Beiträge von Gersi

    HoLy1602 Nach Bild geurteilt: Beim GSS?

    Weißt du, ob der Hund da im Kommando geführt wird? Oder einfach an der Leine sein Ding macht?

    Fällt da auch wer durch? Werden die Ergebnisse bepunktet oder gibt es nur "bestanden"?

    Denn das (unter der Voraussetzung, dass die Richter auch aussieben und nicht jeder Bestnoten bekommt) ginge ja tatsächlich in die Richtung.

    Momentan habe ich das Gefühl, dass immer mehr Rassen ihre ursprünglichen Eigenschaften, für die sie gezüchtet und verwendet wurden, abhanden kommen unter dieser irrsinnigen Idee, dass jede Rasse nur immer liebe und freundliche Familien-und Begleithunde hervorbringen darf.

    Lieb wäre jetzt nicht das Adjektiv, das ich wählen würde - eher robust, gelassen, offen ...

    Ich wünsche mir dafür Kriterien und dann Tests mit Wertungen - so dass ich, wenn ich nach Nastro zum Malteser greife, etwas habe (außerdem meinem subjektivem Moment-Eindruck vom Muttertier) nach dem ich gehen kann.

    Und die Ideen, die ich auf Seite 1 schon aufgeschrieben habe. So "einfach" das theoretisch sein sollte für einen gut gezogenen Hund - ich kenne ein paar klassische Begleithunde, die (vor allem, wenn sie es nicht mit ihrem Halter absolvieren müssten) da ziemlich schlecht abschneiden würden.

    So ein Einheitsbrei ist nicht so meins.

    Ne - was mir vorschweben würde, wäre tatsächlich eine Prüfung für diejenigen, die keine spezialisierte Prüfung haben.

    Dann kann es beispielsweise sein, dass es Retriever gibt, die legen irgendwelche Arbeitsprüfungen ab, wie bisher. Die anderen müssen aber nicht nur ausgestellt worden sein, sondern wenn sie als Begleithunde gehalten werden sollen, eben eine "Begleithunde-Prüfung" ablegen.

    Ich habe sehr unterschiedliche Dinge von BH-Prüfungen gehört. Wichtig wäre halt, dass zu ängstliche, zu nervöse Tiere wirklich aussortiert werden. Ob das Anforderungstableau ausreichend ist, weiß ich auch nicht.

    Ich denke wirklich an die klassischen Begleithunde, die keine andere Prüfungen ablegen.

    Und ganz, ganz deutlich widersprechen möchte ich der Behauptung, dass ein Hund der den Menschen easy begleiten kann, ein Steiff-Hund ist. "Begleiten" ist auch eine Fähigkeit - die theoretisch bei manchen Rassen stärker ausgeprägt ist, als bei anderen.

    Warum soll man den Hund nicht in den Gehorsam nehmen dürfen? Wichtig ist doch, daß der Hund, gescheit geführt, nicht auffällig wird.

    Bei einem Verhaltens- oder Wesenstest interessiert mich der Charakter des Hundes. Wie läuft er an der Leine wenn es im Bahnhof eng wird? Nicht: Hat der Halter das Fußgehen geübt.

    Wenn man das alles als Wesensvoraussetzung festlegen würde, da kann man sich ja gleich n Steiff-Tier kaufen..... *gg (aber macht ja eh keinen Sinn, weil das Verhalten im Straßenverkehr nicht erblich ist)....

    Zum Steiff-Tier habe ich ja schon was geschrieben. Verhalten an einer großen Kreuzung? Lärm, Enge, verschiedene Verkehrsteilnehmer, immer wieder Stopps... Ich glaube, dass das man daran durchaus eine gewisse Umweltsicherheit ablesen kann. (FALLS der Hund nicht einfach starr im Kommando veharrt.) Und ja, ich glaube dass ein Teil davon durchaus erblich ist.

    Nun führt vieles davon zu sehr wesensfesten und brauchbaren Hunden, die sich dadurch von der Allgemeinheit aber nicht zwangsläufig einfacher führen lassen, ich denke schon, dass sehr viele Menschen mit unsicheren und wesensschwachen Hunden ganz gut beraten sind.

    Mal angenommen, ich hole mir nach Nastro einen Hund vom Züchter und entscheide mich für einen Malteser.

    Meinst du ich wäre mit einem wesensschwachen, nervösem Hund besser bedient als mit einem gefestigten?

    "Brauchbar" bei Begleithunden benötigt meiner Meinung nach Kriterien.

    Als Beispiele: Ein Hund, der vor Stress nicht mehr kann, wenn er anderthalb Stunden durch die Stadt gelaufen ist?

    Ein Hund, der nach einem Restaurantbesuch mit Busfahrt hin und zurück, drei Tage Nichts-Tun benötigt, damit das Stresslevel wieder unten ist? Ein Hund, der keine vielbefahrene Straße überqueren kann, ohne Panik zu kriegen?

    Mögen individuell nette Exemplare sein, mögen ihren Leuten bei Waldspaziergängen auch Freude machen: Aber wäre jetzt nicht das, was ich mir als gutes Elterntier vorstelle.

    Ich habe das Video jetzt zu Ende gesehen (einige Wiederholungen habe ich vorgespult). Irgendwie habe ich mir was ganz anderes vorstellen. Bei Gebrauchshunden, die für die Zuchtzulassung Arbeitsprüfungen ablegen, mag das "ausreichen" aber bei den Rassen, bei denen es wirklich ums Begleiten geht, würde ich mehr oder andere Dinge wollen.

    - Reaktion auf andere Hunde (war drin)

    - Reaktion auf Menschengruppen (ebenfalls drin)

    - Reaktion aufs Verlassen werden (auch drin)

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    aber eben nicht (!!) auf einem Hundeplatz sondern in der Stadt (oder irgendwo im Dorf) - und die Hundehalter sollten dabei die Hunde auch nicht ins Gehorsam nehmen sondern machen lassen.

    Zusätzlich würde ich mir wünschen:

    - Geräuschempfindlichkeit

    - Umgang mit verschiedenen Böden

    - Verhalten im städtischen Verkehr

    - Reaktion auf "ungewöhnliche" Menschen (nicht so dass der Hund berührt wird; aber Betrunkener oder Skateboard-Fahrer schon näher als zehn Meter).

    Im Qualzucht-Thema kam auf, dass etliche Begleithunderassen verzeinzelt/vermehrt(?) Hunde hervorbringen, die unter Unsicherheit, Ängstlichkeit, Nervosität und Stress leiden. Teils so, dass man nicht von Aufzuchts- oder Haltungsmängeln ausgeht, sondern von "vererbter Wesensschwäche".

    Mich interessiert, ob und wenn ja welche Prüfungen (neben Ausstellungen um die ZZL zu bekommen) bei Begleithunderassen abgelegt werden müssen.

    Grinsekatze1 konnte vom DTK berichten (? Deutscher Teckel Klub?), naijra sprach davon, dass es wohl VDH-Vorschläge gibt. Ich bin so frei und markiere auch mal Nefelee und Cassiopeia88 die auch Interesse am Thema gezeigt haben.