Beiträge von Gersi

    nein laut nicht. sie hat es einfach genommen und daran gezogen. er hat dann losgelassen und ihre hand gebissen.

    Ich finde es toll, dass du hier um Hilfe bittest. Und ich möchte dich nicht dissen. Aber so wie du schreibst, habe ich das Gefühl, dass du selbst wenig Hundewissen hast. Das mache ich (unter anderem) an Ausdrücken wie "Schweif" fest, aber auch an anderen Aspekten.

    So wie du schilderst, was deine Oma dir erzählt hat (du selbst warst ja auch gar nicht dabei), sind ganz viele Erklärungen möglich. Und deswegen sollte unbedingt ein Trainer sich das anschauen.

    Aus der Entfernung kann dir hier keiner wirklich weiterhelfen. Es besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass sich der Hund nur "vergriffen" hat. Also dass er das Spielzeug als es in der Hand deiner Oma war, noch mal greifen wollte (einfach weil er so heiß auf dieses Spielzeug war) und dabei die Hand erwischt hat. Die Haut bei 86Jährigen ist viel dünner als deine - das könnte also tatsächlich Versehen des Hundes gewesen sein.

    Aber das ist eben nur eine Möglichkeit - es kann auch sein, dass dieser Hund dringend andere Regeln und Strukturen braucht und jetzt, wo er langsam erwachsen wird, nicht mehr mit deiner Oma unbeaufsichtigt alleine sein sollten.

    Zwischen diesen zwei Überlegungen liegen jetzt natürlich Welten. Und deshalb brauchst du bei euch einen Trainer, der den Hund, die Oma und das Verhalten sieht und beurteilen kann.

    Omas und Kinder…. Nur unter Aufsicht.

    Da ist tatsächlich was dran (stark abhängig vom Alter, es gibt ja auch 50jährige Großmütter und auch von der individuellen Verfassung, es gibt auch Personen Ü80, die total fit sind).

    Manche alten Leute, insbesondere wenn sie bspw. Richtung Demenz gehen, sind für Hunde eine große Herausforderung. Und (ähnlich wie bei Kindern) sind alte, gebrechliche Personen auch viel schneller verletzt.

    Ganz ehrlich? Das reicht als Info immer noch nicht.

    Ich schlage als Sofortmaßnahmen vor, dass deine Oma nichts mehr macht mit dem Hund was mit Ressourcen zu tun:

    Kein Spielzeug, den Hund beim Fressen nicht stören, den Hund nicht von seinen Liegeplätzen vertreiben.

    Und dann sollte da dringend ein Trainer draufschauen; keine Hundeschulgruppe sondern jemand der zu euch kommt und sich den Umgang von Oma und Hund anschaut.

    Wenn deine Oma mit ihm alleine bleiben muss und Angst hat, sollte der Hund erstmal in der Zeit einen Maulkorb tragen.

    Wir gehen 4 Mal täglich raus und sie macht draußen nur ein bisschen, ist aber meistens so nervös, dass sie kaum dazu kommt ihre Geschäfte zu erledigen

    Such dir eine möglichst langweilige Stelle, an der du länger bleibst. Und zu dieser Stelle gehst du dann regelmäßig hin, damit sie sich lösen kann.

    Langweilige Stellen sind Plätze, an denen sie möglichst wenig andere Leute, Hunde, Autos, Radfahrer sieht.

    Wenn sie sich dann da löst, loben. Aber Vorsicht - der Hund scheint komplett durch den Wind zu sein. Überschwängliches Loben oder "Party machen" könnte sie weiter verunsichern. Also RUHIG loben.

    --

    Wenn sie drinnen macht: Nicht tadeln. Sie kann es gerade nicht besser, in ihrem Kopf ist nur Chaos. Einfach kommentarlos putzen.

    --

    Ansonsten versuch sie zu Hause zur Ruhe kommen zu lassen, indem du sie immer mal wieder komplett nicht beachtest: Nicht anfassen, nicht ansprechen, nicht angucken. (Idealerweise nicht an sie denken). Damit ist nicht gemeint, dass du sie die ganze Zeit ignorieren sollst - du solltest ihr einfach nur Auszeiten geben.

    Viel Glück!

    Ich finde die Abgabe auch richtig.

    Da haben zwei Leute zwischen zwei sich bekannten Hunden nichts Problematisch gesehen und dann passiert so was.

    Grade deshalb wäre dieser Hund für mich ein Kaliber.

    (Leider kann ich das Ursprungszitat nicht mitzitieren, es besagte dass ja vorher nichts vorgefallen sei)

    Ja, beim Größenunterschied geht Töten leichter, ja bei einem Mops durch die Physis evtl. auch noch mal schneller.

    Dennoch finde ich es absolut nachvollziehbar, sich nicht zuzutrauen, einen Hund zu managen, der einen Artgenossen ohne große Vorwarnung getötet hat.

    Und für die Statistik: In meiner Bubble kenne ich auch keinen Hund, der das getan hat und jenseits des Dogforums auch niemanden, dem der eigene Hund getötet wurde.

    Ich finde es grenzwertig, so was zu unterstellen, ohne dass es da Belege gibt, ohne dass man sagen kann "knapp 20" in der gesamten Zeit (oder welche Zahl auch immer).

    Dass es dort zu tödlichen Beißereien gekommen sein muss, weil es dort so schlimm ist? Ist ja weit weg von einem Beleg, dass so etwas (wiederholt? mehrfach? regelmäßig?) passiert ist.