Ich verstehe hier tatsächlich die Grundproblematik der Abgabegegner nicht.
Das ein jährlicher Wechsel des Hundes durchaus zu verurteilen ist, will ich nicht leugnen. Auch eine Abgabe eines Leistungshundes als Familienhund (also quasi mit falschen Eigenschaften ausgestattet) ist verwerflich.
Aber: Gehen wir jetzt von einem Sportler aus, dessen Hund die erhoffte oder erwünschte Leistung nicht bringen kann. Eine Alternativsportart würde den Sportler nicht glücklich machen, weil eben DER EINE Sport sein Lebensinhalt ist. Er hat seinen Hund aufgezogen, ausgebildet, sein Leben bis dato mit ihm verbracht, und merkt: So wird er nicht glücklich. Auf den Sport zu verzichten oder nur noch eingeschränkt ausüben zu können, macht ihn (den Menschen) nicht glücklich. Er findet einen Hund, der vielversprechend ist, der die erhoffte Leistung tatsächlich erbringen könnte, und entscheidet sich, seinen Althund abzugeben. Er sucht ausgiebig, ist ehrlich, was die Eigenschaften und Probleme des Hundes angeht, und findet einen Besitzer, wo das drumherum passt, der den Althund immer noch seinen Möglichkeiten entsprechend auslasten kann und will, und der Freude an einem Hund hat, der eben aus welchen Gründen auch immer keine Topleistung erbringen kann.
Besitzer 1 ist glücklich, weil er die Kapazitäten für einen Hund frei hat, mit dem er seinen geliebten Sport ausführen kann.
Hund 1 ist glücklich, weil er jemanden hat, der von seiner Leistung nicht enttäuscht ist, eine bessere Laune und ein harmonischeres Miteinander möglich ist.
Besitzer 2 ist glücklich, weil er einen gut ausgebildeten und erzogenen Hund bekommt, der seinen Wünschen und eigenen Ambitionen entspricht, und mit dem er eine schöne Zeit verbringen kann.
Hund 2 ist glücklich, weil er einen Besitzer bekommt, der in fördert und fordert und ihm das Maximum an Auslastung bieten kann, das er braucht.
Wo ist dann das Problem?