung sind.

    obwohl die zwei fast gleich alt sind und sich von Anfang an kennen.

    Randnotiz in diesem ganzen Schlamassel: DAS ist eher typisch, "obwohl" passt da nicht. Häufiger wird es schwierig wird zwischen Hunden gleichen Alters, die viel Kontakt hatten und dann erwachsen werden.

    Ich bin nicht ganz unerfahren, meine Eltern sind Schäferhundliebhaber und haben momentan zwei Deutsche Schäferhunde zuhause, mit denen ich auch gerne und viel Zeit verbringe.

    Ehrlich gesagt, ich finde den Punkt interessant. Wenn du beispielsweise bis vor 10 Monaten bei deinen Eltern gewohnt hast, die schon immer Hunde hatten und du in den letzten fünf Jahren regelmäßig was mit den Tieren (auch ohne deine Eltern) gemacht hast? Wärst du in meinen Augen keine klassische Hundeanfängerin.

    Ich bin eine sehr zurückhaltende Tierarztgängerin und war in all den Jahren noch nie mit einem Hund in einer Tierklinik oder überhaupt nachts beim Arzt.

    Aber in dem Fall würde ich zumindest dann sofort los, wenn noch ein Anfall kommt - sonst tatsächlich morgen früh direkt.

    Hast du mal die Dauer der Anfälle gestoppt (muss man wirklich mit Uhr machen, das Zeitgefühl ist da unverlässlich, fühlt sich immer an wie eine Ewigkeit)? Bleibt die Intensität der Anfälle denn in etwa gleich?

    Mich macht das Fieber, der Durchfall und der mangelnde Appetit stutzig.


    Ich habe auch gefragt ob es eine Infektionskrankheit sein könnte, aber der Tierarzt meinte nur, dass es typisch für Epilepsie ist

    Das wusste ich nicht. Ich hatte zwei Hunde, die (selten) epileptische Anfälle hatten und die hatten nie Fieber - deswegen bin ich auch davon ausgegangen, dass das eher auf irgendeinen Infekt hindeutet. (Dann sieh mal meinen Satz mit dem vermuteten Zusammenhang kritisch)

    Der Punkt, dass mehr versucht werden sollte, um die Anfälle zu unterdrücken, der bleibt aber (wenn ich nicht da auch noch eines besseren belehrt werde).

    Epilepsie sieht bei Hunden oft unterschiedlich aus - und nicht immer wird die Ursache gefunden. Insofern wäre das Vorgehen der Klinik und deines Tierarztes schon okay.

    Aber, das sollte nicht sein:

    Sie hatte seit dem zwei weitere Anfälle, frisst schlecht, hat Durchfall und leichtes Fieber.

    (...)

    Sie hatte heute wieder einen Anfall. Die anderen Symptome sind auch noch da.

    Auch wenn die Ursache nicht gefunden wird, sollte versucht werden die Medis so zu wählen (bzw. zu dosieren) dass Anfälle nicht in der Frequenz vorkommen. Wenn ich richtig gezählt habe, hat sie seit Samstag täglich Anfälle? Manchmal muss dafür Verschiedenes durchprobiert werden - aber warten und währenddessen Anfälle hinnehmen, kenne ich so eher nicht.

    Zudem würden mich die anderen Symptome auch alarmieren. Natürlich kann der Hund einen Magen-Infekt zufällig zur gleichen Zeit bekommen haben, in der der erste Anfall auftrat - aber ich würde da auf jeden Fall noch mal genauer hinsehen lassen, ob da kein Zusammenhang vorliegt.

    Beim "Like" habe ich mich etwas schwer getan; es steht in dem Fall für "teile die Einschätzung" - nicht unbedingt für "gefällt mir".

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    Ich bin auch nicht der Meinung, dass früher alles besser warTM - zum einen haute die Finanzierung von Tierarztpraxen teils überhaupt nicht hin, zum anderen wurde sicherlich auch mehr Schmerz akzeptiert und "vorschnell" eingeschläfert.

    Aber wenn früher ein Viertel und jetzt ein Doppeltes Monatsgehalt für Tierarztnotfälle vorhanden sein muss, ist das schon ein sehr, sehr krasser Unterschied.

    Auch jenseits von Bürgergeldempfängern können Leute ernsthaft Probleme kriegen - nicht nur sind die Tierarztkosten für bestimmte Behandlungen gestiegen, es sind auch ganz andere Behandlungen möglich und üblich als noch vor 15 Jahren.

    Klar, gab es auch damals schon Operationen in der Tiermedizin - aber im Bereich der Diagnostik? Wurden damals schon normale Familienhunde bei unklarerem Krankheitsbild ins MRT gesteckt?

    Haben vor 25 Jahren wirklich viele Menschen 5.000 DM für die Behandlung des Familienhundes aufgebracht? Jetzt können 5.000 EUR recht fix passieren - und auch wenn die Einkünfte gestiegen sind, sind sie es nicht in dem Maß.

    Es ist schon wichtig, einen Blick darauf zu haben wie das Spiel ist - oder ob der junge Hund gerade Mist lernt. Das kann auf Hundewiesen beispielsweise gut mal passieren.

    Aber auch wenn Qualität wichtiger als Quantität ist, finde ich persönlich Hundekontakte gerade für für junge Tiere wirklich wichtig. Und wenn das Toben für beiden Hunde gut ist? Ist doch eine schöne Sache wenn sich nicht nur die Menschen sondern auch die Hunde verstehen.

    Sollte (das ist ja noch nicht klar) es wirklich ein bösartiger Tumor gewesen sein - dann würde ich persönlich beispielsweise beim Futter mich für eines entscheiden, das der Hund liebt (sofern er es halbwegs verträgt).

    Die Einflussmöglichkeiten von Futter (aber auch Nahrungsergänzungsmitteln, Immunboostern...) auf metastasierten Krebs sind ... eher gering. Aber Verzweifelten (auch betroffenen Menschen) werden immer wieder diese Dinge angepriesen. Ich an deiner Stelle würde versuchen mich ausschließlich auf Lebensqualität zu fokussieren und wenn Leberwurstbrote dazu beitragen, gäbe es die täglich.

    Danke! Ihr habt mir sehr geholfen !!!!!!

    Das freut mich sehr - und sicher auch viele andere, die hier geschrieben haben.

    Einschläfern lassen fühlt sich immer sch**** an. Wenn man so unvorbereitet ist und beim ersten Mal noch mal mehr. Irgendwann (er)kennt man den eigenen Trauerprozess und kann diese aufflammenden Gefühle wie "Schuld" besser einordnen. Aber übel ist es immer.

    Den Plan deiner Mutter finde ich toll. Wie lange man braucht bis man das kann, ist super unterschiedlich. Falls sich das für dich zu schnell anfühlt - auch das wäre völlig okay und bedeutet weder dass deine Mutter zu fix noch du zu langsam bist. (... nur zur Sicherheit, falls der Gedanke bei einer von euch hochkommt)