Beiträge von Gersi

    Gibt es noch eine weitere Möglichkeit, wie ich Tom positiv und vor allem langfristig bei Louie assoziieren kann

    Ähm. Der Hund ist zwei Jahre bei euch - die Assoziationen stehen.

    Ich würde dringend eine andere Trainer-Meinung dazu holen. Das mit den Hormonen überzeugt überhaupt nicht.

    Wie geht es denn "Tom" damit, vom Hund angeknurrt zu werden? Hat er Angst?

    War bei Nastro exakt genauso. Er hat sich draußen dafür einfach noch nicht sicher gefühlt.

    Deswegen würde ich auch schauen, dass ich eine Balance finde: Ja, der Hund sollte ganz regelmäßig die Chance bekommen, sich draußen zu lösen. Aber je nachdem wie eng die Frequenz ist, in der du mit ihm rausgehst, strengt ihn das gerade natürlich auch sehr an.

    Hat bei Nastro ?? ein oder oder zwei?? Wochen gedauert - ich wünschte, ich hätte das damals aufgeschrieben - dann hat er sich draußen zu lösen getraut und mittlerweile ist er völlig problemlos und zuverlässig sauber.

    Hast du die Möglichkeit ihn irgendwo sicher freilaufen zu lassen? Wahrscheinlich fällt es ihm leichter, wenn er weiter von dir (oder anderen Menschen) entfernt ist, als sich direkt neben dir zu lösen.

    Andere Hunde, die es vormachen, wären auch sehr hilfreich. Oft nehmen Tierschutzhunde gechillte Artgenossen als Dolmetscher dankend an. Gibt es da Optionen? (Falls ihr zu Leuten mit Hunden fahrt - sei dir aber im Klaren, dass es auch gut sein kann, dass er dort rein macht.)

    Ansonsten: ganz, ganz ruhige Stelle suchen, Leine so lang wie möglich. Warten, immer wieder probieren. Irgendwann klappt es.

    Ob die Stelle jetzt Erde, Sand, Gras - oder doch Beton sein sollte... kommt ein bisschen drauf an. Wenn er aus einem Shelter kommt, hat er sich vorher ggf. noch nie auf was anderem als Beton gelöst.

    Nimm die Pads mit raus, auch das kann es erleichtern.

    Das klappt ganz bald - aber wenn, würde ich raten, vorsichtig zu sein, mit der "Belohnungsparty". Für Nastro wäre ein Begeisterungsausbruch sehr beängstigend gewesen. Ich habe also seinen ersten Draußen-See überhaupt gar nicht kommentiert. Mit Lob von mir konnte er noch gar nix anfangen.

    Ich habe das schon mal gemacht, wollte ich zur Sicherheit haben, weil recht klar war, dass ich in der nächsten Wohnung keine Ewigkeit bleiben werde - und dann dachte, ich habe das lieber, wenn es danach mal komplizierter wird.

    Ich habe um ein Zeugnis gebeten, nix vorgeschrieben.

    Da stand dann drin (muss es paraphrasieren, habe es leider nicht mehr): Timmi hat fünf Jahre in der Wohnung gelebt. Er war stets ein angenehmer Hund, sein Verhalten anderen Menschen und auch Kindern gegenüber war stets einwandfrei.

    (typisches Zeugnisdeutsch auf den Hund bezogen; wirkte wie eine Parodie... aber war sehr gut gemeint und ich habe es einfach dankbar genommen)

    Wenn ich was vorformulieren würde, wäre mir wichtig, dass drin steht, wie lange der Hund dort lebte, dass es keine Beschwerden von Mitmietern gab. Mehr interessiert zukünftige Vermieter ja gar nicht.

    Habe vor einer Stunde auch den ersten Mauersegler gesehen.

    In ein paar Tagen werden sie wieder in den Abendstunden laut rufend durch die Innenhöfe jagen. <3

    Ich habe mal einen gefunden, der aus dem Nest gefallen war (und ernsthaft große Mühe gehabt, den in fachkundige Hände zu kriegen)

    In einer Nacht habe ich neben ihm gewacht und das Internet leer gelesen bzgl. Mauersegler. Was für faszinierende Tiere - aber ich hoffe, ich finde nie wieder ein Jungtier. Das bekäme ich alleine nun wirklich nicht richtig groß.

    Da mußte sie aber durch nach dem Motto: erst die Pflicht, dann das Vergnügen. :roll:

    Bei Nastros Vorgänger, auch Teilzeit-Stadthund, war es Pflichtprogramm den Weihnachtsmarkt (genauer gesagt den Boden) genau zu checken... bei dem hätte das Motto zu Verwirrung geführt. Der war noch mehr als Nastro in zwei Welten daheim. So lange es trocken war - sonst war alles schlimm. Auch Tierschutzhund, auch Mix - vom Wesen her aber von Anfang an ein Draufgänger. Keine Ahnung ob es an der Rasse liegt - habe bevor ich hier mitgelesen habe, gar nicht sooo über rassetypische Eigenschaften nachgedacht. Möglich, dass ich zweimal einfach nur Glück hatte.

    Aber ist sicher wie bei Menschen, man lernt sehr viel auszublenden. So ein Gehirn arbeitet ja sehr effektiv und filtert extrem, was wichtig ist oder auch was nicht einzuordnen ist. Alles andere wird Nebensache.

    Bei Nastro merke ich das sehr deutlich:

    Beispiel Hundesichtungen. Auf dem Land reagiert er auf alle Hunde, die er sieht - und wenn es am Horizont ist. In der Stadt kommt es sehr auf den Typ Hund an. Aber alles was weiter als 30 Meter entfernt ist (egal wie viel Spannung in der Körperhaltung des anderen) wird komplett ignoriert. Ältere, gemütlich vorbeitrödelnde Hunde? Können ihm über die Pfoten laufen und er hebt nur den Kopf.

    Ich habe einen "Zweitwohnsitz" auf dem Land... oder so. Bin etwa ein Drittel des Jahres dort - den Rest komplett städtisch.

    Nastro war die ersten Wochen völlig überfordert - aber an beiden Standorten. Mittlerweile ist er tiefenentspannt und ich weiß gar nicht was er lieber mag, ehrlich gesagt.

    Wenn man eine Liste machen sollte: Garten bewachen wäre das Beste (getrübt von der Tatsache, dass er Seltsames nicht so verbellen darf, wie er gerne würde), Platz zwei dann aber schon Kontrollgänge in der Stadt. Ganz, ganz viel Zeitung lesen... (getrübt davon, dass er nicht überall markieren darf, wo andere es taten).