Beiträge von Gersi
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Ich halte die TE keineswegs für dumm und verantwortungslos. Naiv? Vielleicht, aber wenn, dann durchschnittlich-naiv.
Nastro ist ein Schäferhundmix aus dem osteuropäischem Tierschutz. Habe ich nicht gesehen, ist durch einen Gentest herausgekommen. Und sehr viel von dem hätte mir auch passieren können.
Mit zwei Ausnahmen: Zum einen hätte ich wahrscheinlich Spannungen zwischen den Hunden wahrgenommen - falls es die gab. Aber es ist nur unsere Spekulation, dass da vorher Spannungen erkennbar waren und die TE das nicht wahrgenommen hat. Vielleicht gab es die auch gar nicht. Und das würde den Hund der TE noch mal schwieriger machen was das zukünftige Management anbelangt.
Wenn ich keine Spannungen sehe, dann lasse ich, nachdem es Monate lang glatt lief natürlich meinen Hund im Freilauf mit bekannten Hunden.
Ich lasse meine Hunde auch im Freilauf (sofern der Kontakt meiner Meinung nach entspannt und harmonisch ist) mit Hunden, die deutlich größer oder kleiner sind. (Ich habe da Grenzen; aber 30 Kilo/10 Kilo würde ich zulassen).
(Die zweite Ausnahme ist, dass ich in der Situation als die Hündin steif wurde und starrte anders reagiert hätte - aber Nastro ist eben nicht mein erster Hund, da kommt dann Erfahrung ins Spiel.)
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Dafür hat die Diskussion wunderbar vom Rassethema abgelenkt.
Wahnsinnig gut hat das funktioniert.
Das ist jetzt kein moralisches Urteil "ethisch gut" sondern eine Bewertung wie effizient diese Kommunikationsstrategie ist - und da bin ich gerade sehr beeindruckt.
Falls es in der Region zur gleichen Themenverschiebung gekommen ist wie hier im Thread - kann dieses Bündel "Petition+Video+öffentliche Statements" demnächst in Seminaren zur Krisenkommunikation als Fallstudie herhalten.
Zuerst redeten alle über die Rasse (unauffälliger Hund, gute Zucht, keine Klischeehalter, Wesenstests und trotzdem brandgefährlich ==> muss die Rasse sein);
dann der Schlenker/Umweg/Zwischenstopp auf die Halterin (zu viele Hunde auf einmal geführt, wie viele Maulkörbe warum...), die ja "Beißtraining" gemacht hat... und plötzlich sind wir bei Vorschriften/Verbotsforderungen für einen Sport, den der Hund gar nicht nachgegangen ist.
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Das kann schnell unglaublich mürbe machen. Bei Welpen regiert ja das Prinzip Hoffnung, dass man bald wieder durchschlafen kann, bei Senioren raubt die Befürchtung "das ist ja erst der Anfang" zusätzlich Kraft.
Uns hat beim alten Hund meiner Eltern geholfen: Spät- und Frühschicht teilen. Ich bin eher die Eule und ein paar Monate bewusst länger aufgeblieben und habe dann den alten Rüden meiner Eltern noch mal Pinkeln lassen - mein Vater ist früher als gewöhnlich aufgestanden. Ob das bei euch funktionieren könnte, hängt aber von x Faktoren ab. Aber hier hat das für Entspannung gesorgt, weil alle das gute Gewissen hatten, dass die Nacht (für den Hund) ja nur vier Stunden hatte.
Der Hund davor hat, wenn er Druck hatte, drinnen gemacht - zuerst mit schlechtem Gewissen - aber da haben wir dann tatsächlich noch geschafft zu vermitteln "Ist doch super hier auf den Unterlagen im Flur". (Also Stubenunreinheit gelobt) - für den Hund war das ein guter Weg.
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Ich muss ehrlich sagen, dass ich damit auch zu kämpfen hätte.
DIREKT vorher gab es Anzeichen, die die TE ja auch gesehen hat (Anstarren etc.) - das heißt zumindest so deutliche Zeichen ist sie in der Lage zu erkennen und die gab es vorher offenbar nicht.
Die Hunde kannten sich - und ja, man kann jetzt sehr über Spielen zwischen erwachsenen Hunden sagen, aber die Interaktionen liefen ohne Zwischenfälle, unwahrscheinlich dass es das erste Mal war, dass Ressourcen im Spiel waren (dafür haben sich die Hunde ja viel zu oft gesehen) und offenbar gab es keine so deutlichen Drohsignale wie Anstarren (denn das hätte die TE s.o. ja durchaus registriert).
Und ein Mops hat acht(??) Kilo - das ist jetzt kein Minihund, der so zerbrechlich ist, dass er aus Unfall schwer verletzt wird. Da war deutliche Beschädigungsabsicht.
Die Hündin ist damit für mich ein Hund, der eindeutig mit großer Vorsicht zu genießen und dauerhaft sehr umsichtig zu managen ist - auch ich würde schlucken, wenn ich mir mit so einem Hund von nun an das Leben teilen würde.
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Alleinsein: Ich würde auf jeden Fall drauf achten, dass sie nicht anfängt, in der Wohnung hinterherzulaufen. Es besteht die Gefahr, dass sie zukünftig mehr versucht an dir zu kleben. Also regelmäßig: anderer Raum/Tür zu, NICHT mitnehmen ins Bad, wenn du duschst etc...
Ob du ihr jetzt in der Umgewöhnung beibringen kannst, dass sie auch alleine in der Wohnung bleibt: Weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob sie das je wird lernen können. Es gibt Hunde (Ausnahmen) die immer bellen/kläffen sobald jemand zur Wohnungstür rausgeht, immer, egal wie geübt wird.
Wie das Training aussehen sollte, da gibt es grob zwei Schulen - bei der einen wird wirklich mit Minischritten gearbeitet (damit bist du Weihnachten noch nicht alleine am Briefkasten), die andere Methode wiederholt so was kurzes wie Briefkastengänge und hofft da auf Gewöhnung und dass der Hund irgendwann nicht mehr kläfft. Die Trainerin wird auch eine von beiden Methoden gehen, zusätzlich ggf. noch mit Tipps zur Entspannung etc. arbeiten.
Aber noch mal: Gut möglich, dass das was du jetzt siehst das best-case-Verhalten des Hundes ist, das sich auch verschlechtern kann.
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Was sie ist? Komplett mein Beuteschema. <3
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wie viel Kohletabletten habt ihr da?
Ich überlege in Zukunft für wirklich bedrohliche Sachen einen Vorrat aufzubauen und finde diesen Thread deswegen echt interessant.
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Ich denke, da triffst du es ziemlich genau auf den Punkt.
Andererseits: die meisten Menschen möchten gefallen. Die meisten Menschen möchten kein Kontra.
Und ich glaube schon, dass es die *nächste* Rassewahl beeinflussen kann, wenn der momentane Hund als Qualzucht bezeichnet wird. Ja, es polarisiert tatsächlich - aber der Gegenwind hat m.M.n bspw. dazu geführt, dass jetzt stets behauptet wird "meine Möpse sind Sportmöpse"... da ist also schon ein kleiner Schritt weg von "je zerknautschter, desto besser"
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Udieckman CSH?
(unabhängig vom konkreten Beispiel, stimme ich der generellen Aussage zu. Von Übertypisierung ist es oft bis zur Qualzucht nicht mehr weit)