Beiträge von Gersi

    Im Spatzenbuch steht auch, dass viele Spatzen"reihenhäuser" nicht geeignet sind. Sie nisten zwar gern in Gruppen, aber nicht "Tür an Tür".

    Wir haben unters Dach an mehreren Stellen Bretter angebracht, teils mit "Seitenwänden" zur Trennung. Nach ein paar Jahren haben die Spatzen angefangen zu brüten - auch mehrere Paare direkt nebeneinander. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass solche "Nistvorlieben" von Gruppe zu Gruppe variieren.

    Wir haben eine große Säuleneibe vor zwei Jahren ganz kräftig zurückschneiden lassen - seitdem haben wir regelmäßig ein Dutzend Spatzen drin sitzen. Die mögen offenbar "lichtes" Gehölz. Ein verholzter, großer Jasmin ist hier auch beliebt.

    Habe im Winter ein "Spatzenreihenhaus" gebaut. Hoffe so sehr, dass sie da reingehen - bisher war dort nur eine Kohlmeise interessiert ... aber bis die Nisthilfen an der Hauswand angenommen wurden, hat es auch gedauert... ich hoffe also weiter.

    Ist immer noch anekdotisch, aber mir reicht es als Indiz:

    Wir haben in einem großen Garten seit Jahrzehnten Nistkästen. Mindestens sechs waren es immer, teils mehr. Wir reinigen die Kästen jedes Jahr nach der Saison. Oft waren mehrere Bruten drin. Wir reden also von hunderten von Gelegen über die Jahre hinweg. Seit den 80er Jahren haben wir zunächst Fell vom Pony und dann seit den späten 80ern Hundehaare für die Vögel bereitgestellt. Wir haben noch nicht einmal einen strangulierten Jungvogel gefunden.

    Ergänzung: Wir finden natürlich auch andere Nester (Drosseln, Finken...) - auch hier war fast immer mit Fell gepolstert und auch hier hat sich keiner drin verheddert. Aber die Anzahl ist im Vergleich zu den Meisen natürlich deutlich geringer.

    Und wie hattest du dich entschieden?

    Ich habe mich entschieden, einen Hund zu holen.

    Aber zum einen habe ich das am Anfang durchaus gemerkt: Ich war eigentlich noch zu sehr dabei den alten zu betrauern und habe zunächst ganz schön gefremdelt mit Nastro.

    Zum anderen kannte ich aber sowohl wie ich trauere um einen Hund und welche Phasen ich dabei in der Vergangenheit durchlaufen bin - und wusste auch, dass (unabhängig vom Individuum) ich hundelos weniger glücklich bin als mit Hund.

    Ich kenne dieses Zweifeln übrigens auch gut.

    Nachdem Nastros Vorgänger eingeschläfert wurde, hatte ich die Wahl in vier Monaten oder in einem Jahr und vier Monaten einen neuen Hund zu holen.

    Ich war noch nicht so weit irgendwie (habe das in der ersten Zeit mit Nastro übrigens auch gemerkt) - wusste aber auch, dass mir über ein Jahr ohne Hund viel zu lang wären für mich. Nastros Vorgänger war auch nicht mein erster Hund, deswegen war ich mir da sehr sicher.

    Selten so hin- und hergerissen gewesen wie bei der Suche nach einem neuen Hund.