Beiträge von Gersi

    Kommt dann allerdings ein Hundefreund vorbei, geht er ganz normal seine Runde mit.

    Da liegt der Gedanke nahe, dass er sich mit dem anderen Hund sicherer fühlt.

    Könnte es ein Problem mit Augen/Ohren geben?

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    Es wäre euch wahrscheinlich aufgefallen: Aber mit dem Wetter hängt es nicht zusammen? Wind verstärkt teils Unsicherheit; und manche Hunde finden es im gesetzten Alter schlicht unnötig bei Nässe oder Kälte noch mal raus zu gehen. Die wollen bitte gerne früh schlafen und vor allem trocken bleiben. (Der Hundekumpel könnte dann den Gang aus Sicht des Hundes doch lohnenswert machen.) "Noch mal Pipi" ist nicht unbedingt so überzeugend.

    Und wenn dieser Mix verboten wird, wird es einen anderen großen Mix geben...jop

    Ich finde das Argument, dass sich die Idioten sonst Schäferhunde oder Kangals oder Rottweiler holen, um krass zu sein, hier nicht wirklich stichhaltig.

    Bei der Auffälligkeit dieser XL-Bullys möchte man ja fast sagen: Bitte, tue es. Alles nur nicht das.

    Ich wüsste jetzt wirklich keine Rasse (oder Unterpopulation) die auch nur annähernd so einen Schaden angerichtet hätte.

    Gibt es denn irgendwelche relevanten Unterschiede zwischen GB und Deutschland bezogen auf die Haltung dieser Rassen?

    Ja, so groß ist das Problem hier offensichtlich nicht. Hoffentlich bleibt es so.

    Vor ein paar Seiten ging es hier darum, dass in Bundesländern mit Rasselisten Import, aber auch Zucht, verboten sind; Haltung wenn mit Auflagen verbunden.

    Aber (auch vor ein paar Seiten) irgendjemand postete hier eine ebay-Kleinanzeigen-Annonce von "alphadogs" (oder so ähnlich); zumindest dort gab es eine Hündin zu kaufen.

    Also: Wahrscheinlich aufgrund der Rasselisten der meisten Bundesländer insgesamt weniger dieser Hunde, zumindest bisher. Aber einige gibt es wohl.

    Was ich mich frage bei den ganzen fürchterlichen Meldungen aus GB:

    Häufen sich diese Vorfälle massiv in den letzten Monaten Jahren, oder wurde früher nur nicht so darüber berichtet, gelangten diese Meldungen nicht zu uns, in unseren Fokus?

    Ich hatte irgendwann mal darüber nachgelesen. Es scheint, als ob es schon eine heftige Häufung in den letzten drei, vier Jahren gegeben hat; mit steigender Tendenz.

    Zu der Zeit schwappte der Trend der XL-Bullys wohl von den USA nach GB über, für die Zucht in GB wurde vor allem die Linie eines berüchtigten US-Rüden (Kimbo) genutzt. Der steckt in sehr sehr vielen der GB-XL-Bullys mit drin. Grund ist (neben dem generellen Aufwand, einen Rüden oder dessen Sperma zu importieren) wohl auch dass der Beginn des Hypes mit den Corona-Beschränkungen zusammenfiel.

    So gibt es jetzt schlicht mehr dieser Bullys als vor vier Jahren - und die werden jetzt nach und nach erwachsen und somit auch gefährlicher. Die Zahlen bzgl. der (tödlichen) Angriffe auf andere Hunde entwickeln sich wohl ähnlich.

    Ich finde die Diskussion, ob es gefährliche Rassen gibt, erübrigt sich doch spätestens mit den Entwicklungen, die man in den letzten Jahren bei den XL-Bullys in GB beobachten konnte.

    Die sind gefährlich. Die fallen so überdurchschnittlich oft durch heftige, auch nicht selten tödliche, Attacken gegen Mensch und Hund auf - die Zahlen sind absolut eindeutig.

    Da kann doch keiner mehr sagen, die müssen nur richtig geführt werden.

    Hier wird eigentlich nur zur Not im Haus getrunken.

    Vogeltränken, Gießkannen, Regenwasser das irgendwo steht - vor allem wenn eine Senke auf dem Hof mit Regenwasser gefüllt ist, wird das richtig genossen.

    Ich finde zumindest bei Rüden trägt ein gewisser Altersunterschied zur Entspannung bei. (Ich habe null Erfahrung mit Hündinnen, deswegen schränke ich das so ein.)Nastro und der Familienhund sind nur knapp drei Jahre auseinander. Sie sind enger als sonst jede Kombi vorher - aber näher würde ich persönlich nicht unbedingt wollen. Es gibt und gab schon Situationen, Phasen, in denen Spannung da war. Hat nie richtig geknallt zwischen den beiden - aber mein Bauchgefühl sagt, dass das evtl. eine Kombi hätte sein können, die sich nach einer Auseinandersetzung schwer tut, wieder zusammen zu finden.

    Und wenn ich ehrlich bin: Deswegen jetzt einen der beiden abgeben zu müssen, wäre für uns eine Vollkatastrophe. Vielleicht bin ich auch darum immer super vorsichtig.

    Mittlerweile glaube ich, dass die kribbelige Phase vorbei ist. Sie sind jetzt sechs und neun.